Pia Bohlen schrieb:
>Wie handhabt Ihr die Problematik mit
>den verschaerften Gesetzen zum Thema
>"Scheinselbstaendigkeit"?
>Wuerde mich echt interessieren, denn in
>meiner Umgebung macht sich unter den
>Freien gerade leichte Panik breit!
>Viele werden nach Jahren des Freelancertums
>von Ihren Firmen jetzt doch angestellt.
>Es nuetzt seit Anfang 99 auch gar nichts mehr, wenn
>Du ein eigenes Buero hast und eigene Werbung
>betreibst: Wenn Du keine eigenen Angestellten
>hast, und 80% Deines Umsatzes nur fuer einen
>Kunden arbeitest, bist Du dran...
Nun es ist auch bei uns so, dass vor allem im Sozialversicherungsbereich
vermehrt auf die sog. Scheinselbst�ndigen geachtet wird, obwohl es bei uns
noch nicht so versch�rfte Gesetze zu diesem Thema gibt. Ich kann dazu
folgendes festhalten:
1. 80% des Umsatzes nur mit uns, w�hre tats�chlich viel und hier stellt sich
mit recht die Frage ob es sich um "Scheinselbst�ndigkeit" handelt. Wir sind
nicht unbedingt daran interessiert, dass jemand so stark abh�ngig ist von
uns, so 50%- max 60% sind ok. Trotzdem finde ich diese Regelung nat�rlich
"bullshit", denn wenn der Freelance so happy ist, ist das seine Sache und
nicht die des Staates.
2. Diese Geschichte mit den Arbeigeberbeitr�gen ist ja eh ein Witz. Ob ich
jetzt einen Teil nicht dir sondern dem Sozialamt zahle, oder dir den ganzen
Betrag gebe, den Du dann dem Sozialamt abgibst ist wohl egal.
3. Obwohl ich auch politisch bei den Sozialdemokraten aktiv bin, stelle ich
fest, dass die meisten Sozis und Gewerkschaften nicht bemerkt haben, dass
wir nicht mehr im tiefsten Industriezeitalter stecken. Mr. Ford ist lange
tot und es w�re an der Zeit nun auch f�r die Linke das Feindbild
"Unternehmen" zu Grabe zu tragen.
4. Was kann man dagegen tun. Nun in der Schweiz gr�ndest Du als Freelancer
am besten eine Kommanditgesellschaft, dann erlangst Du juristische
Pers�nlichkeit und die Frage nach der Scheinselbst�ndigkeit ist vom Tisch.
Ob das in D auch geht, weiss ich halt nicht.
Es Gr�sst
Andreas Von Gunten