MORGENWELT NACHRICHTEN ------------------------------------------------------- MORGENWELT gibt es nur im Internet unter http://www.morgenwelt.de ------------------------------------------------------------------- MorgenWelt HEUTE vom 26.2.2001 ------------------------------------------------------------------- 1. Humor stimuliert unterschiedliche Hirn-Regionen 2. Auge um Auge, Horn um Horn 3. Himmelsdurchmusterung abgeschlossen 4. Lungenschlagader aus koerpereigenen Zellen Ab heute neue MorgenWelt-Artikel online! ------------------------------------------------------------------- ------------------------------------------------------------------- Humor stimuliert unterschiedliche Hirn-Regionen Mit Humor lassen sich gezielt einzelne Bereiche des Gehirns stimulieren. Dies ermittelten britische und kanadische Forscher beim Witze-Erzaehlen. Bei den beteiligten Testpersonen wurde gleichzeitig die Hirnaktivitaet gemessen. Dabei stellte sich heraus, dass das Hirn grundsaetzlich zwischen zwei Arten von Humor unterscheidet. Der semantische Humor, der sich um die inhaltliche Bedeutung der Worte dreht, aktiviert demnach das Zentrum zur Sprachverarbeitung. Phonetische Wortspiele verstehen wir dagegen im Bereich der Sprachbildung. Warum wir ueberhaupt etwas witzig finden, konnten die Forscher allerdings nicht klaeren. Sie glauben, der Humor habe seine primitiven Wurzeln in der Zeit der ersten Fruehmenschen. Versuche mit Schimpansen sollen ergeben haben, dass der Humor auf die Balgereien unter jungen Affen zurueckgeht. Quelle: NatureScience Update, 26.2.2001 Forschung : Vinod Goel, Raymond J. Dolan, Institute of Neurology, London, in "Nature Neuroscience" 4, 237-238 (2001) ----Anzeige-------------------------------------------------------- ------------------------------------------------------------------- Die GESCHENKIDEE fuer jeden Anlass: Original-Zeitung vom Tag der Geburt ----------------------------------- Sie erhalten aus unserem Zeitungsantiquariat eine echte, alte Zeitung genau vom Geburtstag des Beschenkten. Das persoenliche und originelle Geschenk fuer Freunde, Bekannte, Kollegen/innen, mit Geschenkmappe und einer persoenlichen Geschenkurkunde. papyrus Zeitungsantiquariat http://www.geschenkzeitung.de ------------------------------------------------------------------- ------------------------------------------------------------------- Auge um Auge, Horn um Horn Die Erfindung des Sex hat in der Natur fuer allerlei kuriose Auswuechse gesorgt. Auch im woertlichen Sinne, denn Pfauenschwaenze oder Elchgeweihe dienen hauptsaechlich zum Protzen und sind aus oekonomischer Sicht eine einzige Katastrophe. Aehnliches gilt auch fuer Mistkaefer, fand ein amerikanischer Biologe heraus. Aber immerhin spriessen bei den gehoernten Gesellen die Geweihe dort, wo sie am wenigsten stoeren. Der Wissenschaftler mass die Geweihgroessen bei drei Mistkaefer-Arten (Onthophagus). Dabei zeigte sich, dass besonders grosse und imposante Geweihe auf Kosten der umliegenden Organe wachsen. Entspringen sie an der Vorderseite des Kopfes, sind die Fuehler kleiner. Sitzen sie an der Hinterseite des Kaeferkopfes, lassen sie die Augen schrumpfen. Und wenn sie an der Brust entspringen, fallen die Fluegel kleiner aus. Doch warum wachsen die Geweihe ueberhaupt an unterschiedlichen Koerperstellen? Eine Erklaerung fand der Forscher, als er die Lebensweise verschiedener Kaeferarten in Betracht zog. Demnach koennen sich nachtaktive Arten keine kleinen Augen erlauben. Mistkaefer, die den Dung seltener Tiere bevorzugen, brauchen dagegen gute Fluegel, um ihr Ziel zu erreichen. Und Arten, die auf ihren Geruchssinn angewiesen sind, brauchen grosse Fuehler. Die Geweihe wachsen ihnen daher an den Koerperstellen, an denen sie mit diesen Beduerfnissen am wenigsten in Konflikt geraten. Quelle: inScight, 23.02.01 Forschung: Douglas J. Emlen, Division of Biological Sciences, University of Montana, Missoula, in Science, Vol. 291, No. 5508, 23.2.01, pp 1534 - 1536 ------------------------------------------------------------------- Himmelsdurchmusterung abgeschlossen Die bislang umfangreichste Durchmusterung des gesamten Himmels konnte jetzt erfolgreich abgeschlossen werden. UEber einen Zeitraum von dreieinhalb Jahren hatten amerikanische Astronomen den Himmel mit zwei automatischen Teleskopen nach Infrarot-Quellen abgesucht. Um sowohl den Nord-, als auch den Suedhimmel erfassen zu koennen, war das eine Instrument in Arizona und das andere in Chile stationiert. Insgesamt hat das Projekt 24.000 Gigabyte an Daten geliefert. Aus den Informationen konnte bereits ein Katalog von ueber 300 Millionen Sternen und Galaxien erstellt werden. Die Astronomen haben die Durchmusterung im Infrarot-Bereich durchgefuehrt, weil infrarote Strahlung leichter die Staubwolken in unserer Milchstrasse durchdringt. So werden auch bislang verborgene Objekte sichtbar. Ausserdem koennen kuehle Himmelskoerper, die vergleichsweise wenig normales Licht aussenden, aufgespuert werden. Die Forscher rechnen damit, dass die Auswertung der angehaeuften Daten mehrere Jahre dauern wird. Quelle: NASA News 23.2.01 Forschung: Two Micron All-Sky Survey (2MASS) ------------------------------------------------------------------- Lungenschlagader aus koerpereigenen Zellen Forschern in Jena ist es gelungen, Gefaesse der Lungenschlagader durch koerpereigenes Gewebe zu ersetzen. Die Versuche wurden an einem noch im Wachstum befindlichen Schaf durchgefuehrt. Dazu wurden Koerperzellen des Tieres in einem Brutapparat auf einem kuenstlichen Geruest angesiedelt. Diese Zellen wuchsen schliesslich zu einer funktionstuechtigen neue Gefaesswand heran. Waehrend sich Struktur und Stabilitaet des neuen Gefaesses entwickeln, loest sich die kuenstliche Matrix allmaehlich auf. Auf diese Weise entsteht ein passgenaues Implantat, das keinerlei Abstossungsreaktionen hervorruft, sagen die Forscher. Sie glauben, innerhalb der naechsten drei bis fuenf Jahre Implantate auch fuer Menschen herstellen zu koennen. Derzeit verwenden Aerzte weltweit Spezialkunststoffe als Ersatz- material fuer Blutgefaesse und Herzklappen. Derartige Implantate bergen Risiken, etwa eine erhoehte Infektionsgefahr, und ihre Langzeithaltbarkeit ist deutlich schlechter als die natuerlichen, menschlichen Gewebes. Quelle: Friedrich-Schiller-Universitaet Jena, 23.2.01 Forschung: Dr. Ulrich Stock, Klinik fuer Herz-, Thorax- und Gefaesschirurgie der Friedrich-Schiller-Universitaet Jena ------------------------------------------------------------------- Ab heute online in der MorgenWelt: WISSENSCHAFT Die Mutter der Faultiere Sie schlafen lange, stehen spaet auf und sind den ganzen Tag traege und faul - und sie sind vom Aussterben bedroht. http://www.morgenwelt.de/wissenschaft/010226-faultiere.htm KULTUR Werners Musicbox Fallschirme der Leidenschaft Coldplay: "Parachutes" - Everything´s not lost. Eine Band und ihre CD, die man besser heute als morgen hoeren sollte. http://www.morgenwelt.de/kultur/010226-coldplay-werner.htm Weitere Tages-Meldungen der MorgenWelt-Redaktion finden Sie online unter http://www.morgenwelt.de/nachrichten Die MorgenWelt gibt es auch in einer englischen Ausgabe: http://www.futureframe.de ------------------------------------------------------------------- ------------------------------------------------------------------- MORGENWELT, alle Rechte - auch der auszugsweisen Verwertung - vorbehalten. ------------------------------------------------------------------- Redaktion: Stefan Jacobasch, Carsten Meinke Astronomie und Raumfahrt: Rainer Kayser ------------------------------------------------------------------- Homepage: http://www.morgenwelt.de Wissenschaft: http://www.morgenwelt.de/wissenschaft Kultur: http://www.morgenwelt.de/kultur Presseschau: http://www.morgenwelt.de/presseschau Archiv: http://www.morgenwelt.de/archiv ------------------------------------------------------------------- MorgenWelt wird herausgegeben von: Volker Lange MorgenWelt e.V. 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