On Fri, 2018-03-23 at 17:10 +0100, Volker A. Brandt wrote:
> Hi Christopher!
> 
> [...]
> 
> Das mußte ich ein paarmal (auf der Original-Seite) lesen.  Ich vermute,
> mit "Public Updates Notification" meinen sie diese Dialoge, die auf-
> gehen, wenn Oracle meint, daß man aktualisieren sollte.

Gemeint ist, so korreliere ich es, wann Oracle _angekünidgt_ hatte,
keine public updates mehr liefern zu wollen.

> > dh, Java 10 hat einen Public Support Cylce von 6 Monaten und der von
> > Java 9 war genauso lang. Hatte ich jetzt so nicht auf dem Schirm. Ihr
> > könnt da ruhig schimpfen, aber ich binde mir solche Support-Zyklen nur
> > dann ans Bein, wenn ich mir davon einen wirklich wesentlichen Vorteil
> > verspreche.
> 
> Da gibt es nix zu schimpfen.  Sie sagen, 9 und 10 seien Übergangs-
> versionen (war mir vorher so nicht bewußt).  Also kann man auch bis
> Dezember 2020 ("or later" :-) bei Version 8 bleiben und dann auf
> 18.9 LTS gehen.

Genau. Mir war auch bisher kein "professionelles" Java 9 Projekt
bekannnt und jetzt verstehe ich auch, warum die alle auf 8 bleiben.

> Für ein eher konservatives Umfeld wie Solaris und dessen Nutzer
> Fehleinschätzung.  Ich würde es eher "technologie-orientiert"
> nennen.  Halt nicht so ein Hipster-Linux-Scheiß, wo immer da neueste
> halbfertige Zeugs benutzt wird.

Ich meine konservativ diesmal (war mich nicht aufgefallen, daß meine
Wortwahl nicht zu meinem restlichen Geschimpfe paßte, ich gelobe
Besserung) nicht negativ. Du hast Recht, daß man in der Linux-Welt oft
in das andere Extremum ausschlägt (und dabei genau so irrt).

> > wundert es mich jetzt, daß man das für SPARC überhaupt rausgebracht
> > hat. Development und Integration-Testing für die JVM kann ich mir auf
> > Solaris und gerade SPARC eh schwer vorstellen.
> 
> Dafür haben die doch seit Jahren fertige Verfahren.  Was soll daran
> schwierig sein?

Das meine ich nicht. Ich frage, warum man es überhaupt tut. Die JVM
ist eine Process Virtual Machine und abstrahiert hinreichend genau von
der Rechnerarchitektur.

Bei Integrations-Test prüfe ich Programm-Funktionalität. Da kann es
mir doch egal sein, auf welcher OS-Plattform das Programm läuft. Unter
der Voraussetzung, daß ich nicht irgendwelche System-Programme aufrufe,
was man aber in Java allgemein nicht machen sollte.

> > Akzeptanz-Testen ist etwas anderes, aber da brauch ich doch kein
> > Akzeptanz-Testen für 6 Monate?
>
> Es geht wohl eher darum, das neue Release-Modell aufzubauen.

Das meinte ich nicht. Wenn ich bei einer Process-VM auf OS-Plattform
und Rechnerarchitektur teste, dann kann es sich mE nur um Performanz
oder Akzeptanz handeln. Und dann mache ich das doch nicht für 6
Monate. Was anderes fällt mir nicht ein, lasse mich aber gerne
belehren.

Release Modell verstehe ich nicht. Ich hoffe, daß es unwichtig ist und
widme mich meinem Żubr.

> > Bezüglich einer Notwendigkeit der auf Sparc unbestritten
> > hervoragenden I/O-Eigenschaften kann ich mir Java grundsätzlich
> > sowieso nur ganz schwer vorstellen - wenn extreme I/O-Performanz
> > ein wesentliches Kriterium ist, nähere ich mich Soft-Realtime und
> > dann ist Java IMHO sowieso ein Fehl-Griff.
> 
> Viele Kunden haben Unmengen an Java-Bestands-Code, der möglicher-
> weise auch noch mit DBs redet.  Auch Oracle hat DB-Zeugs in Java
> geschrieben.  Die SPARC-CPU- und die JVM-Leute haben angeblich
> koordiniert JVM-Primitiven in der CPU abgebildet.

Das sehe ich ein. Meine spätere Aussage war eher, warum diese
_Zwischen_-Releases überhaupt für das Solaris-Umfeld interessant sein
sollten. Ab Java 11 wird es vielleicht wieder interessant. Aber für
diese Interims-Versionen sehe ich den Case nicht.

Uns zu meiner früheren Aussage: Ich sehe wenig Weiter-Entwicklung auf
Solaris, auch bezüglich der Applikations-Software. Wäre froh, da
Unrecht zu haben, aber ich bin nunmal Pessimist. Deswegen mein
Gedanke: Dann reicht doch Java 8.

Abgesehen davon sehe ich den Case für SPARC da, wo ich I/O brauche,
was ich nicht für einen Java-Sweet-Spot halte. Java in Silicon? Werde
ich mal suchen, habe aber gerade massive Schwierigkeiten, mir den Case
vorzustellen. 

> > Ich hätte darüber nicht nachdenken sollen, ab jetzt verstehe ich das
> > gesamte Umfeld nicht mehr.
> 
> Tja :-)

Es wird nicht besser ...


Grüße!
-- 
Christopher

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