Hi,

wenn ich das so lese, aber euch die Zeit fehlt, empfehle ich “fertige Lösungen“.

An Stelle der Arduinos - ESP8266 / ESP32 mit Tasmota oder espEasy für Sensoren 
/ Aktoren. SonOff oder Shelly hat da fertige Dinge.

Als Steuerung FHEM auf dem Raspi. Das ist in Perl geschrieben - also ideal zum 
programmieren...
Alternativ NodeRed oder openHAB. (Nutze ich nicht)

Ich hab mit der Weihnachtsbeleuchtung angefangen. Nun ist das ganze Haus mit 
FHEM gesteuert...

So, Schluss - am Handy scheibt es sich schlecht.


VG
Andi

05.07.2021 22:43:10 Tobias Schlemmer <[email protected]>:

> Am 05.07.21 um 15:24 schrieb Konrad Rosenbaum:
>> Hi,
> Zu dem, was Konrad geschrieben hat:
>> 
>>> Ich "träume" (aktuell) von folgenden Projekten:
>>> 1) Automatische Bewässerung der Tomatenpflanzen auf dem Balkon.
>>> Messung der Bodenfeuchtigkeit mit Sensor und GPIO, Bewässerung mit
>>> schaltbaren Ventil (Wasserzufuhr durch Schwerkraft) auch über GPIO.
>> 1) Sensor: je nach Sensor brauchst Du analogen oder seriellen Zugriff
>> darauf - GPIO macht hier keinen Spass. Ventil: Du willst Dich mit
>> Aktuatoren und den entsprechenden Schutzschaltungen beschäftigen.
>> 
>> Sensor: ein Ding was eine physische Messung in ein analoges oder
>> digitales Signal umsetzt. Sensoren können am Eingang sehr
>> unterschiedliche Messbereiche und Genauigkeiten haben und am Ausgang
>> sehr unterschiedliche elektrische Prinzipien (analog: Spannung vs.
>> Strom, linear vs. logarithmisch vs. spezielle Sensorkurve) oder digitale
>> Eigenschaften (Geschwindigkeit, Taktquelle, Kodierung, Spannung für 0
>> vs. 1, mit oder ohne Kommandos, einfaches Streaming vs. komplexe
>> Protokolle, ...) haben. Heutzutage hast Du häufig integrierte Sensoren,
>> die mit der Cloud oder einem zentralen Netzwerk-Server reden wollen und
>> mehr CPU-Power eingebaut haben als mein erster PC.
> 
> Alternativ sprechen die Sensoren SPI oder I²C (auch I2C). Beide
> Verbindungsarten unterstützen RPi und Linux. Analoge Signale kannst Du
> auch nur über diese Protokollo ansprechen. Beide Protokolle gehören zu
> den seriellen Protokollen und bei beiden wird vom Meister der Anfang und
> das Ende des Bits festgelegt.
> 
> 
>>> 2) Webcam die auf die Tomatenpflanzen gerichtet ist und jede Minute
>>> ein Foto macht. Einmal in der Nacht werden die Fotos zu einem
>>> Stop-Motion-Video zusammen gefasst, damit man sehen kann, wie die
>>> Pflanze so wächst.
>> 2) Du willst Dich mit Bildverarbeitung beschäftigen. Das ist vermutlich
>> das unter Linux/Pi am einfachsten zu realisierende Projekt. Das ist aber
>> auch am weitesten von dem weg was im Workshop dran käme (noch nicht mal
>> in der selben Gegend).
> 
> Der Raspberry Pi verfügt über eine Kameraschnittstelle. Dafür gibt es
> fertige streamingsoftware. Weil die auch Frame-Orientiert ist, sollte
> sich daraus auch ein Zeitraffer bauen lassen.
> 
>>> 3) Einen Roboter (aus Lego?) bauen, gesteuert durch einen Raspberry
>>> Pi. Mindestens soll man mit diesem aus der Ferne durch die Wohnung
>>> fahren können. Eine Kamera/Webcam ist das Auge, ein Tablet zeigt die
>>> Person, die den Roboter steuert. Zu den Pi's habe ich auch noch ein
>>> BreadBoard (heißt das so?), an dem man dann ganz viele Aktoren
>>> anschließen kann. Ich habe aber keine Vorstellung, wie man die dann
>>> ansteuert.
>>> 
>> 3) Kombination aus 1&2 plus Netzwerke auf hohem Niveau (Video-Streaming).
> 
> 1 und Netzwerkstreamung sind Standardlösungen auf dem RPi. Nur fürs
> Fotografieren musst Du dich anstrengen.
> 
>>> Ich traue mich insgesamt noch nicht so recht an die einzelnen Sachen
>>> drann, vor allem, weil die notwendige Zeit fehlt. Ich hätte in sofern
>>> Interesse, mir die generelle Handhabe abzugucken.
>> 
>> Irgendwann musst Du Dir auch mal Zeit nehmen und anfangen. Du wirst
>> signifikant Zeit investieren müssen bevor Du Deine Traumprojekte mit Pi
>> und/oder Arduino umsetzen kannst. Ich verspreche es wird Spass machen
>> und Du wirst sehr viel dabei lernen.
> 
> Das sehe ich genauso.
> 
>>> Wegen meinem Zeitmangel fände ich es auch cool, wenn Du deine
>>> Vorstellung auch aufzeichnen könntest zum später angucken.
> 
> Für versetztes Streaming gibt es sicherlich genügend Videos im Internet.
> 
> Weil Zeitmangel eher eine psychologische Größe ist (welchem Problem
> widme ich mich als nächstes), hilft es auch nicht unbedingt, den
> Workshop aufzuzeichnen.
> 
> Die Frage ist eher, was willst Du als nächstes machen. Willst Du einen
> A/D-Wandler für Deine Bewässerung selber bauen und analog abgleichen
> oder willst Du den vom Arduino verwenden. Wenn Du wenigstens letzteres
> kannst: Es gibt auch A/D-Wandler, die direkt auf SPI oder I²C umsetzen
> können. Als Aktuator kannst Du für Deine Bewässerung Magnetventile
> nutzen. Das Problem bei Magnetventilen ist, dass sie eine induktive Last
> erzeugen. Das heißt beim Ausschalten kann eine wesentlich höhere
> Spannung erzeugt werden, als der μC-Pin verkraftet. Das heißt, Du
> brauchst eine Schutzschaltung, auf die Konrad evtl. hinweist.
> 
> Es gibt einen Elektronik-Baukasten von Franzis: „Lernpaket Elektronik
> mit Linux“, der Dir u.A. zeigt, wie man einen A/D-Wandler selber bauen
> kannst. Der basiert auf dem USB-Anschluss, aber die Technik dahinter
> kannst Du auch mit den GPIO-Ports von RPi und Arduino nutzen. Das
> Problem beim RPi ist, auf der GPIO Echtzeitunterstützung zu nutzen. Das
> Beleuchtungs-Beispiel zeigt Dir, dass die Standard-Auflösung des
> USB-Ports schon recht viel sein kann. Für die Bewässerung sollte es
> trotzdem reichen.
> 
> Es gibt noch einen schöneren Baukasten von Arduino, ich bin aber jetzt
> zu müde noch irgendwas sinnvolles zu Stande zu bringen.
> 
> Gute N8
> 
> Tobias

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