Am 21.01.26 um 10:59 schrieb Luca Bertoncello:
Am 21.01.2026 10:33, schrieb Bernhard Schiffner:

Wenn ich am lokalen Rechner die Netzkonfiguration der Schnittstelle so
statisch wie möglich mache und auch das "DHCP" mit der maximalen
Lease-Time anfrage, bekomme ich von der Fritzbox nur im Ausnahmefall
was aus dem Telekom /64 Bereich durch und auch das nur mit kleinen
Lease-Times.
Irgendwann wird das Lease erneuert, und dann kommt als Adresse wieder
irgendwas, was sich die Fritzbox ausdenkt und (vielleicht per NAT6)
bedient.
Jedenfalls zu konfus, um mit dyndns was sinnvolles anzufangen.
Ich hab's aufgegeben.

Ich glaube, das Problem hier ist die Fritbox...

Bei mir ist es zwar DSL (1&1) und damit auch PPPoE und ebenfalls eine 7490.
Grundsätzlich hat die Fritzbox kein Problem mit IPv6 und dynamischen Adressen. Die Fritzbox bekommt eine öffentliche IPv4 & IPv6-Adresse und zusätzlich ein /56-IPv6-Netz zugewiesen, von dem ein /64 an das LAN durchgereicht wird. Wenn die Telekom hier etwas ähnliches liefert, ist es egal, ob das per DSL oder Glasfaser kommt.

Mein Homeserver (Debian 13) bekommt auch die aktuelle IPv6-Adresse immer wieder per DHCP zugewiesen. In der Fritzbox ist der Server auf fixedDHCP eingestellt ([x] Diesem Netzwerkgerät immer die gleiche IPv4-Adresse zuweisen.), sowie entsprechende Portfreigaben für IPv4+IPv6 eingerichtet (kein ExposedHost).

Auf dem Server ist es einfach nur eine Standard-DHCP-Konfiguration seit der Installation.

/etc/network/interfaces:
source /etc/network/interfaces.d/*

# The loopback network interface
auto lo
iface lo inet loopback

# The primary network interface
allow-hotplug enp1s0
iface enp1s0 inet dhcp


~# ip a s dev enp1s0
2: enp1s0: <BROADCAST,MULTICAST,UP,LOWER_UP> mtu 1500 qdisc fq_codel state UP group default qlen 1000
    link/ether 00:e0:xx:xx:xx:xx brd ff:ff:ff:ff:ff:ff
    altname enx00e*******
    inet 192.168.x.x/24 brd 192.168.x.255 scope global dynamic enp1s0
       valid_lft 640566sec preferred_lft 640566sec
inet6 2001:a:b:c:2e0:x:y:z/64 scope global dynamic mngtmpaddr proto kernel_ra
       valid_lft 6895sec preferred_lft 3295sec
    inet6 fe80::2e0:x:y:z/64 scope link proto kernel_ll
       valid_lft forever preferred_lft forever

Ein SSH nach draussen sendet die IPv6 meines Hosts, nicht die der Fritzbox, hier findet kein NAT statt.

In der Gegenrichtung erreiche ich den Host auch nur über die eigene (LAN-)IPv6, nicht die der Fritzbox. also auch hier kein NAT.

Als DynDNS habe ich einen CNAME in meiner eigenen Domain auf den MyFritz-Hostnamen gesetzt. Ich nutze also das DynDNS von AVM. Bei der Änderung der öffentlichen IPs ändert sich immer nur der IPv6-Prefix im LAN.


Deshalb habe ich Interesse an Deinem PPPoE Versuch. Ich muss bloß
sehen, wie sich das mit der DECT-Telefonie dann tut (wird eh kaum
genutzt, wäre verzichtbar).

DECT kannst du dann gleich vergessen...
An meiner Linuxbox, außer die Verbindung von PPPoE, habe ich deswegen Asterisk installiert und die Telefone mit VoIP-Telefone ersetzt.
Alles läuft super.
Aber DECT macht die Fritzbox, also macht die "Konvertierung VoIP -> DECT". Entweder schaffst du ein DECT-Gerät, das du an Asterisk verbindest, oder verzichtest du auf die DECT-Telefone und wechselst zu VoIP-Telefone, oder bleibst du bei der Fritzbox...
Andere Lösungen sehe ich nicht...

DECT hat nichts mit dem Rest zu tun. SIP geht über die externe IP bis zur Fritzbox. Da kommt auch kein NAT ins Spiel. Ein VoIP-Telefon im LAN funktioniert aber genausogut auch mit NAT, sowohl zur Fritzbox, als auch direkt zu einem externen Asterisk.

Gruß
Rico

Attachment: OpenPGP_signature.asc
Description: OpenPGP digital signature

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