Hallo Raphael, *,

 Raphael Bircher schrieb:
> Bei OOo ist das oft schwierig, da ein 
> Grossteil der alten
> Doku nicht unter dem Copyright agreemend stand, und daher nicht
> umlizenziert werden kann. Viele End User Dukumentationen 
> wurden ja auch
> in OOoAuthors gepflegt.

Das ist mir schon klar und gewissermaßen auch Grund meiner Frage, insofern wir 
ja
die Weichen für die Zukunft stellen müssen und es dabei ggf. eine Schnitt geben
muß, der dann aber auch richtig erfolgen sollte.

> Jeder neue Beitrag im http://wiki.services.openoffice.org läuft unter
> der ASL 2.0. Auch alles was neu auf die Website kommt läuft unter ASL
> 2.0. Das hebelt allerdings natürlich nicht die alten Lizenzen aus.

Letzteres ist ganz klar, auch habe ich ja schlichtweg nichts gegen die
Apache-Lizenz, nur wurde ich eben bei Diskussionen (offlist) mit Anderen, auf 
die
Lizensproblematik aufmerksam und kann eigentlich nicht denen wiedersprechen die
mir sagen das die Apache-Lizenz im Grunde eine Software- und keine eigentliche
Dokumentationslizenz ist. 
(Ich meine das garnicht mit Blick auf irgendwas 'Besonders' sondern im dem ganz
allgemeinen Sinne das ja auch kein GPL-Anhänger es für besonders sinnvoll hielte
unter Dokumentationen unter GPL zu stellen.)



Der zweite Aspekt, *und hier erbitte ich wirklich möglichst viele (gerne auch
kontroverse) Diskussionsbeiträge*, ist (meiner Meinung nach) die Situation das 
wir
bei Endbenutzerdokumentationen (u.Ä.) die Chance hätten das dort relativ viele
(deutschsprachige) Freiwillige mitarbeiten könnten und evtl. auch würden, denen
die internationale Projektarbeit zu schwierig/unbequem/undurchschaubar ist.

Damit das in Praxis auch stattfindet braucht es Rahmenbedingungen, und die
Lizenzfrage ist davon eine Wichtige, die von diesen (potentiellen) Mithelfern 
auch
verstanden bzw. aktzeptiert werden. Das ist auch weit weniger eine Frage von
objektiven Parametern der Lizenz als weitaus mehr wie weit bestimmte Lizenzen 
den
Leuten behagen, z.B. weil sie darüber schon etwas gehört haben was sie positiv
finden.

Und vor diesem Hintergrund wüßte ich gerne wie wir hier gemeinsam denken wie wir
uns bestmöglich in diesem Spannungsfeld verhalten, also einerseits freiwillige
Hilfe nicht zurückweisen weil wir stur auf bestimmten Lizenzen bestehen,
andererseits aber (als der Teil der de-Communitymitglieder der sich damit
auskennt) nicht eine Situation heraufbeschwören die international so 
mißverstanden
werden könnte.


Meiner Meinung nach sollte uns für die Arbeit betreffs Dokumentationen und
Ähnlichem JEDER Beitrag willkommen sein der unter _freier_ Lizenz steht,
andererseits kann ich natürlich auch nicht ausblenden das es längerfristig
natürlich sinnvoll wäre eine gemeinsame Meinung zu entwickeln welche Lizenzen 
wir
bevorzugen wollen.



(Ich habe hier sehr bewußt vermieden eine konkrete Lizenz zu nennen um nicht die
Diskussion zu erschweren, nur wer sich in der allgemeinen Öffentlichkeit umhört
merkt eigentlich schnell welche Dokumentationslizenzen sich allgemeiner
Beliebtheit erfreuen, obwohl darunter sogar Lizenzen sind die ich nicht mag, 
weil
ich sie nicht den Grundprinzipien Freier und OpenSource Software genügen.)


 
Gruß
Jörg


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