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From: Alexander Schikowski 
To: g1
Sent: Thursday, May 13, 2010 11:20 AM
Subject: No need for romani monument in Hungary 


please forward to international press

deutsch:

http://pusztaranger.wordpress.com/2010/05/11/kein-denkmal-in-tatarszentgyorgy-fur-den-ermordeten-roma-und-seinen-sohn/

magyar:


http://www.origo.hu/itthon/20100511-nem-allithatnak-szobrot-a-tatarszentgyorgyon-megolt-apanak-es-fianak.html


Kein Denkmal in Tatárszentgyörgy für den ermordeten Roma und seinen Sohn

Der Gemeinderat des Ortes hat ein Denkmalprojekt für die Opfer abgelehnt. Auf 
öffentlichen Plätzen will man kein Denkmal, höchstens am Tatort am Dorfrand, 
bei Csorbas im Hof, quasi als Privatdenkmal der Familie, wo es die Touristen 
garantiert nicht sehen, und auch sonst niemand.

Vermutlich ist Tourismus für die Gemeinde eine lebenswichtige Einnahmequelle, 
da will man nicht noch mehr Negativpresse; vielleicht gefällt dem Gemeinderat 
auch einfach dieses Kunstwerk nicht -  aber was die Bürgermeisterin als 
Begründung für die Ablehnung angegeben hat, ist  bedenklich – und für den 
Umgang der ungarischen Gesellschaft mit den Romamorden leider ziemlich typisch.

Kein Denkmal in Tatárszentgyörgy für den ermordeten Roma und seinen Sohn

Für die zwei Opfer der Mordserie gegen Roma in Tatárszentgyörgy, den  
27jährigen Róbert Csorba  und seinen fünfjährigen Sohn, hätte im Dorf ein 
Denkmal aufgestellt werden sollen, doch der Gemeinderat wies die Initiative 
zurück, weil die Skulptur die Bewohner und Besucher des Dorfes an die Tragödie 
erinnert hätte.

Der deutsche Künstler Alex Schikowski, der in einer Budapester Schule als 
Deutsch- und Kunstlehrer arbeitet, hat für einen der zentralen Plätze des Ortes 
eine 3,4 Meter breite und 5 Meter hohe Holzskulptur mit dem Titel „Róbert und 
Robika“ hergestellt. Doch der Gemeinderat des Ortes entschied auf seiner 
Sitzung am 23. März, daß er der Aufstellung des Kunstwerks nicht zustimmt. 
Berente Imréné, die Bürgermeisterin von Tatárszentgyörgy, begründet die 
Ablehnung so:
Das Kunstwerk würde die Bewohner und Besucher des Dorfes immer an die Tragödie 
erinnern, wo sie doch alle diese vergessen möchten.

Da die Skulptur doch zum Andenken an die Opfer entstand, sei laut 
Bürgermeisterin der geeignetste Ort für ihre Aufstellung der Ort der Tragödie, 
der Hof des abgebrannten Hauses in der Fenyves sor utca, und sie riet dem 
Künstler, diesbezüglich Kontakt mit der Familie der Opfer aufzunehmen.

Das Haus der Familie Csorba wurde am 23.2.2009 in Brand gesteckt, der fliehende 
Familienvater und sein fünfjähriger Sohn erschossen.
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