Am 29.11.2016 um 11:50 schrieb Thomas Schmidt:
> - Das Telefonbuch wird direkt als Kontakte-Verzeichnis genutzt.
> - Kontakte werden in einer Liste angezeigt.
> - Die häufigsten Kontakte stehen automatisch ganz oben für neue Nachrichten.
> - Es gibt pro Person nur eine Adresse, deren Aktualität sich mit zwei
> grünen Pfeilen sofort prüfen lässt.
> - Jeder kann Gruppen einrichten.
> - Jeder kann Anhänge mit sinnvollen Formaten (skalierte Bilder) verschicken.
> - Es gibt keine Inbox vollgestopft mit Threads, sondern nur
> übersichtlich einen pro Person.
> - Aus o.g. Grund gibt es keine 1000 Nachrichten "dringend zu erledigen".
> - Die Einrichtung entfällt.
> - Die Unsicherheit ob und wann zugestellt wird entfällt.
> - Es ist sofort klar, ob alles funktioniert oder nicht.
> - Die Zustellung ist unglaublich schnell und mit schlechter Leitung robust.
> - Das rollende Release des Clients verhindert alte Technik wie Pop3.
> - Avatare und Statusmeldungen müssen nur einmal festgelegt werden.
> - Der Umfang Emoticons ist bekannt und fest.
> - Es gibt keine HTML-Formatierung.
> - Es gibt keinen Kamm-Satz, keine Textoben-Fullquoteunten.
> - Leute werden nicht von CC genervt, sondern direkt angesprochen.
> - Gruppen lassen sich mit einem Klick verlassen.
> - Meldungen gehen über die vorhandenen Leitungen (Push-Notification)
> an den Client, kein Polling, kein Stromverbrauch.
> 
> 
> Ja, technisch lässt sich das fast alles mit Mail auch erschlagen. Es
> wird nur ein Client und ein Server gebraucht. Beides kann für normale
> Mails nicht verwendet werden, sonst sind o.g. Vorteile wieder dahin.
> SMTP ist dann nur noch die Kommunikation der Server untereinander. Und
> dafür kann man auch XMMP oder sonstwas nehmen, das ist total egal.

Hallo Thomas,

ja, ich stimme dir bei allen obigen Punkten zu. Das klingt
wie eine super Roadmap für die k9 (Android Mail-Client) Entwickler. Aus meiner 
Sicht tut
sich da aber recht wenig. Schade :-(


> E-Mail ist technisch wohl wirklich überholt.

Ich dachte auch lange, dass ein Alternative zu Email nötig ist.

Aber inzwischen denke ich, dass Email ins 21 Jahrhundert geholt werden kann.

Mir gefällt an Mail zur Zeit sehr gut:

 - Hohe Verbreitung. Im Berufsumfeld schreibe ich täglich viele Mails. 
   Es ist nicht absehbar, dass hier ein anderer Dienst (zB WhatsApp) eingesetzt 
wird.
   Hier führt Mail und wird es wohl die nächsten zehn Jahre auch tun.

 - Dezentral: Auch wenn Mail als Klartext über die Leitung geht, ist das 
Abhören im 
   großen Stil sicherlich schwieriger, weil es keine zentrale Kontrollinstanz 
geht.
   

Warum stockt die Entwicklung bei Mail?

Nächste Frage: Warum wird Firefox und Chrome ständig weiterentwickelt?

Der Webbrowser ist ein prima Werbe-anzeige-Programm.

Damit machen gewisse Konzerne eine Menge Kohle.

Wie sieht es da bei Mail aus? Hier ist
es Fehlanzeige. Wenn ich einem Freund eine Mail schreibe, dann
kann ich das ohne das jemand Werbung dazwischenstreut.

Alle Großen bei dem Spiel haben also Null Komma Null Interesse daran,
dass die Entwicklung bei Mail vorwärts geht.

Open Source klappt eben nur bis der Status "prinzipiell nutzbar" erreicht ist.

WAF (Woman accept Factor) wird leider nicht erreicht. Schade.

Die Fragen für mich: 

 Was kann man tun im die Situation zu verbessern?
 Was ist der nächste Schritt?

Gruß,
  Thomas




-- 
http://www.thomas-guettler.de/

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