lieber stefan,
werte netzler/innen,

sicher ein muss für alle wienansässigen.
danach, das ist schon der 1. april, um 00.05 uhr,
weitere radio-kost im deutschlandradio-kultur:
kalbsembryonenverkostung
feature
live-stream unter:
-->   http://www.dradio.de/dkultur/programmtipp/feature/918112/

lg
christoph

 - wechselstrom -




Stefan Lutschinger schrieb:
> Geschätzte Netznetzler/innen,
>
> hiermit leiste ich der Bitte der Veranstalterin Ina Zwerger Folge,  
> ihre Einladung zu diesem hochkarätigen Symposium weiterzuleiten.  
> Klaro, nicht nur weil ich ihre Arbeit seit langem schätze, sondern  
> weil sich diesmal dort auch noch viele gute Freunde und alte Bekannte  
> zusammenfinden. Yeah, wär ich grad in Wien, ihr fändet mich sicher dort!
>
> Herzliche Grüße,
> Stefan
>
>
>
> =======
>
> Ö1 SYMPOSIUM 31. März 2009
>
> Creative Cities
> Das Versprechen der kreativen Ökonomie
>
> Flexibel und selbstbestimmt werken Menschen in kreativen Berufen rund  
> um die Uhr, mit viel Enthusiasmus, oft ohne soziale Sicherheit. Statt  
> fremdbestimmter Lohnarbeit ist Selbstverwirklichung angesagt. Wo sich  
> „kreative Cluster“ bilden, florieren Bars, Boutiquen und Galerien.  
> Die Stadt wird zur Spielwiese für die "kreative Klasse" und das Image  
> der kreativen Ökonomie zur positiven Utopie. Der „Künstler- 
> Unternehmer“ oder der „Unternehmens-Künstler“ gilt in Zeiten der  
> Krise als Idealtypus. Doch wie viel haben Kunst und Unternehmertum  
> wirklich gemeinsam? Wie vertragen sich künstlerische  
> Gesellschaftskritik und wirtschaftliches Gewinnstreben?
>
> 2009 ist das "Jahr der Kreativität und Innovation" und die  
> Europäische Union hat sich „Die Förderung der Kreativität für alle“  
> auf ihre Fahnen geschrieben. Mit dem Ende des Industriezeitalters  
> werden die „Creative Industries“ von Regierungen weltweit als  
> wirtschaftliches Hoffnungsgebiet beschworen. Kreativität wird dabei  
> als unerschöpfliche Ressource, gar als „Öl des 21. Jahrhunderts“  
> mystifiziert. Arbeitsplätze – so wird suggeriert – schafft man sich  
> selbst, im Home Office, im virtuellen Netzwerk. Befristete "Projekte"  
> ersetzen immer öfter den Job auf Lebenszeit. Lebenslanges Lernen soll  
> die Wettbewerbsfähigkeit steigern. Doch von der Wertschöpfung der  
> „Ideenwirtschaft“ profitieren nur ganz wenige, meist große  
> Unternehmen der Kulturindustrie. Das durchschnittliche Einkommen der  
> „cultural workers“ ist sehr gering. Entsteht damit ein neues  
> intellektuelles Proletariat, eine Art Tagelöhnertum im Zeitalter von  
> Web 2.0., selbständig aber doch nicht frei?
>
> Was macht diesen Lebensentwurf dennoch attraktiv? Ist es die  
> Vorstellung aus dem Hobby einen Beruf zu machen? Ist es die Hoffnung  
> auf Star-Ruhm? Oder einfach der Mangel an Alternativen? Muss nun  
> "jeder ein Künstler" werden, frei nach Joseph Beuys? Oder müssen alle  
> Künstler/innen ins Betriebswirtschaftsseminar?Und ist nicht der Zwang  
> zur ökonomischen Verwertbarkeit für das kreative Schaffen letztlich  
> kontraproduktiv? Lässt sich Innovation auf Knopfdruck herstellen? Vor  
> welchen Herausforderungen stehen Kunstförderung und Aus- und  
> Weiterbildungsinstitutionen?
>
>
> Vorträge: Richard Barbrook, Westminster University, London; Diedrich  
> Diederichsen, Kulturwissenschafter, Berlin / Wien; Geert Lovink,  
> Institute of Network Culture, Amsterdam; Inke Arns, Hartware  
> Medienkunstverein, Dortmund; Jaime Stapleton, Experte f. Intellectual  
> Property, University of London; Maurizio Lazzarato, Soziologe und  
> Philosoph, Paris.
>
>
> Diskussion
> Vom Versprechen der kreativen Ökonomie: Fantasma oder Paradigmenwechsel?
> - Andreas Spiegl, Vizerektor der Akademie der Bildenden Künste
> - Monika Mokre, Politikwissenschafterin (FOKUS)
> - Christoph Thun-Hohenstein, departure Geschäftsführer
> - Stefan Leitner-Sidl, Gründer der Schraubenfabrik
> - Walter Gröbchen, Labelbetreiber
> - Marion von Osten, Künstlerin
>
>
> Künstlerische Interventionen:
> Marlies Pöschl /cre-activity check;
> Djana Covic & Fahim Amir / from live models
> tagr.tv
>
> Zeit: 31. März 2008, 14.00 - 20.00 Uhr
>
> Veranstaltungsort:
> RadioKulturhaus, Großer Sendesaal,
> Argentinierstraße 30a, 1040 Wien
>
> Veranstalter: Radio Österreich 1, Wissenschaftsredaktion
>
> Konzept und Moderation: Ina Zwerger und Armin Medosch
>
>
> EINTRITT FREI
>
> In Kooperation mit
> Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur, BMUKK;
> Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung, BMWF;
> departure wirtschaft, kunst und kultur gmbh;
> Der Wiener Wissenschafts-, Forschungs- und Technologiefonds, WWTF;
> Akademie für Bildende Kunst, Wien
>
> Im Radio, Ö1
> Radiokolleg, 23. – 26. 3., jeweils 9.05 Uhr / 22.15 Uhr
> Creative Cities. Das Versprechen der kreativen Ökonomie.
> matrix, 5.4. , 22.30 Uhr
> Creative Class. Von immaterieller Arbeit und materieller Not
>
>
> Programm und weiterführende Infos:
>
> http://science.orf.at/science/events/154581
> http://oe1.orf.at/highlights/135264.html
> http://www.thenextlayer.org/node/803
>
> _______________________________________________
> netznetz.net mailing list
> [email protected]
> http://listen.esel.at/mailman/listinfo/liste
>
>
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