>X-Authenticated: #3882146
>X-Provags-ID: V01U2FsdGVkX19l47UcskxlD1NxqGwDbmhQpVpEtoDgvhO+P9GxBk
>         Gt5zNMVUE/u4oF
>To: Mäuerle Rio <[EMAIL PROTECTED]>
>Subject: dringende Bitte
>From: Tina Leisch <[EMAIL PROTECTED]>
>Date: Mon, 1 Sep 2008 23:02:24 +0200
>X-Mailer: Apple Mail (2.752.2)
>X-Y-GMX-Trusted: 0
>X-FuHaFi: 0.57,0.57
>X-FromIP: 213.165.64.20
>
>liebe Leute
>
>1906 ließ der antisemitische Bürgermeister 
>Lueger eine kleine Gasse im Stuwerviertel nach
>dem antisemitischen Hetzprediger Arnezhofer benennen.
>Obwohl es seit Mitte der neunziger Jahre immer 
>wieder Initiativen von AnwohnerInnen gibt,
>die auf eine Umbenennung der Straße
>drängen passiert nichts.
>
>Obwohl inzwischen sogar Bürgermeister Häupl 
>signalisiert, nichts gegen eine Umbenennung zu haben, (siehe Interview unten)
>mauert der Bezirksdespot Kubik (Spö) weiter.
>
>Wir haben letztes Jahr ein Straßenfest zur 
>Umbenennug der Arnezhoferstraße in "Selma-Steinmetz-Straße
>(nach einer Widerstandkämpferin) organisiert und 
>möchten das dieses Jahr wiederholen.
>
>Am Freitag, den 12.9. um 17 Uhr soll das Fest beginnen.
>Nun suchen wir dringend noch KünstlerInnen, die 
>mit Kunst- insbesondere auch Musikspenden
>unser Anliegen unterstützen.
>
>Gesucht: Performance- oder Lesungsbeiträge 
>zwischen 5 und 10 Minuten, musiklalische Beiträge:  3-4 Lieder, Stücke
>
>Wer hat Lust?
>
>Geld haben wir  keines, wir können aber für Euch mit dem Hut herum gehen!
>
>Liebe Grüße
>
>Tina Leisch
>
>
>
>
>
>
>
>Bürgermeister Häupl in "NU"
>(<http://www.nunu.at/>www.nunu.at)
>
>NU: Was sagt Ihnen der Name „Arnezhofer“?
>
>Häupl: Gar nichts.
>
>NU: Johann Ignaz Arnezhofer war Kommissar zur 
>Ordnung israelitischer Angelegenheiten nach 
>Schließung des Leopoldstädter Ghettos. Hat sich 
>1670 bei der Vertreibung der Juden von der 
>„Insel am Wird“ hervorgetan. Er war ein Feind 
>der Juden. 1906 wurde unter Bürgermeister Lueger 
>eine Gasse im 2. Bezirk nach ihm benannt. Wie 
>geht man damit um? Wäre es nicht eine gute 
>Symbolik, den Straßennamen zu ändern? Eine 
>Gruppe von Bürgern fordert, sie nach der 
>österreichischen Widerstandskämpferin Selma Steinmetz zu benennen.
>
>Häupl: Mit mir braucht man über Leute, die 
>Schuld bei Kriegsereignissen, Verfolgungen, 
>Pogromen auf sich geladen haben, gar nicht 
>reden. Wenn so etwas vorgefallen ist, und wenn 
>sie auch nur geistige Helfershelfer waren, dann 
>gehört das geändert. Keine Frage. Aus meiner 
>Sicht gesehen, ist in einem solchen Fall die 
>Frage zu stellen, wie den Wünschen der Bürger, 
>die dort wohnen, entsprechend Rechnung getragen 
>werden kann. Wenn die Bewohner sagen, dass sie 
>keine Adresse wollen, die mit dem Namen eines 
>Antisemiten und Judenverfolgers versehen ist, 
>dann würde ich meinen, dass man das ändern sollte.
>
>NU:Sie werden also mit Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny darüber reden?
>
>Häupl: Ja selbstverständlich. Ich will hier 
>nicht sofort und aus dem Bauch heraus 
>entscheiden, aber ich werde mir die Sache auf jeden Fall anschauen.


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