KUNSTHALLE wien, Museumsquartier
Eröffnung: Donnerstag, 6. März 2008, 19 Uhr Judith Fegerl: SIMULATING INTELLIGENCE | Projectwall, MQ Matthew Barney: DRAWING RESTRAINT | Halle 2 Judith Fegerl: SIMULATING INTELLIGENCE 07. März - Oktober 2008 Judith Fegerls Installation knüpft an die in den achtziger Jahren beliebte Fernsehserie ?Knight Rider", in der das mit künstlicher Intelligenz ausgestattet Auto K.I.T.T. als anthropomorpher Sidekick des Helden Michael Knight (David Hasselhoff) fungiert. Die Lichtzeile am Kühlergrill des Autos, die ein Lichtsignal horizontal wandern lässt, wurde von der Künstlerin in Anlehnung an Elemente im Inneren des Gebäudes adaptiert, auf die Großform der Architektur des Kunsthalle übertragen, und erstreckt sich über die gesamte Rückwand des Hauses. Die Arbeit ?Simulating Intelligence" ist in ihrer zweckentbundenen Effizienz eine Meditation über selbstreferenzielle technische Systeme und über in Wiederholungsschleifen gefangene automatische Prozesse. Die künstliche Intelligenz, hat Jean Baudrillard geschrieben, sei eine Junggesellenmaschine in dem Sinne, dass sie nicht zielorientiert arbeite, sondern ihre produktiven Denkprozesse in Endlos-Loops repetiere. So lässt sich ?Simulating Intelligence" auch als digitales Mantra verstehen, das die Wiederkehr des Immergleichen in einer Gesellschaft des ereignislosen Spektakels als pseudo-spirituellen Akt zelebriert. Es geht um das Prozessuale eines automatisierten Handelns, das, vom Schöpfer emanzipiert, steuerlos in den Astralnebeln der Kontingenz verschwindet. Stop making Sense! <http://www.kunsthallewien.at/cgi-bin/event/event.pl?id=2743;lang=de> Matthew Barney: DRAWING RESTRAINT 07. März - 08. Juni 2008 In DRAWING RESTRAINT kämpft Matthew Barney, gleich dem legendären Entfesselungskünstler Harry Houdini oder dem US-amerikanischen Footballstar Jim Otto, gegen einen Widerstand: die konstruierten und natürlichen Grenzen des Körpers. Wie der Magier und der Leistungssportler bedient er sich der physischen Dynamik, die kontinuierlich zwischen disziplinierter Selbstbeherrschung und energetischem Antrieb pendelt. Für den Künstler, der selbst Sportler und Model war, liegt in der Überwindung selbstgeschaffener Begrenzungen die Genese des Kunstwerkes. Dafür macht er Turnen, Klettern und Gewichtheben zu performativen Sujets, schlüpft in die fantastische Gestalt eines kindlichen Satyrs oder begibt sich als ?westlicher Gast" auf ein japanisches Walfangschiff, um sich mit seiner Geliebten - Björk - zu vereinen. Auf diesem Schauplatz einer mythischen Parallelwelt, destilliert aus kulturgeschichtlichen Elementen von japanischem Shintoismus, westlicher Leistungsideologie und industrieller Ästhetik, wird die Geschichte von Moby Dick neu erfunden, die in einer ?erotischen Kommunion" kulminiert, in der sich die Liebenden in Wale verwandeln und in einen ozeanischen Seinszustand übergehen. <http://www.kunsthallewien.at/cgi-bin/event/event.pl?id=2566;lang=de> Information und Fotomaterial: Claudia Bauer, KUNSTHALLE wien, Büro: Museumsplatz 1, A-1070 Wien Tel.: +43-1-521 89-1222, Fax: +43-1-521 89-1217, e-mail: [EMAIL PROTECTED] _______________________________________________ netznetz.net mailing list [email protected] http://listen.esel.at/mailman/listinfo/liste
