Am Montag, 29. Juni 2015, 08:48:48 schrieb Luca Bertoncello:
> Ansonsten, Plan B, muss ich sehen, dass ich die ausgehenden
> Verbindungen von meinem Netz über das IPv6 der Telekom schicke und die
> eingehenden Verbindungen von meinem Tunnel akzeptiere. Das ist aber
> wirklich blöd...
Im Gegenteil, das ist erst mit IPv6 ohne irgendwelche Krücken möglich:
Mehrere IPv6-Adressen pro Netzwerkgerät sind Programm.

Selten erwähnt ist, daß IPv4-Adressen dem Provider gehören (und der gut daran 
tut, diesen Schatz zu hüten), während IPv6-Subnetze z.B. von Mietservern auf 
den (End)Kunden registriert sind. Heißt

$ whois [IPv6-Prefix-meines-Mietservers]

gibt default/schlimmstenfalls die eigene Privatadresse heraus, während

$ whois [IPv4-Adresse-meines-Mietservers]

die Kontaktdaten des Hosters herausgibt. Schöne neue Welt...


$ whois [IPv6-Prefix-am-Heimrouter]
$ whois [IPv4-Adresse-am-Heimrouter]

geben die Kontaktdaten der Telekom heraus.

Und nein, ich will eben nicht mit vorgehaltenem Personalausweis im Internet 
surfen. Deshalb nutze ich die Telekom-Adressen für ausgehende Verbindungen.

Wegens wechselnden Adressen und Präfixen:
Man kann DynDNS auch IPv6-Adressen mitteilen. Die FritzBox tut das von sich 
aus. Auf den dahinterliegenden Gerätschaften kann das z.B. ein cron-Job 
machen, der noch nicht einmal root-Rechte benötigt.

Damit sind, entsprechende Firewallregeln vorausgesetzt, sowohl die FritzBox 
als auch die dahinterliegenden Gerätschaften per IPv6 ohne NAT von außen unter 
ihren DynDNS-Namen erreichbar.

Zusätzlich tunnele ich per OpenVPN noch feste IPv6-Adressen von meinem 
virtuellen Mietserver, der ein /64er Präfix hat und nur kleines Geld kostet, 
auf meine Gerätschaften - primär als IPv6 für unterwegs. 
OpenVPN hat kein Problem damit, wenn eine Endstelle die IP-Adresse wechselt - 
es gibt dann halt nur eine kurze Unterbrechung.

Angedacht aber noch nicht realisiert habe ich die Delegation eines /62er 
Unter-Präfixes aus dem häuslichen /56er Telekom-Präfix in mein VPN, um aus 
o.g. Datenschutzgründen auch unterwegs Telekom-IPv6-Adressen nutzen zu können.


-- 
William Epler


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