Am 25.08.2015 um 12:08 schrieb Manuel Weissbach:
> Hallo Tobias,
> 
> danke für deine Antwort. 
> 
> Leider sprengen die Wünsche, die mir für den Verzeichnisbaum (und die Rechte) 
> vorgelegt wurden, das,
> was aus meiner Sicht mit ACLs möglich ist. Um das umzusetzen, müsste ich 
> einzelnen Verzeichnissen
> mehrere Besitzer bzw. Gruppen zuweisen - was ja nicht machbar ist.
> 
> Mal ein Beispiel, was gewünscht ist:
> 
> Freigabe "test"
> Ordner: /test/
> erlaubte Nutzer (Rechte): n1 (rw), n2 (rw), n3 (rw)
> 
> Unterordner: /test/test2/
> erlaubte Nutzer: n1 (rw), n3 (r)
> 
> Unterordner: /test/test3/
> erlaubte Nutzer: n2 (r), n3 (rw)
> 
> Unterordner: /test/test4/
> erlaubte Nutzer: n1(r), n2 (rw)


> 
> So etwas in der Art liegt mir als Wunsch vor, mit über 100 Verzeichnissen und 
> dazu jeweils Angaben,
> welcher Nutzer welchen Zugriff erhält.
> 
> Das lässt sich nicht sinnvoll in Gruppen unterteilen (bei den 
> Rechtekombinationen würden unzählige
> Gruppen entstehen) und da ich jedem Verzeichnis auch nur einen Besitzer und 
> eine Gruppe zuweisen
> kann, ist es meiner Ansicht nach kaum umsetzbar.
> 
> Zu dem Shellskript: 
> Soweit ich dich richtig verstanden habe, wäre das Shellskript dazu da, die 
> Rechte regelmäßig neu zu
> setzen, bzw. zu korrigieren. Da ist mir gerade noch nicht ganz klar, wofür 
> das nötig wäre? (Um von
> Nutzern erstellte Daten einer anderen Gruppe zuzuweisen, damit auch andere 
> Nutzer Zugriff haben?)
> 
ich glaube du hast ACL nicht verstanden, wenn dein Dateisystem ACL
unterstützt dann kannst du für einen Ordner oder Datei mehre User oder
Gruppen zu ordnen. dies kann man nicht mit chown machen sondern mit setfacl

und man siet dies auch nicht wirklich mit ls
--
ls -la /opt/production_mysql/
insgesamt 64
drwxr-xr-x+  21 root root 4096  4. Aug 13:15 .
drwxr-xr-x+   6 root root 4096  4. Aug 07:55 ..
drwxr-xr-x    4 root root 4096  7. Aug 16:47 backup
drwxr-xr-x+   2 root root 4096  5. Jun 10:28 bin
drwxr-xr-x+   2 root root    6 11. Jun 2014  boot
-rw-r--r--    1 root root    4  4. Aug 13:16 counter_file
drwxr-xr-x+   5 root root 4096  4. Aug 10:49 dev
drwxr-xr-x+  66 root root 4096  4. Aug 09:43 etc
--- das + deutet darauf hin das acl gibt ---
sondern mit getfacl

getfacl /opt/production_mysql
# file: opt/production_mysql
# owner: root
# group: root
user::rwx
user:n1:r--
group::r-x
mask::r-x
other::r-x

klar wenn man so etwas "händisch" erledigen will bei hundert Ordner ist
das nicht einfach aber möglicherweise könnte ein script die kaffepause
nicht gefährden

Andreas

> Viele Grüße
> Manuel
> 
> 
> 
> 
> 
> 
> 
> On Mon, 24 Aug 2015 20:49:38 +0200
> Tobias Schlemmer <[email protected]> wrote:
> 
>> Hallo Manuel,
>>
>> Wenn ich MS richtig verstanden habe, kannst Du die Gruppenrichtlinien
>> durch ein Shell-Skript ersetzen, das die Rechte im Stundentakt aktualisiert.
>>
>> Grundsätzlich sind – denke ich – ACLs für Gruppen die beste Lösung in
>> Verbindung mit einer durchdachten Verzeichnisstruktur. Wenn man
>> Rechteverwaltung einführt sollte solch einen Umstrukturierung mit ins
>> Programm aufgenommen werden. Ansonsten habt Ihr das Problem bei der
>> nächsten Personalveränderung wieder auf dem Tisch.
>>
>> ACLs kannst Du auch für einzelne Dateien definieren und das kann ein
>> Shell-Skript für Dich erledigen wenn es nicht per Hand geht.
>>
>> Allerdings liegt die natürliche Grenze dort, wo man in ein
>> Unterverzeichnis wechseln soll, dessen übergeordnetes man nicht betreten
>> darf. In dem Fall hilft nur aufräumen oder eine echte Datenbank, die via
>> virtuellem Dateisystem eingebunden wird.
>>
>> Viele Grüße
>>
>> Tobias
>>
>> On 24.08.2015 19:48, Manuel Weissbach wrote:
>>> Hallo allerseits,
>>>
>>> ich stehe vor folgendem Problem:
>>> Jemand betreibt ein Windows-Netzwerk mit Linux-Datenserver. Um genau zu 
>>> sein läuft Samba auf einer
>>> Ubuntu Server Version.
>>>
>>> Jetzt soll das Netzwerk umstrukturiert werden, sodass jeder wirklich nur 
>>> noch an die Daten
>>> ran kommt, an die er auch ran darf. Dabei ist in der Planung ein ziemlich 
>>> wirres Konstrukt aus vier
>>> großen Freigaben und recht vielen Unterordnern (teils mit weiteren 
>>> Unterordnern) entstanden.
>>> Innerhalb dieser Unterordner soll nun auf Nutzerebene geregelt sein, wer 
>>> gar nicht zugreifen, lesen
>>> oder schreiben darf. Es gibt zwar nur 10 Benutzer, allerdings sieht die 
>>> Rechteverteilung quasi bei
>>> jedem Verzeichnis anders aus. Es gibt kein festes Schema und folglich kommt 
>>> man da mit den normalen
>>> Nutzer- und Gruppenrechten (ACL) nicht weit.
>>>
>>> Samba selbst bietet soweit ich das sehe, nur die Möglichkeit vor, die 
>>> Rechte auf dem Freigabelevel
>>> zu verwalten. Spezielle Zugriffsrechte für Unterordner können nicht 
>>> definiert werden (da greifen
>>> dann eben die auf den Objekten definierten Rechte.) Wenn man eine Freigabe 
>>> innerhalb einer Freigabe
>>> (mit abweichenden Rechten) definiert, hat das keinen Einfluss für die 
>>> Zugriffe, die über die
>>> übergeordneten Freigabe erfolgen.
>>>
>>> Hat jemand einen Tipp, wie man so ein wirres Ordner- und Rechte-Konstrukt 
>>> gut umsetzen kann? Es
>>> muss nicht Samba sein, sollte sich aber an den Windows-Arbeitsstationen 
>>> sauber einbinden lassen.
>>>
>>> (Mit Samba 4 habe ich selbst noch keine Erfahrungen gesammelt. Wäre das 
>>> beschriebene Szenario mit
>>> einem Samba-AD und Gruppenrichtlinien möglich?)
>>>
>>>
>>> Schon mal Danke für alle Vorschläge
>>> Manuel
>>>
>>>
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