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MorgenWelt HEUTE vom 19.3.2001
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1. Leukaemie durch Infektionen?
2. Roboter in der Demontagefabrik
3. Koenigskrabben droht UEberfischung
4. Haar Buddhas gefunden?

Ab heute neue MorgenWelt-Artikel online!
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Leukaemie durch Infektionen?
 
Die Ursachen der Leukaemie sind noch nicht eindeutig geklaert. 
Meistens werden Chemikalien oder Strahlung als Ursachen der 
Krankheit angenommen. Doch auch Infektionen werden als moegliche 
Ausloeser diskutiert. Britische Mediziner fanden jetzt weitere 
Hinweise, die diese Annahme zu untermauern scheinen.

Die Forscher werteten die Daten von fast 19.000 Kindern aus, die auf 
den Orkney- und Shetland-Inseln gelebt hatten. Diese Inseln im 
aeussersten Norden Grossbritannien beherbergten waehrend des zweiten 
Weltkriegs neben der normalen Bevoelkerung auch zahlreiche englische 
Soldaten, irische Bauarbeiter und italienische Kriegsgefangene. 
Kinder, die waehrend des zweiten Weltkriegs auf den Inseln lebten 
oder geboren wurden, hatten ein mehr als dreifach erhoehtes Risiko, 
an Leukaemie zu erkranken. Bei Kindern, die nach Abzug der Soldaten 
und Arbeiter geboren wurden, war die Leukaemierate jedoch wieder 
normal.

Diese voruebergehende Haeufung entspricht nach Ansicht der Forscher 
exakt dem Muster, das man bei einem infektioesen Leukaemie-Ausloeser 
erwarten wuerde. Die Kriegsgaeste haetten demnach Krankheitserreger 
mit auf die Inseln gebracht, gegen die die Inselbewohner noch keine 
Immunitaet besassen. Daher sei es in diesem Zeitraum zu vermehrten 
Infektionen gekommen. Und damit auch zu vermehrten Leukaemie-
Erkrankungen.

Quelle: The Lancet, 16.3.01
Forschung: Leo J. Kinlen, A. Balkwill, Cancer Research Campaign 
Epidemiology Unit, Department of Public Health, University of Oxford, 
in The Lancet, Vol. 357, No. 9259, 17.3.01, p 858

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Roboter in der Demontagefabrik
 
Um wertvolle Komponenten aus alten Maschinen zu recyceln, haben 
Berliner Wissenschaftler eine Demontagefabrik entworfen. In ihr 
sollen Roboter mit Spezialwerkzeugen selbststaendig alte Haushalts-
geraete und Motoren zerlegen. In einer Pilotanlage nehmen die 
Roboter bereits Waschmaschinen auseinander. Fahrzeugmotoren und 
andere Konsumgueter sollen bald folgen.

Die Wissenschaftler wollen die herkoemmliche Demontage ersetzen, 
die ueberwiegend manuell durchgefuehrt wird. Diese Arbeit kann 
allerdings nur von sehr flexiblen Robotern uebernommen werden. 
Zu den Berliner Entwicklungen gehoert ein Entschraub-Werkzeug, 
das sich selbst an Schraubverbindungen aller Art anpasst. Kreuz- 
und Schlitzschraubkoepfe, runde, sechseckige, verrostete, versenkte 
und beschaedigte Schrauben bereiten dem Werkzeug keine Probleme. 
Ebenfalls neu ist der so genannte Spann-Igel-Greifer. Er kann das 
Bauteil ergreifen und halten, auch wenn es bereits vollkommen 
verbeult oder beschaedigt ist. 

An der Entwicklung der Demontagefabrik ist unter anderem die Firma 
Bosch-Siemens Hausgeraete GmbH beteiligt. Interessiert sind nach 
Aussage der Entwickler auch Unternehmen, die gern hochwertige 
Komponenten aus Fahrzeugmotoren zurueckgewinnen moechten.

Quelle: Technische Universitaet Berlin, 16.3.01
Forschung: Bahadir Basdere, Institut fuer Werkzeugmaschinen und 
Fabrikbetrieb der Technischen Universitaet Berlin 
http://www.tu-berlin.de/sfbs/demontage/
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Koenigskrabben droht UEberfischung

Vor einer UEberfischung der Krabbenbestaende im Beringmeer warnen 
russische Biologen. Ihren Angaben zufolge wird den Populationen 
derzeit nicht genuegend Zeit gelassen, sich zu regenerieren. 
Dies schliessen die Biologen aus der Zahl verwundeter Koenigskrabben, 
die sie bei Probefaengen gezaehlt haben.

