Liebe Kolleginnen und Kollegen Ich bin als Journalist Einzelk�mpfer und f�hre meine "Bude" nach knallharten unternehmerischen Grunds�tzen, auch wenn journalistische Leistungen (�hnlich dem Softwarebereich) nicht so einfach kalkulierbar sind. Kunden wollen wissen, was was kostet. Aufgrund meiner Erfahrungen im Industriebereich (Bau verfahrenstechnischer Anlagen) habe ich mir deren Preiskalulationsmethoden, wie Vor- und Nachkalkulation, Ermittlung von VK1 und VK2 etc., zunutze gemacht. Am Anfang meiner Selbst�ndigkeit habe ich einigen Hirnschmalz dazu verwendet, meine verschiedenen Leistungen arbeitm�ssig zu analysieren (weniger die Materialpreise, aber daf�r der zeitm�ssige Aufwand f�r Einzelleistungen, aus denen ein Auftrag besteht). In der Tat weiss ich heute sehr genau, f�r welchen Preis ich was anbieten kann. Mit der Zeit ist eine ansehnliche Preisliste (st�ndig erweitert) entstanden, mit der ich in der Lage bin, eine Vorkalkulation durchzuf�hren und zu offerieren. Meine Kunden sehen dann genau, was sie an Leistungen erhalten. Diese Transparenz hat beim Kunden eine psychologische Wirkung: Wenn er den Preis dr�cken will, dann sieht er bald einmal, auf welche Leistungen er verzichten muss. Auch f�r mich hat diese Transparenz eine grosse Bedeutung, denn will ich mit Dumping-Preisen operieren, dann betr�ge ich mich selbst. Auch ich muss manchmal Leistungen hinzukaufen (da erwarte ich die gleichen Grunds�tze) und weiss nicht, ob die Preise richtig liegen. Dem kann ich aber weitestgehend entgehen, indem ich mindestens drei Angebote einhole. Da kl�ren sich schon die Preisfronten: Es gibt Tiefst- und H�chstanbieter und solche, die dazwischenliegen. In keinem Falle kann ich nur einen Preisvergleich anstellen, denn dazu geh�rt ebenso der Leistungsvergleich. Notfalls hole ich mir mehr Angebote. Was ich gesagt habe, t�nt ein bisschen einfach. Jeder Beitrag, um mein M�tier zu nehmen, hat bei mir nie einen Pauschalpreis, sondern setzt sich zusammen aus einem Grundpreis und soundsoviel Einzelpreisen. Und dies weiss der Kunde, und ist auch bereit, u. U. einen Mehrpreis zu zahlen, wenn ich statt einmal zweimal auf eine Reise muss. Ein Restrisiko bleibt immer, wenn ich einen Aufwand untersch�tze. Aber dieses Restrisiko wird kleiner, wenn ich ehrlich genug bin, auch eine Nachkalkulation durchf�hre. Mit lieben Gr�ssen ----------------------------------------------------------------------- TechEdition, Uwe L. Pawlowski, Chefredaktor Stockenerstrasse 3 CH-9220 Bischofszell / Schweiz Telefon +41 (0)71 420 03 61 Fax +41 (0)71 420 03 62 Elektronische Publikation "VirtualReview" f�r Wissenschaft, Technik, Management http://www.virtualreview.ch
