On Sunday 16 January 2011, Luca Bertoncello wrote: > Der Mikrocontroller ist ein Modul an dem mehrere verschiedene Sensoren > angeschloßen sind und muß relativ nah der Geräten oder Räume, die zu > überwachen sind, aufgrund der Kommunikation mit den Sensoren (I²C, ADC, > usw). Der µC schickt dann die Daten dem entfernten MiniPC, der, laut > Ethernetspezifikationen, bis zu 200m von dem Mikrocontroller entfernt > sein kann (wenn der Switch genau an der Mitte ist, sind 2 Strecke à > 100m). Deswegen PoE.
Ahh, verstehe. 100m sind übrigens ganz hart an der Grenze von Ethernet - je
nach Kabel evtl. auch drüber. Die PoE Geräte dürfen dann nicht mehr erwarten
die volle Leistung zu bekommen.
Auch bei 100Mbit gibt es einen PoE-Modus wo der Strom auf den Datenleitungen
langläuft. Jedenfalls behauptet das Wikipedia.
Wenn alles nach Standard gebaut ist und jedes Gerät nur exakt eine
Stromversorgung (entweder Ethernet oder Netz) hat, dann ist das alles kein
Problem: der Eingang von Ethernetkarten hat eine galvanische Trennung in
Form einer Spule. Daten werden differential (Spannungsänderung) übertragen,
PoE schiebt einen Offset in Form einer Gleichspannung auf die Daten.
Dummerweise ist keine billige Netzwerkkarte nach Standard gebaut. Spulen
sind vergleichsweise teuer und nehmen viel Platz weg, also werden sie gerne
gespart. Ich würde mich auch nicht darauf verlassen dass die nicht-Daten-
Pins nicht angeschlossen sind - da kann durchaus ein sinnloser Widerstand
oder ein anderes Bauteil drauf sein welches sich bei den mehr als 30V PoE in
die Hose macht und den Rest gleich mit verkokelt (Merke: die teuersten
Bauteile schützen die billigen dadurch dass sie zuerst sterben).
> Außerdem, es ist technisch NICHT machbar, der µC an das selbe Netzteil
> des MiniPC anzuschließen.
Bei der Länge ist das verständlich. Bei dieser Kabellänge dürfen die
Microctl. auch auf keinen Fall mehr mit irgendeiner anderen Stromquelle in
Berührung kommen, sonst hast Du sehr interessante Effekte. Der harmloseste
Fall sind fehlerhafte Sensorwerte, im Normalfall verlieren die Chips ihren
magischen Rauch und können nicht mehr zaubern...
Falls das ein Seriengerät werden soll würde ich Dir empfehlen einfach mal zu
testen was passiert wenn Du es zusammenstöpselst - irgendein Kunde wird
sonst für Dich den Test machen... ;-)
Wo wir gerade dabei sind: Du solltest auch testen was passiert wenn Du
verschiedene Komponenten an verschiedene Stromphasen anschliesst (am besten
mit Kabeln aus unterschiedlichen Gebäudeteilen mit unterschiedlicher Erdung)
- bei 100m Entfernung sind die Chancen praktisch Null dass Dir Kriechstrom
oder andere ungemütliche Erscheinungen erspart bleiben.
Ansonsten ergab eine kurze Suche, dass es PoE-Splitter gibt, die Power von
Ethernet trennen. Für 100Mbit fangen die bei 20Euro an, Gbit kostet bei
Conrad 65Euronen. Das ist denke ich gerechtfertigt um das Gerät auch gegen
blöde Konfigurationen zu schützen, falls es das noch nicht selbst macht.
Konrad
signature.asc
Description: This is a digitally signed message part.
_______________________________________________ Lug-dd maillist - [email protected] https://ssl.schlittermann.de/mailman/listinfo/lug-dd