Koenigskrabben gehoeren zur Gruppe der Zehnfusskrebse. Sie sind in 
der Lage, bei Angriffen von Fressfeiden einzelne Gliedmassen 
abzustossen. Selbst wenn die Tiere vier Fuesse verlieren, bedeutet 
das nicht ihren Tod. Mit der Zeit wachsen den Krabben die fehlenden 
Glieder nach. Allerdings sind maennliche Tiere in dieser Phase nicht 
zur Paarung faehig, sagen die Forscher. Sie haben bei den 
Probefaengen im Beringmeer 34 Prozent beschaedigte Tiere gezaehlt.

Nur bei rund zwanzig Prozent der Koenigskrabben konnten die Meeres-
forscher vollstaendig nachgewachsene Glieder feststellen. In einem 
weniger stark befischten Gebiet im Ochotskischen Meer konnten sie 
dagegen doppelt so viele Krabben zaehlen, bei denen verlorene 
Gliedmassen nachgewachsen waren. Diese Chance zur Gesundung muesse 
auch den Koenigskrabben im Beringmeer eingeraeumt werden, fordern 
die Forscher.

Quelle: Informnauka, 19.3.01
Forschung: Kamchatka Reaearch Institute for Fisheries and Oceanography, 
Petropavlovsk-Kamchatsky, Institute of Marine Biology, Far-East Branch 
of Russian Academy of Sciences, Vladivostok 
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Haar Buddhas gefunden?
 
Ein Goldkistchen mit dem Haar Buddhas wollen chinesische Archaeologen 
jetzt gefunden haben. Waehrend der Ausgrabungen in den Ueberresten 
der beruehmten Leifeng-Pagode waren sie auf das goldene Behaeltnis 
gestossen. Die zerfallene Pagode befindet sich in der ostchinesischen 
Stadt Hangzhou. 

Der Bau wurde im Jahr 976 nach Christus errichtet. Im Laufe der Zeit 
setzten Kunstdiebe und Reliquienjaeger ihm jedoch immer mehr zu, 
so dass er im Jahr 1924 einstuerzte. In einem Kellergewoelbe der Ruine 
waren die Archaeologen jetzt auf die 35 Zentimeter hohe, versilberte 
Nachbildung einer Pagode gestossen. Von aussen erkennbar befindet 
sich in der Silberpagode ein goldenes Kistchen. Die Forscher vermuten 
darin Haarreste des Buddha. 

Ein aehnlicher Fund war bereits vor dreissig Jahren im Norden Chinas 
gemacht worden. Und auch in Tempeln in Burma, Kambodscha und Thailand 
werden vermutlich Haare des Buddha aufbewahrt. Ein Experte meinte, 
das Kistchen solle verschlossen bleiben, um den Inhalt zu schuetzen. 
 
Quelle: BBC, 16.03.01
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Ab heute online in der MorgenWelt:

WISSENSCHAFT
Im Zoo der Planeten (Teil 2) 
Gibt es dort draussen Planeten, auf denen Leben moeglich ist? 
Die bislang gefundenen "Exoplaneten" sind eher lebensfeindlich...
http:/www.morgenwelt.de/wissenschaft/010319-exoplaneten2.htm

KULTUR
Verfuehrung zur Heiterkeit 
Drei Chefs deutscher Literaturhaeuser praesentieren "ihre" Lieblings-
Gedichte. Diese Woche: Reinhard Wittmann vom Literaturhaus in Muenchen 
empfiehlt Ernst Jandl.
http://www.morgenwelt.de/kultur/010319-jandl-wittmann.htm

Weitere Tages-Meldungen der MorgenWelt-Redaktion finden Sie 
online unter
http://www.morgenwelt.de/nachrichten

Die MorgenWelt gibt es auch in einer englischen Ausgabe:
http://www.futureframe.de

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Redaktion: Stefan Jacobasch, Carsten Meinke
Astronomie und Raumfahrt: Rainer Kayser
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