mitumBACK - a label transfair - reverse engineering globalization Sehr geehrte Damen und Herren, wir freuen uns Sie zum Vortragsabend von mitumBACK einladen zu dürfen.
Sa 27.06.09 ab 19 h im mitumBACK Pop-up_Flagship-shop Margaretenstrasse 22 1040 Wien Ab 19 h bietet sich ihnen dort die Möglichkeit den theoretischen Teil des mitumBACK Projektes genauer zu erfahren. Unter den Schlagworten - reverse engineering globalization - stehend, warum mitumBACK als transdisziplinäres Experiment zur Kultur der Jetztzeit, als Projekt an der Schnittstelle zwischen Kunst und Wissenschaft, zwischen Diskursen, Codes und Moden oszilliert. „Mitumba heißen die ausrangierten Textilien, die aus dem Überfluss europäischer Kleiderschränke in kommerzielle Sammelcontainer wandern und wenig später auf jedem afrikanischen Markt zu kaufen sind. Mitumba ist der neuaufgetragene Wohlstandsverbrauch des Westens – und ein gutes Geschäft. mitumBACK verändert die Richtung dieses globalisierten Prozesses: das Projekt kauft gespendete Altkleider in Tansania zurück, läßt sie von (fair bezahlten) afrikanischen Stickerinnen mit handgefertigten Etiketten neu labeln und reintegriert sie in den westlichen Markt. Ware wird Spende wird Ware. mitumBACK läßt das „Abgetragene, Abgelegte, Ausgesonderte, Fortgeworfene“ als extravagantes Modeteil und künstlerisches Unikat in die „Erste” Welt zurückkehren und gibt bereits entwerteten Produkten durch ihre Re-Fetischisierung neuen Wert – einen, den sie zuvor nicht hatten. Danach Diskussion mit den Beteiligten, anschliessend Filmscreening. KünstlerInnen Coelestine Engels Markus Hafner Wissenschaftliche Aufarbeitung Christof Berthold Screening (20 Uhr): Safari-ya-Mitumba (2004) Der Film des tansanischen Filmemachers David Kyungu-Matazio bietet Einblicke in den Handel mit gebrauchter Kleidung. Insbesondere der Kleinhandel mit Secondhand-Kleidung in Tansania steht dabei im Fokus. Second Hand. Ein T-Shirt reist um die Welt Deutschland 2005, Buch: Ilaria de Laurentis, Raffaele Brunetti Der italienische Filmemacher Raffaele Brunetti wurde neugierig, als er das Foto eines Kindes sah, das in dem T-Shirt eines exklusiven italienischen Reitclubs durch eine Dorfstraße in Burundi lief. Wie war dieses T-Shirt aus dem italienischen Nobelviertel an das andere Ende der Welt gelangt? Wo kommen überhaupt all die gebrauchten europäischen Kleider her, die in ganz Afrika getragen werden? In Afrika heißen diese Gebrauchtkleider „Mitumba“ Oburoni Wawu – Die Kleider der toten Weißen (BRD 1995, 55 Min. | Franziska Strobusch, Boris Terpinc). Eine Dokumentation über den lukrativen Handel mit Spendenkleidern. Als mit den Missionaren die ersten Altkleider nach Ghana kamen, dachte man dort, sie stammten aus dem Nachlass von Verstorbenen. Dass Lebende so gute Kleider einfach wegwerfen könnten, erschien unglaublich. Inzwischen wissen die Menschen in Ghana nur zu gut, dass die Altkleider nicht von Toten stammen, sondern ein großes Geschäft der Lebenden sind – wenn auch ein zwiespältiges: denn die Einfuhr gebrauchter Textilien, die meist billiger sind als die lokal hergestellten, entzieht der einheimischen Bekleidungsindustrie den Boden. Wer Glück hat, findet einen neuen Job in der „Ersten" Welt: zum Beispiel in einer niederländischen Altkleidersortieranlage. Der Kreis schließt sich. ________________ Ausstellungsdauer 07.06 - 30.06.2009 Ort Margaretenstrasse 22 1040 Wien Öffnungszeiten Di – Fr 14:00 – 18:00 Uhr Sa 14:00 – 21:00 Uhr Weitere Informationen zur Ausstellung entnehmen Sie bitte der Website: http://mitumback.net Mit freundlichen Grüßen, = mitumBACK ================ = A Label Trans Fair =========== = reverse engineering globalization= __ web: http://mitumback.net mail: [email protected] -- GRATIS für alle GMX-Mitglieder: Die maxdome Movie-FLAT! Jetzt freischalten unter http://portal.gmx.net/de/go/maxdome01 _______________________________________________ netznetz.net mailing list [email protected] http://listen.esel.at/mailman/listinfo/liste
