Hallo Liste, ich selber war 8 Jahre lang freiberuflich t�tig. Als EDV-Spezialist lenkte ich die Computergeschicke kleinerer Firmen. Haupts�chlich waren dies Ingenieur- und Architekturb�ros. Bei mir gab es damals nichts zu �berlegen. Entweder Arbeitsamt oder Freiberuflich. Ich hatte einfach das Gl�ck einer Zufallsbekanntschaft mit einem Architekten der vom Zeichenbrett auf einen CAD-Arbeitsplatz wechseln wollte. Wir besorgten die Hardware und ich f�hrte Ihn in die Geheimnisse des Computerzeichnens ein. Nach 6 Wochen brachten wir das Zeichenbrett in den Keller. Seitdem wurde ich herumgereicht und f�hrte ein angenehmes Leben. Versicherungstechnisch legte ich alles in die H�nde meiner Bank. Vom ersten Tag an sorgte ich f�r einen pers�nlichen Kontakt beim Finanzamt. Es gab nie irgendwelche Probleme. Jetzt bin ich mit den entsprechenden Sachbearbeitern schon fast befreundet. Nachahmung empfehlenswert denn dort sitzen mitunter auch nette Menschen. Wichtig f�r jeden Neueinsteiger ist einfach nur das �bliche: Absolute Zuverl�ssigkeit und Ehrlichkeit. Nie etwas versprechen das man evtl. nicht halten kann. Nie andere Firmen oder Techniker "schlecht" reden. Diskretion h�her stufen als alles andere. Zugeben wenn man mit einer Sache �berfordert ist. Der Auftraggeber finanziert dann u.U. eine Weiterbildung, weil er keinen anderen mehr an seinen Computer lassen m�chte. Wirklich, dann geht es wie von selbst. Wenn die Auftragslage mal nicht so gut ist kann man sich als freier Dozent bei vielen Institutionen bewerben. Auch Firmen-Inhouse-Schulungen lassen sich locker aquirieren. Heute bin ich festangestellt. Man konnte mich verpflichten mit einem guten Gehalt und freien Arbeitszeiten. Voraussetzungen: Meine Projekte m�ssen laufen. Also, wer genug Disziplin und Selbstorganisation mitbringt sollte in die freiberufliche T�tigkeit starten. Es ist �brigens nicht verkehrt das Arbeitsamt von seinem Vorhaben zu unterrichten. Dort gibt es Informationen und evtl. Starthilfen. Auch bei der IHK kann man sich mit wichtigen Informationen, Checklisten und dergleichen eindecken. Wir selber haben einen gro�en Stamm an festangestellten Arbeitnehmern. Das hat mehrere Gr�nde. Viele m�chten, wollen, brauchen die Festanstellung. In unserem Raum ist es nicht einfach Leute zu finden mit sehr gutem Fachwissen und einer Portion Teamgeist. Zudem ist es sicherer einem Festangestellten Weiterbildungsma�nahmen zu erm�glichen, weil er sein neues Wissen erst einmal der Firma zur Verf�gung stellt. Nat�rlich bildet sich auch ein ganz anderes Vertrauensverh�ltnis (sensible Daten, Schl�ssel, Entscheidungen usw.). Wenn man einen hat und er sich bew�hrt sichert man sich ihn. Freiberufler werden eingesetzt in Teilprojekten. Es sind, �berspitzt gesagt, Ressourcen auf die man zur�ckgreifen kann. Aber auch davon gibt es nicht allzuviele die den heutigen Anforderungen 100%ig gewachsen sind. Wir machen oft die Erfahrung, da� gut besch�ftigte Freiberuflicher irgendwann in der Zeit stehengeblieben sind weil sie keine Chance zur Weiterbildung hatten oder das neu Gelesene nicht in aktuelle Projekte einbinden konnten. Gerade im Bereich Internettechnik-, programmierung ist der Absturz vorauszusehen. Auch Gro�firmen, von denen wir beauftragt sind die Datenbankanbindungen von MVS auf PC Server/Clients zu realisieren, sehen es nicht gerne wenn im Bereich der Datenbankprogrammierung freiberufliche Mitarbeiter eingesetzt werden. �brigens, wir suchen laufend Datenbankprogrammierer f�r die verschiedensten Systeme. Auch SAP-Experten k�nnen sich melden. Ab Mai d�rfte auch der Bedarf an Internetprogrammierern weiter steigen. Gew�nscht ist der perfekte Umgang mit HTML und den "neuen" Technologien wie Flash3 usw. Programmierer die fit sind in der Javaprogrammierung und Java-Servlets schreiben k�nnen haben alle Chancen. Experten im Bereich Internet-Sicherheit, eCash, SET usw. werden gesucht. In keinem Fall ist ein Studium absolut erforderlich. Es z�hlt die F�higkeit in einem Team zu arbeiten und sein Fachwissen gekonnt einzubringen. So, ich hoffe es hat keinen gelangweilt. Au�erdem sah ich die Chance auch mal etwas beizutragen. Peter Volkmar
