MORGENWELT NACHRICHTEN ------------------------------------------------------- MORGENWELT gibt es nur im Internet unter http://www.morgenwelt.de ------------------------------------------------------------------- MorgenWelt HEUTE vom 12.6.2001 ------------------------------------------------------------------- 1. Mit Handysignalen gegen Tarnkappenbomber 2. Sturm in Titans Hochatmosphaere 3. Streicheln macht Pflanzen stark 4. Kaum Erfolg mit Zahnweiss ------------------------------------------------------------------- ------------------------------------------------------------------- Mit Handysignalen gegen Tarnkappenbomber Tarnkappenbomber koennen mit Hilfe von Mobilfunk-Masten aufgespuert werden. Eine entsprechende Technik habe die britische Firma Roke Manor Research entwickelt, berichtete der britische "Daily Telegraph" in seiner gestrigen Ausgabe. Betroffen sind demnach Tarnkappenbomber wie die US-Klampfflugzeuge F117, B1 oder B2. Diese Flugzeuge sind mit einer speziellen Farbe beschichtet, die sie fuer normale Radaranlagen unsichtbar macht. Bei dem Unternehmen Roke Manor Research, einer Tochter der Siemens AG, stellte man jetzt fest, dass die Flugzeuge sich mit einer einfachen Technologie aufspueren lassen. "Wir benutzen dazu ganz normale Telefongespraeche", so Projektleiter Peter Lloyd, "die per Funk uebertragen werden". Mobilfunkgespraeche werden normalerweise ueber diverse Basisstationen weitergegeben. Auf ein ganzes Land bezogen bedeutet das ein Netzwerk aus Funksignalen, durch das ein Tarnkappenflugzeug hindurchfliegen muss. Das veraendert jedoch das Wellenmuster der Funksignale. Mit speziellen Antennen und einem einfachen Laptop lasse sich aus dem veraenderten Strahlungsmuster die genaue Position des Flugzeugs auf zehn Meter genau herausrechnen, berichten die Entwickler. Die Ausruestung, die ein komplettes Schlachtfeld ueberwachen koenne, passe in einen einfachen Landrover. Ausserdem sei es fast unmoeglich, die Technologie lahmzulegen: Waehrend Radaranlagen leicht durch einen Angriff ausgeschaltet werden koennten, sei die Zerstoerung eines gesamten Mobilfunknetzes nahezu unmoeglich. Genauere Angaben zu dem System wollte Projektleiter Peter Lloyd nicht machen, da es sich um geheime Fragen der Verteidigung handle. Die US-Streikraefte seien jedoch "sehr interessiert" an seiner Entwicklung. Allerdings, so Lloyd vergnuegt, sei es doch "bemerkenswert, dass wir mit einer Technik fuer 400.000 Mark ein Stealth-System im Wert von 240 Milliarden Mark schlagen koennen". ----Anzeige-------------------------------------------------------- ------------------------------------------------------------------- Die GESCHENKIDEE fuer jeden Anlass: Original-Zeitung vom Tag der Geburt ----------------------------------- Sie erhalten aus unserem Zeitungsantiquariat eine echte, alte Zeitung genau vom Geburtstag des Beschenkten. 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Titan ist der groesste Mond des Saturn und zugleich der zweitgroesste Mond des ganzen Sonnensystems. Seine Oberflaeche ist staendig hinter einem orangefarbenen Dunstschleier verborgen. Die Forscher vermuten dort Meere aus Methan und Ethan - und Bedingungen, die moeglicherweise jenen aehneln, die auf der Erde vor der Entstehung des Lebens herrschten. Kostiuk und seine Kollegen konnten Geschwindigkeit und Richtung des Windes in Titans Atmosphaere nun mit Hilfe eines Infrarot-Teleskops auf Hawai messen. Durch die hohe Geschwindigkeit der Gase verschiebt sich die Wellenlaenge der von ihnen ausgesendeten Waermestrahlung. Die Batterie der Huygens-Sonde reicht lediglich fuer etwa zweieinhalb Stunden. Fuer die Forscher ist es deshalb wichtig, den Kontakt zwischen dem Lander und dem Saturn-Orbiter Cassini zu optimieren. Dafuer ist, so die Wissenschaftler, die Kenntnis der Winde in der Titanatmosphaere ueberaus wertvoll. Michael Bird von der Universitaet Bonn, einer der an der Huygens-Sonde beteiligten Forscher, warnt allerdings, dass die Messungen in der Hochatmosphaere "uns nichts darueber sagen, wie es weiter unten aussieht, also dort, wo sich Huygens die meiste Zeit aufhaelt. Wir muessen also mit UEberraschungen rechnen!" ------------------------------------------------------------------- Streicheln macht Pflanzen stark Die "gruene Gentechnik" soll Pflanzen besser wachsen lassen und sie resistent gegen Schaedlinge machen. Doch es geht auch einfacher, meinen jetzt englische Wissenschaftler. Sie machen verwoehnte