das ende der nahrungskette schrieb:
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> monochrom Interview / Malmoe, 7. 8. 2002
> Interviewer: Thomas König
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> malmoe: monochrom habe ich als eine Gruppe kennen gelernt, die durch 
> die Gegend streift und mal hier, mal dort ein Projekt vorantreibt. 
> Immer am Sprung, und nie so recht greifbar. Jedenfalls schien mir 
> „ungebunden sein“ das Markenzeichen von monochrom zu sein. Nun zieht 
> ihr in die Electric Avenue ein, monochrom wird sesshaft. Was bedeutet 
> das für das Gesamtprojekt monochrom?
schleim, schleim, schleim ...

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> monochrom: „Ungebunden“ ist mehr was für Schwiegermütter und 
> FirmengründerInnen. Es bedeutet, glaube ich, ein eigenes Konto zu 
> eröffnen und im Urlaub ab nach Australien, Neuseeland oder auch mal 
> auf den Mond, also wenn mensch das mal kann (dann aber nichts wie 
> hin). „Sesshaft“ ist ein Begriffsmuschel, die das allgemeine 1000 
> Plateaus-vom-Hören-Sagen-Kennen an den Strand der Debatte um das 
> /Quartier 21/ gespült hat. Wenn man/frau ihn ans Ohr hält, hört 
> man/frau sogar das weiße Rauschen anderer beliebter Begriffsbildungen 
> des Deleuzianischen Immanenzdenkens: „Nomadismus“, „organloser 
> Körper“, „Fluchtlinie“, „Rosaroter Panther“, „Kafka“, „Begriffsperson“ 
> und die „Wespe“, die so gerne eine „Orchidee“ geworden wäre. Der 
> Immanenz als einzige revolutionäre Perspektive ist es aber 
> schnurzegal, ob sie jetzt im Museumsquartier aufgehängt ist oder im 
> Computer eines Interviewers. Sie ist das aktive Vergessen – von dem 
> Nietzsche einst sang – des Raumes, also des Diskurses, also der 
> handwerklich gut gemachten Institutionskritik, also dem ganzen 
> DDR-Fernsehballett namens „Widersprüchlichkeit“. Nomadismus heißt ja 
> nicht mit dem Zelt zum Campen an den Klopeiner See fahren, und dort 
> Marshmallows rösten. Auch, wenn die traditionell transzendenzgeile 
> „Linke“ das immer denkt, wahrscheinlich weil sie so Naturfreunde sind, 
> die gerne (ich meine das übrigens immer noch symbolisch) 
> Wandergitarren zum Feuerplatz schleppen und dort „Skifahrn“ spielen. 
> Nomadismus bedeutet die permanente Zerstörung von Transzendenz. Das 
> funktioniert aber nicht so einfach, dass das /Museumsquartier /da so 
> eine Schleusenfunktion haben könnte. Schön wär’s! Dann bräuchten wir 
> einfach nur nicht ins /Museumsquartier /einziehen und plötzlich 
> verwandelt sich die Welt in eine Zeichnung aus dem /Wachturm/. Das 
> wäre aber allerdings schön.
> Übrigens hatten wir immer schon so ein /monochrom/-Büro. Das muss ja 
> sein. Sonst hätte uns ja die Creditanstalt kein Vereinskonto gegeben. 
> Und die Post könnte uns die ... wie heißt das gleich ... äh ... Post 
> nicht vorbeibringen. Durch die Gegend streifen kann man/frau ja 
> trotzdem - mit Uhu Kraft wird uns schon niemand einschmieren.
> /monochrom/ hat nun einen Raum im Quartier 21, sozusagen einen Kübel 
> Dispersionsfarbe von BauMarx. Wir werden nun endlich einmal Gastwirte 
> mit Stube. Das ist ein neuer Ansatz mit neuem Raum. Wir können mit ihm 
> machen, was wir wollen. Es sei denn es verstößt gegen das ABGB oder 
> das Denkmalschutzgesetz oder die Naturgesetze oder die Postmoderne 
> oder unseren Überziehungskredit oder gegen die Grundsätze der 
> Political Correctness, an die wir uns aus Prinzip halten, oder gegen 
> die künstlerische Freiheit. Das inspiriert.
> [...]
bullshitBINGO
und:
au wehhhh - monochrom werden gastwirte - würg, kotz, speib ...
subkulturell ? - suboptimal !



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