Sorry, I should have given an example file..:-)) Thomas
#LyX 1.1 created this file. For more info see http://www.lyx.org/ \lyxformat 2.16 \textclass scrbook \begin_preamble \usepackage{endnotes} \let\footnotes=\endnotes \newcommand{\chapterstar}[1]{\chapter*{#1}\tocchap{#1}} \makeatletter \renewcommand\footnoterule{% \vspace{1em}% \kern-3\p@\hrule\@width.4\columnwidth% \kern2.6\p@} \makeatother \end_preamble \language german \inputencoding latin1 \fontscheme helvet \graphics default \paperfontsize 12 \spacing onehalf \papersize a4paper \paperpackage a4 \use_geometry 1 \use_amsmath 0 \paperorientation portrait \leftmargin 30mm \topmargin 3mm \rightmargin 30mm \headsep 10mm \footskip 10mm \secnumdepth 3 \tocdepth 2 \paragraph_separation skip \defskip medskip \quotes_language english \quotes_times 2 \papercolumns 1 \papersides 2 \paperpagestyle headings \layout LaTeX \backslash frontmatter \layout Subject \noindent Diplomarbeit \layout Titlehead Universit�t Bielefeld \newline Fakult�t f�r \newline Gesundheitswissenschaften \layout Title Thema: \layout Title \noindent Die Epidemiologie der Epilepsie \newline aus Public Health- Sicht - \newline Methodische Probleme \layout Publishers \noindent Thomas Sch�nhoff \newline Dipl.- Soziologe \layout Description \noindent Erstgutachter: Prof. M. Blettner \layout Description \noindent Zweitgutachter: Dr. H. Zeeb \layout Standard \begin_inset LatexCommand \tableofcontents{} \end_inset \layout LaTeX \backslash mainmatter \layout LaTeX \layout Addchap \noindent Einleitung \layout Standard \noindent Die Epilepsie ist eine universell auftretende und zugleich eine der �ltesten, dokumentierten Krankheiten der Menschheitsgeschichte, die sich symptomatisch durch wiederkehrend auftretende Anf�lle �u�ert. Die Spannweite klinischer Symptomatik reicht vom Verlust des Bewu�tseins, motorische Einschr�nkungen und befremdlichen Sinnesempfindungen seitens der Betroffenen bis hin zu kaum wahrnehmbaren Symptomen. \layout Standard \noindent Die sozio-kulturellen Erkl�rungsmuster f�r dieses Ph�nomen wechselten im Verlauf der Geschichte, von der Annahme �bernat�rlicher Kr�fte bis hin zu heutigen biomedizinischen Sicht als klinischer Manifestation. Dennoch verweist die WHO darauf, dass Epilepsie auch heute noch in einigen Gegenden dieser Welt oder auch sozialen Schichten als Objekt abergl�ubischer Spekulationen gilt. \begin_float footnote \layout Standard WHO- Fact-Sheet, Epilepsy: Aetiology, Epidemiology and Prognosis, Juni 1997 \end_float \layout Standard \noindent Das Risiko einer epileptischen Erkrankung gilt f�r alle Menschen unabh�ngig von Alter, Geschlecht oder Rasse, wenngleich das Krankheitsbild je nach Alterskohorte oder Region epidemiologisch unterschiedlich geh�uft auftritt. Es wird gesch�tzt, dass ca. 5% der Weltbev�lkerung in ihrem Leben mindestens einmal von einem epileptischen Anfall betroffen sind (Lebenszeitpr�valenz). Weltweit entwickeln nach Sch�tzung der WHO von diesen 5 Prozent aller Personen, die jemals einen epileptischen Anfall in ihrem Leben hatten, ca. 40 Millionen Menschen weltweit eine Epilepsie. Beispielsweise entwickeln ca. 5 % der Kinder, bei denen nach der Geburt Fieberkr�mpfe auftreten, eine Epilepsie, d.h. sie sind im weiteren Verlauf ihres Lebens weiteren, chronisch wiederkehrenden epileptischen Anf�llen ausgesetzt. \begin_float footnote \layout Standard WHO, a.a.O. \end_float \layout Standard \noindent Die Pr�valenz- und Inzidenz- Raten epileptischer Syndrome variieren in den epidemiologischen Studien, so wird vermutet, dass die tats�chliche Pr�valenz oder Inzidenz weitaus h�her ist, wie dies in einigen Studien verschiedener Regionen der Entwicklungsl�nder gezeigt worden ist. \begin_float footnote \layout Standard WHO, a.a.O. \end_float Allerdings lassen sich daf�r wenig greifbare Anhaltspunkte in dem Text der WHO finden. In der Regel handelt es sich bei diesen