Hallo zusammen,

nach einer anstrengenden aber auch spannenden Woche auf der CeBIT in
Hannover ist es wieder einmal Zeit für eine Nachlese. Die CeBIT war
erneut eine Messe der Superlativen. Auf kaum einer anderen Veranstaltung
war der Besucheransturm auf unserem OpenOffice.org-Stand so groß wie in
Hannover. Nirgendwo sonst haben wir ein so großes Messeteam (was
wirklich notwendig ist), laufen mehr Kilometer auf dem Messegelände,
packen mehr PrOOo-Boxen, beantworten mehr Fragen und haben spätestens
nach drei Tagen größere Augenringe.

Am Montag Nachmittag herrschte noch ziemliches Chaos auf unserem
Messestand, den wir uns mit 4 Unterausstellern teilten. Besonderes
Highlight am Aufbautag war das Eintreffen der Kaffeemaschine (dickes
Dankeschön an Volker und den Sponsor Azul Kaffee!) und die ersten
Test-Kaffees. Es stellte sich im Laufe der Woche heraus, dass nicht nur
der Kaffee hitverdächtig lecker war, sondern auch der Kakao und die
anderen Köstlichkeiten bei den Standbetreuern sehr hoch im Kurs standen.

Bereits der Messebeginn am Dienstag versprach eine Woche ohne
Langeweile. Unser Stand in der Halle 5 war durchgehend sehr gut besucht
und wir konnten froh sein, genug Standpersonal zu haben. Florian, André,
Thomas und Karsten waren die ganze Zeit über da, ich selbst musste einen
Tag früher am Samstag abreisen. Uwe blieb bis Freitag. Auch Wolfgang,
Simon, Andreas, Mechtilde, Michael, Michaela, Volker, Gerald, Vera und
Thorsten unterstützen das Team an einigen Tagen während der Messe.

Während die anderen Hallen meist nicht wirklich überfüllt aussahen, war
die Halle 5 offensichtlich für die Besucher sehr interessant. Dazu hat
unser Stand natürlich auch seinen Beitrag geleistet. :-) Gleich morgens
kam ein Team vom Linux-Magazin bei uns vorbei und wollte ein Interview
zu den Neuerungen der Version 2.4 haben. Da ich offensichtlich noch
nicht genug Kaffee zum wach werden getrunken habe, habe ich dabei doch
glatt vergessen, den PDF-A-Export zu erwähnen. Man sieht es mir
hoffentlich nach...

Am Mittwoch morgen konnte man erstmal dem Handwerker Florian zusehen,
wie er in stundenlanger Arbeit ohne passendes Werkzeug - aber bewaffnet
mit einer Bedienungsanleitung - die Kaffeemaschine in Gang brachte, so
dass wir dann wieder die leckeren Getränke zusammen mit Crossiants und
Laugenstangen genießen konnten.

Besonderes Interesse zeigten die Besucher an dem Mac, den wir als
Leihgabe von Apple erhalten haben. Uwe zeigte dort die Fortschritte der
nativen Mac-Version und brachte damit so manchen Besucher ins Staunen.

Die häufigsten Fragen bezogen sich auf die Version 2.4 – wann mit der
Veröffentlichung zu rechnen ist und welche Neuerungen dabei sind. Auch
die native Mac-Version und die Version 3 im Allgemeinen waren für die
Besucher von besonderem Interesse. Natürlich gab es auch die Klassiker
unter den Fragen. Angefangen von „Ist OOo kompatibel“ bis hin zu „Wer
bezahlt das eigentlich alles?“ war wiedermal alles dabei. Erstmalig
konnten wir die Frage „Haben Sie eine Tüte?“ dank einer Spende des Duden
Verlags mit einem klaren „Ja“ beantworten.

Mich hat es auch sehr gefreut, dass die gedruckten Exemplare des Writer-
und des Draw-Buchs bei den Besuchern sehr beliebt waren. Immerhin waren
mit Wolfgang und Gerald zwei der fleißigen Übersetzer / Ersteller dabei
und konnten hautnah erleben, dass ihre Arbeit beim Publikum so gut
ankommt. Viele fragten nach der Bezugsquelle für die Bücher. Beim
nächsten Mal sollten wir auf jeden Fall mehr als nur die
Ansichtsexemplare dabei haben.

Am Donnerstag hielt Thomas einen Vortrag über OpenOffice.org. Wie
meistens ist OpenOffice.org ein beliebtes Thema und somit konnten wir
uns nicht über mangelnde Zuhörerzahlen beklagen. Am späten Nachmittag
nahm ich an einer Podiumsdiskussion teil, die aus Anlass der
Veröffentlichung des Open-Source-Jahrbuchs stattfand, in dem in diesem
Jahr auch ein Artikel zu OpenOffice.org enthalten ist. Die
Podiumsdiskussion war mäßig gut besucht und hatte die fortschreitende
Kommerzialisierung von Open-Source-Projekten zum Thema.

Am Abend sind wir dann in großer Runde zum Abendessen in ein
griechisches Restaurant gegangen, das uns Volker bereits im letzten Jahr
empfohlen hatte und auch in diesem Jahr eine sehr gute Wahl war. Neben
den Standbetreuern unseres Stands waren auch einige unserer
Mitaussteller von SUN, SCAI, O3spaces und mobility office dabei. Wie
immer war es sehr lustig. Dieses Mal klang der Abend sogar mit
gemeinsamen Geträller aus (wie gut, dass man E-Mails nicht hören kann :-) ).

Auch am Freitag war wirklich viel los – jedoch gemessen an dem Samstag
war das wirklich nur die Ruhe vor dem Sturm. Uns war zwar dann schon
bewusst, dass unsere PrOOo-Box-Materialien so langsam knapper wurden und
begannen mit der Nachproduktion.

Doch der Samstag übertraf dann alles. Wie in einer Invasion wurden wir
fast von den Besuchern  überrannt. Bei all den Menschenmassen blieb kaum
Zeit für normale Gespräche und man kam sich eher wie ein Mitarbeiter in
der Warenausgabe vor als irgendwie beratend tätig zu sein. Und so kam es
wie es kommen musste, dass wir am Samstag schon fast „ausverkauft“
waren. Broschüren, Boxen und sogar unsere Tüten und Flyer gingen zuende
und wir hatten nur noch ein paar CDs zur Verfügung. Florian konnte am
Nachmittag noch DVDs organisieren, die freundlicherweise auf der Messe
für uns kostenlos gebrannt und bedruckt wurden.

Alle Standbetreuer schlugen sich in dem Ansturm wirklich tapfer.
Besonders hat mich am Samstag Michaelas Engagement beeindruckt. Die
Tochter von Mechtilde und Michael wirbelte überall herum und hat
offensichtlich das PrOOo-Box-“Verkaufs“talent von ihrem Vater geerbt.

Den letzten Tag und den Abbau konnte ich leider nicht mehr mitmachen.
Wie mir berichtet wurde, war der Sonntag im Vergleich zum Vortag eher
ruhig und nicht allzu stressig. Wenigstens war dieses Mal nicht mehr
viel mit nach Hause zu tragen – wir hatten eh nichts mehr.

Zum Schluss möchte ich noch ein riesengroßes Dankeschön an alle
Mithelfer loswerden! Ohne euch wären solche Messebeteiligungen niemals
möglich. Mir hat es richtig viel Spaß gemacht und ich werde mir die
CeBIT auch im nächsten Jahr ganz sicher nicht entgehen lassen.

Viele Grüße,

Jacqueline

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