Hallo Gruppe,

nachdem jetzt hier Manntage im IPv6 Zugang stecken, Funktion zwar gegeben
ist, ich aber mit der Lösung unzufrieden bin, hoffe ich hier auf Klärung
oder Unterstützung.


Es ist ja nicht so, dass wir das Protokoll nicht schon seit Jahren einsetzen
würden, nativ und über Tunnelbroker.

- Wir haben eine physische Schnittstelle eth2.
- An diese binden wir direkt die Antenne/das Modem (WEBoverAIR hat uns eine
PoE-versorgte WLAN-Antenne gestellt), nichts anderes. Damit läuft dort dann
der pppd (Wir haben das Protokoll pppoe sowie Nutzer und Passwort genannt
bekommen).
- Aktivieren wir im pppd den IPv6 Support mittels der Option '+ipv6' wird
das virtuelle interface ppp0 an diesem eth2 abgebildet.
- Wir erhalten die immer gleiche IPv4 (statische IPv4 und ein /64 IPv6
Prefix sind Produktmerkmale) und eine verbindungslokale IPv6 (fe80::*).

- Diese Konfiguration (die vom pppd) an einen full-IP-Anschluss der T-Com
liefert sogar eine globale Unicast-Adresse, die ich im Zusammenspiel mit
WEBoverAIR aber erst durch einen extra DHCPv6-Clienten beziehen muss (Deren
Aussage).

- Setze ich nun diesen DHCPv6-Clienten ein (im Moment läuft
wide-dhcpv6-client unter debian 8), so haben alle mir Bekannten die
Eigenart, IPv6 nicht an ein virtuelles pppN binden zu können, sondern nur an
das darunter liegende physische interface. Ich erkläre mir das damit, dass
der interface identifier ja aus einer MAC gebildet werden kann und das
virtuelle pppN keine solche MAC hat.
- Ich habe also in Konsequenz ein eth2 mit global unicast und link local
Adressen, aber keiner IP-Verbindung.

- Noch funktioniert der IPv6 Kontakt in die weite Welt nicht, es fehlt eine
Route.
- Ich habe mich - vom Gedanken getrieben, mein Weg ins Netz verliefe über
ppp - für eine interface Route auf ppp0 entschieden ('ip -6 route add ::/0
dev ppp0').

= Offenbar erhalte ich damit die Funktion, per  IPv6 mit der Welt
kommunizieren zu können. Nur ist das alles andere als bequem und funktional.

- Der DHCPv6 bricht den Start beim booten ab, da zu dieser Zeit noch keine
Einwahl erfolgt ist und ppp0 fehlt.
- Der pppd ist nicht in der Lage die IPv6 default Route zu setzen, ich
müsste ein Skript dafür anlegen.
- Verschiedene Skripte nutzen die Nennung eines externen interface um die
eigene öffentliche IP zu ermitteln. Das ist gebrochen dadurch, dass ppp0
zwar das interface ist, aber die IPv6 auf eth2 gebunden scheint.

? Gibt es denn keine GNU/linux Referenzinstallation, von der man die nötige
Konfiguration des pppd und DHCPv6 Clienten zitieren könnte?


Mit freundlichen Grüßen / Kind regards
     Ronny Seffner
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