Betrachtungen der WHO um durchschnittli che Werte, deren methodisch- inhaltliche Basis unklar bleibt. Dies zeigt sich besonders an den Pr�valenzen und Inzidenzen epileptischer Syndrome, der epidemiologischen Dimension der Epilepsie. \layout Standard In dieser Arbeit werden Studien zur Inzidenz und Pr�valenz epileptischer Syndrome der letzten 20 Jahre n�her untersucht bez�glich ihrer methodischen und definitorischen Grundlagen. Der Anlass f�r eine solche Betrachtung liegt u.a. in den variierenden Ergebnissen dieser Studien, deren Vorraussetzungen hier reflektiert werden sollen. Eine Betrachtung, z.B. der Details regionenspezifischer Inzidenzraten zeigt, dass die Raten in den Entwicklungsl�ndern bei bis zu 119 je 100.000 liegen, w�hrend in den industrialisierten L�ndern die Inzidenzen im Mittel etwa um die H�lfte niedriger sind. \begin_float footnote \layout Standard Hauser, WA., Recent developements in the epidemiology of epilepsy, \noun on acta neurologica scandinavia, \noun default Supplement 162: 17-21, 1995 \end_float Dieser Differenz zwischen Industrie- und Entwicklungsl�ndern folgen bei tieferer Betrachtung weiterer Unterschiedlichkeiten, z.B. des h�heren Niveaus epileptischer Syndrome in der schwarzen im Vergleich zur wei�en amerikanischen Bev�lkerung der Stadt Rochester/Minnesota ((10.04 versus 6.7) oder der Tatsache, dass M�nner zweimal h�ufiger als Frauen von epileptischen Erkrankungen betroffen sind (6.8 versus 3.4). \begin_float footnote \layout Standard Jallon,P., Distribution g�ographique de l'epilepsie dans le monde, Rev. Neurologique (Paris), 1996 \end_float \layout Standard \noindent Thematisch an solche Differenzen ankn�pfend sind dabei zwei inhaltliche Ebenen zu unterscheiden. Die erste Ebene befasst sich mit Fragen der Erforschung von Ursachen epileptisc her Erkrankungen, z.B. bez�glich beeinflussender Faktoren auf ein Rezidiv-Risikos nach dem Auftreten eines ersten epileptischen Anfall oder den Zusammenh�ngen von Remissionsraten und verschiedenen Zeitpunkten des Einsetzens einer klinischen Behandlung von Epilepsien aus der Perspektive einer \begin_inset Quotes eld \end_inset natural history \begin_inset Quotes erd \end_inset . Diese Ebene kennzeichnet das Forschungsfeld z.B. analytisch ausgerichteter epidemiologischer Fallkontroll-Studien, auf die im weiteren der Arbeit nicht eingegangen wird, da f�r die Betachtung nur Inzidenz- und Pr�valenz-Studien herangezogen werden. \layout Standard \noindent Die zweite Ebene umfasst die Fragen nach der gesellschaftlichen Verbreitung und dem additiv neuem Auftreten eines Krankheitsbildes innerhalb eines definierten Zeitraums. In Pr�valenz- und Inzidenz-Studien, die auf gr��ere Populationen ausgerichtet sind, geht es um Fragen, die den Kern der o.g. Zahlen ber�hren, die von der WHO berichtet werden. Diese Dimension ist der zentrale Gegenstand dieser Arbeit. \layout Standard \noindent In dieser Arbeit werden die berichteten Schwankungen von Inzidenz- und Pr�valenz -Raten zum Ausgangspunkt genommen, die methodologischen Grundlagen epidemiologis cher Studien zur Epilepsie zu untersuchen. Dies ist in zweierlei Hinsicht von Interesse. \layout Standard \noindent Zum einen geht es darum die methodische Basis von Zahlenvergleichen der WHO, wie sie weiter oben skizziert wurden, zu reflektieren. Die Problematisierung dieses Themas soll Aufschluss dar�ber geben, auf welcher empirischen Basis Aussagen zur Inzidenz oder Pr�valenz von epileptische n Syndromen gemacht werden und welche Reichweite die Ergebnisse bisheriger epidemiologischer Studien haben. \layout Standard \noindent Zum anderen ist eine solche Betrachtung auch im Hinblick auf eine sich in Deutschland gerade institutionalisierende gesundheitswissenschaftliche Perspektive von besonderen Interesse. In diesem Zusammenhang ist davon auszugehen, dass Inzidenz- und Pr�valenz-Studi en, von mir methodisch in den