Treibhaus-Schoesslinge durch mechanisches Streicheln fit fuer das Freiland. Treibhaus-Pflanzen wachsen in einer geschuetzten Umgebung auf, in der sie keine kuehlen Temperaturen aushalten muessen, stets genuegend Naehrstoffe vorfinden und weder Tieren noch dem Wind ausgesetzt sind. Daher tendieren sie zu einem hohen und fragilen Wuchs. Um dieser Verweichlichung entgegen zu wirken, entwickelten die Forscher um Tony Dodson von der Greenwich University und David Carey vom Hadlow College eine Maschine, die in regelmaessigen Abstaenden ueber die Setzlinge streicht. Das Geraet tauften sie auf den sinnigen Namen "Mr. Green". Als Reaktion auf die permanente mechanische Reizung entwickelten die behandelten Pflanzen tatsaechlich eine robustere Wuchsform. "Untersuchungen zeigen, dass Pflanzen auf haeufigere physikalische Stoerung durch Tiere oder Wind generell mit kuerzerem, staemmigerem Wachstum antworten", erlaeutert Carey. "Je staerker der Wind oder die physikalischen Stoerungen, um so dicker und stabiler wird der Stengel der jungen Pflanze." Solche robusten Pflanzen seien vor allem fuer Gemuesebauern von unschaetzbarem Wert, so einer der Forscher. Die stabileren Setzlinge liessen sich naemlich besser mit Maschinen ins Freiland umsetzen. Ausserdem benoetigten sie weniger Chemikalien zur Regulation ihres Wachstums. ------------------------------------------------------------------- Kaum Erfolg mit Zahnweiss Zahnpasta, die zu besonders weissen Zaehnen fuehren soll, loest in der Regel ihr Versprechen nicht ein. Dies belegen medizinische Untersuchungen im Auftrag des britischen Verbrauchermagazins "Health Which?". Zahnmediziner hatten die Wirkung aller auf dem Markt erhaeltlichen Produkte getestet. Demnach waren die drei schlechtesten Pasten vollkommen wirkungslos. Acht Produkte erzielten einen Erfolgsfaktor von zehn Prozent. Die besten vier Zahnpasten wurden gerade einmal als 50 Prozent erfolgreich eingestuft. "Wer es mit der Weissheit seiner Zaehne ernst meint, sollte seinen Zahnarzt fragen", empfiehlt Emma Copeland, die im Auftrag von "Health Which?" forschte. "Andernfalls kann man auch gleich das Geld in den Abfluss spuelen." Nach Aussage der Tester sind auch gute Praeparate bestenfalls in der Lage, einzelne Flecken auf den Zaehnen zu entfernen. Dabei kommen neben Scheuermitteln bei manchen Produkten auch Bleiche wie etwa Wasserstoffsuperoxyd zum Einsatz. Diese koennen den Zaehnen aber eher schaden als nutzen. Die Tester raten, nur reinigende, nicht aber bleichende Mittel zu verwenden. Die Farbe der Zaehne werde sowieso durch eine ganze Reihe von Faktoren beeinflusst, sagen die Forscher. Neben dem Putzen spielen beispielsweise die Ernaehrung, die Einnahme von Medikamenten sowie die allgemeine gesundheitliche Verfassung eine Rolle. ------------------------------------------------------------------- Weitere Tages-Meldungen der MorgenWelt-Redaktion finden Sie online unter http://www.scienceticker.de Die MorgenWelt gibt es auch in einer englischen Ausgabe: http://www.futureframe.de ------------------------------------------------------------------- ------------------------------------------------------------------- MORGENWELT, alle Rechte - auch der auszugsweisen Verwertung - vorbehalten. ------------------------------------------------------------------- Redaktion: Stefan Jacobasch, Carsten Meinke Astronomie und Raumfahrt: Rainer Kayser ------------------------------------------------------------------- Homepage: http://www.morgenwelt.de Wissenschaft: http://www.morgenwelt.de/wissenschaft Kultur: http://www.morgenwelt.de/kultur Presseschau: http://www.morgenwelt.de/presseschau Archiv: http://www.morgenwelt.de/archiv ------------------------------------------------------------------- MorgenWelt wird herausgegeben von: Volker Lange MorgenWelt Media GmbH Alstertwiete 3 20099 Hamburg Tel. 040-386 13 582 Fax. 040-386 13 583 eMail: [EMAIL PROTECTED] ------------------------------------------------------------------- ------------------------------------------------------------------- Wenn Sie den Newsletter abbestellen moechten, dann schicken Sie einfach eine leere eMail unter Ihrer Empfaengeradresse an [EMAIL PROTECTED] Moechten Sie Ihr Abo auf eine neue eMail-Adresse ummelden oder haben Sie Fragen und Probleme, wenden Sie sich bitte an [EMAIL PROTECTED] ---------------------------------------------------------------------- Kein Mensch schreibt Ihnen? 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