Kanon gesundheitswissenschaftlicher Sichtweisen zugeordnet, auf die Erfassung und Abbildung von gesundheitlichen Lagen ganzer Bev�lkerungsgruppen oder Gesamtpopulationen zielen. Daher sind die methodischen Grundlagen der hier untersuchten epidemiologischer Studien, die bis auf eine Ausnahme im Ausland durchgef�hrt wurden, von Interesse. Speziell in bezug auf schwankende Pr�valenz- und Inzidenz-Raten stellen sich Fragen nach verwendeten epidemiologischen Definitionen, der epidemiologisc hen Konzeptualisierung von epileptischen Syndromen und den Strategien der Datenerhebung. Eine derartige Unternehmung scheint mir besonders f�r deutsche Verh�ltnisse von Interesse, da es bislang kaum epidemiologische Studien zur Epilepsie f�r Deutschland gibt, besonders aktuelle Arbeiten, mit Ausnahme der EPIDEG- Studie von 1995. Solche methodischen Reflektionen haben den Vorteil an die bisher (�berwiegend international) geleistete Arbeit in diesem Forschungsfeld anzukn�pfen und m�glicherweise in ihren Konsequenzen f�r zuk�nftige Studien in Deutschland nutzbar gemacht werden zu k�nnen. Die EPIDEG-Studie stellt m.E. den zeitlichen Beginn einer Reihe weiterer epidemiologischer Studien dar, die in den n�chsten Jahren die klinische Forschung zur Epilepsie erg�nzen. \layout Standard \noindent In den folgenden Kapiteln werden die verschiedenen Aspekte einer empirisch ausgerichteten Konzeptualisierung epileptischer Syndrome in ausgew�hlten epidemiologischen Feld-Studien detailiert untersucht. Dieses Unterfangen orientiert sich an den Ma�gaben von Reviews, wie sie f�r den epidemiologischen Bereich �blich sind. Sie liefern einen �berblick �ber ein Themengebiet und erm�glichen im n�chsten Schritt eine kritische Evaluation der methodischen Grundlagen der Epidemiologie der Epilepsien. \layout Standard \noindent Das Kapitel 1 skizziert die methodischen Grundlagen dieser Arbeit. Zun�chst werden die Auswahlkriterien Zeit, Sprache, Studientyp, Datenquellen und thematischem Schwerpunkt beschrieben. Den \begin_inset Quotes eld \end_inset theoretischen \begin_inset Quotes erd \end_inset Hintergrund dazu liefern die �berlegungen von Douglas L. Weed, der von einer mangelnden Transparenz epidemiologischer Reviews in der Krebsforschung ausgehend, einen Leitfaden zur transparenteren Gestaltung epidemiologischer Reviews entworfen hat. \begin_float footnote \layout Standard Weed, Douglas L., Methodologic Guidelines for Review Papers, Journal of the National Cancer Institute 1997, Vol. 89, No. 1, S.6-7 \end_float Der Leitfaden Weeds stellt die Grundlage meiner Arbeit dar. Desweiteren ist der von Weed aufgestellte Kriterienkatalog auch hilfreich f�r die weitergehende Bewertung der untersuchten Feld-Studien. \layout Standard \noindent In einem weiteren Schritt werden die grundlegenden epidemiologischen Fragestellu ngen aus den basalen epidemiologischen und klinischen Konzepten abgeleitet. Hier geht es besonders um Fragestellungen in bezug auf die beiden Studientypen, Pr�valenz- und Inzidenz-Studien und ihrer Konzeptualisierung in den Feld-Studie n.nach den f�nf Kriterien Fall-Identifikation, Anfall/Epilepsie, Fall-�berpr�fung und der Ziehung von Stichproben auf der Basis internationaler Klassifikationen der Internationalen Liga gegen Epilepsie (ILAE). \layout Standard \noindent Das Kapitel 2 fasst alle ausgew�hlten Feld-Studien in einer umfangreichen Tabelle zusammen. Hier finden sich alle Studien, die nach den zuvor o.g. Kriterien zusammengefasst wurden. Der Schwerpunkt der Darstellung liegt hier zun�chst auf einer allgemeinen Beschreibung der Resultate und folgt dabei der aus Gr�nden der �bersichtlichkei t und Inhaltlichkeit zu treffenden Unterscheidung nach Inzidenz- und Pr�valenz-S tudien. \layout Standard \noindent Im Kapitel 3 wird eine weitere, f�r die Schlu�folgerungen notwendige Unterscheid ung nach Aspekten des Berichtstils der Studien und den konzeptuell-definitorisch en Inhalten der Feld-Studien vorgenommen. Es geht dabei zun�chst darum, die Muster des Berichtstils der ausgew�hlten Studien unter die Lupe zu nehmen. Die Darstellung orientiert sich auch hier wieder an den bereits erw�hnten 5 Kriterien, getrennt nach Inzidenzen und Pr�valenzen. Der Schwerpunkt der Darstellung liegt hier auf einer beschreibenden Auswertung der umfassenden Tabelle aus Kapitel 2. \layout Standard \noindent Die Ebene der Literatur oder des Berichtstils wird im 4. Kapitel n�her beschrieben und analysiert. Das Ziel dieser Ausf�hrungen ist es den Berichtstil der ausgew�hlten Studien einer Bewertung zu unterziehen. Da m.W. kein Idealprofil als idealtypischer Referenzpunkt epidemiologischer Studien existiert, beschr�nkt sich die Bewertung der Studien auf eine vergleichende Perspektive. Die eigentliche Beurteilung erfolgt anhand der Differenzen zwischen den Studien und einer eigenen Einsch�tzung zur Rolle bestimmter Modi der Pr�sentati on in den ausgew�hlten Artikeln, die dem Leser die Entstehung von Ergebnissen und den Nachvollzug von Studien erleichtern sollen. \layout Standard \noindent In Kapitel 5 werden insbesondere die methodischen Aspekten der Feld-Studien untersucht. \layout Standard \noindent Zun�chst werden die Diskrepanzen hinsichtlich zweier Probleme untersucht, die bislang in der Review-Literatur kaum diskutiert werden. Es handelt sich hier um die Altersstandardisierung und die Selektion von Stichproben. Beide Verfahren spielen m.E. besonders im Hinblick auf die regionen�berschreitendeVergleichbarkeit von Ergebnissen aus verschiedenen Teilen der Welt eine zentrale Rolle. Dann werden die methodischen Vorentscheidungen retrospektiver und prospektiver Studiendesigns n�her analysiert, um die Vor- und Nachteile der jeweiligen Ans�tze bewerten zu k�nnen. Das Kapitel schlie�t mit zusammenfassenden �berlegungen zu den untersuchten Kriterien dieser Arbeit und versucht der Frage nachzugehen, welche quantitative n Konsequenzen die Ergebnisse dieser Arbeit auf die Inzidenzen und Pr�valenzen haben k�nnten bzw. die Frage zu kl�ren, ob eine solche Einsch�tzung beim gegenw�rtigen Stand dieser Arbeit �berhaupt m�glich ist. \layout Standard \noindent Das abschlie�ende Kapitel 6 beschreibt den Versuch, die bisherige Thematik in einen weiteren Zusammenhang zu stellen, wie er durch das Wissenschaftsprogra mm der Gesundheitswissenschaften andeutungsweise vorgezeichnet ist. Alle Beitr�ge zur Konstituierung der Gesundheitswissenschaften in Deutschland gehen zun�chst von einer zentralen Bedeutung der Epidemiologie als zentraler empirischer Instanz aus. Im besonderem Zusammenhang mit meinen Fragestellungen ist die Einbettung der Epidemiologie der Epilepsien in diesem Kontext zu sehen. Speziell in bezug auf die methodischen Grundlagen der Epidemiologie, l��t sich m.E. ablesen, welchen Weg die Epidemiologie der Epilepsie beschreiten k�nnte, um als Teil einer umfassenderen empirischen Gesundheitsforschung integrierbar zu werden. \layout Standard \noindent Zusammenfassend sollen folgende Fragen durch diese Arbeit beantwortet werden: \layout Standard \noindent Gibt es eine gemeinsame konzeptuelle Grundlage der Epidemiologie der Epilepsien, die sich in den angewandten Kriterien der epidemiologischen Konzeptualisierung von epileptischen Syndromen in den ausgew�hlten Feldstudien erkennen l��t? \layout Standard \noindent Welche tragende methodische Basis haben nationale und internationale Vergleiche von Inzidenzen und Pr�valenzen der Epilepsien? \layout Standard \noindent Welche Schlu�folgerungen lassen sich aus den Ergebnissen dieser Arbeit f�r die Epidemiologie der Epilepsien ziehen? \layout Standard \noindent Wie l��t sich das methodisch-inhaltliche Profil der Epidemiologie der Epilepsien aus der umfassenderen Perspektive des Wissenschaftsprogramm der Gesundheitswiss enschaften einordnen? \the_end
