Yuri schrieb:
> Also die Punkte "Bildung", "Jugend" und "Gesundheit" finde ich gut so, da 
> gibt es m.E. wenig zu diskutieren.

+1

> "Wirtschaft" wuerde ich erstmal als eigenen Punkt nehmen.

Ich sehe jetzt nicht so das grosse Problem, wenn da noch "Technologie" dabei 
ist. Auch wenn wir dazu noch keinen Beschluss in diesem Teilbereich haben ;).

> Bei Justiz und Inneres scheint mir der Inhalt hingegen ein wenig... wahllos. 
> Fuer mich gehoert z.B. die Abschaffung der Verfassungsschutzaemter irgendwie 
> woanders hin als der Rest der Kategorie. 

Bei der Einteilung der Positionspapiere habe ich mich an den Zuständigkeiten 
bzw. Geschäftsbereiche der einzelnen Ministerien orientiert. So ist das 
Innenministerium neben der inneren Sicherheit (Polizei, Verfassungsschutz) auch 
für die Angelegenheiten der Zuwanderung, Integration (Asylrecht), die 
Informationstechnik und -sicherheit, bzw. für politische Bildung und Sport 
zuständig.[1] Auch fällt das Wahlrecht in den Bereich der Innenpolitik.[2]

> Und warum ist die anonymisierte Bewerbung bei "Justiz"? ich haette die 
> vermutlich unter Wirtschaft einsortiert, obwohl es natuerlich kein 
> Wirtschaftsprogramm ist oder so.

Hier habe ich wohl zu sehr an das Gesetzgebungsverfahren gedacht, indem "[d]as 
Ministerium ferner bei allen von anderen Ministerien vorbereiteten Gesetzes- 
und Verordnungsentwürfen die sogenannte "Rechtsförmlichkeit" [prüft], um zu 
gewährleisten, dass die gesetzlichen Regelungen mit dem Grundgesetz vereinbar 
sind."[3] Auch habe ich dem Justizministerium eine "Allzuständigkeit" (lies: 
alles, was nirgends passt, kommt dahin) unterstellt ^^.
 
> Das mit den Energienetzen trifft zwar indirekt zu, aber sie in die 
> oeffentliche Hand zu ueberfuehren ist nicht automatisch ein 
> Umweltschutzthema, oder?

Du hast natürlich Recht, es ist kein Umweltschutzthema von sich aus. Dies war 
ein Fehler beim Einordnen, danke für den Hinweis. Es gehört in den Bereich der 
Wirtschaft. 
(Hint: Spätestens, als ich nach der Bundesnetzagentur[5] suchte, welche solche 
infrastrukturelle Anträge bearbeitet und herausfand, sie steht nicht unter der 
Aufsicht des Umweltmininsteriums, sondern des Wirtschaftsministeriums. Es 
sollte dann eigentlich "klick" machen, hats aber nicht... (Hätte mir ja auch 
zusätzlich auffallen müssen, da sich ja der amtierende Umweltminsiter Altmaier 
bzw. der momentane Wirtschaftsminister Rösler im Zuge der Energiewende im 
Clinch liegen ;).)

> Das mit dem Immaterialgueterrecht wuerde ich vielleicht irgendwo unter 
> "Urheberrecht" fassen oder alternativ auch zu Wirtschaft packen.

Mein Gedankengang war nämlich der Folgende: "Hier habe ich mich an der 
Zuständigkeit des Justizministeriums gehalten, so ist es traditionell für das 
Urheberrecht zuständig" Obwohl es, wie du schon angemerkt hast, eher in den 
Wirtschaftsbereich eingegliedert sein sollte.
Dann könnte man als Kompromiss ein Punkt "Urheberrecht (Justiz/Wirtschaft)" 
schaffen?

> Achso... das mit dem Gendern der Texte ist ja kein politischer Beschluss in 
> dem Sinne, dass er irgendwelche Forderungen an Politik oder Gesellschaft 
> enthaelt, insofern wuerde ich den ganz rauslassen.

In meinen Augen sollte auch die innervereinlichen* Positionspapiere/Beschlüsse 
gelistet werden (Transparenz™ und so ^^).

Wieso mache ich das ganze (mit den Zuständigkeiten undso) hier?

Die Piraten in Baden-Württemberg gaben eine PM raus, zum Rücktritt von Gabriele 
Warminski-Leutheußer (ehem. Kultusministerin)[6]. Darin schrieben sie diese 
zwei Sätze:
"Die Zivilklausel am KIT wurde nicht eingeführt. Somit gibt es in 
Baden-Württemberg nun eine öffentliche Forschungseinrichtung, in der 
militärische und nukleare Forschung parallel betrieben werden dürften."

Diese Aussagen sind inhaltlich nicht zu beanstanden ;). Nur leider an die 
falsche Person gerichtet worden. Statt an den Kultusminister (zuständig für u. 
a. Schulische Bildung u. Erziehung, Jugendpflege, Beziehungen zw. Staat-Kirchen 
u. sonst.Religionsgemeinschaften[7])  hätten diese beiden Äusserungen an die 
Wissenschaftsministerin Theresia Bauer (welche u. a. für Hochschulwesen, 
Förderung von Forschung/Lehre, Pflege der Kunst zuständig ist[8]) bzw. an die 
damalige Bundesministerin für Bildung und Forschung Annette Schavan gestellt 
werden müssen.
Denn das KIT[9] ist ein in Deutschland einmaliger Zusammenschluss der 
Universität Karlsruhe (Land, Wissenschaftsministerium) und des 
Forschungszentrums Karlsruhe (Bund, Forschungsministerium), siehe dazu §3 
(2)[10] & §19 (2) KIT-Gesetz[11]. 

Gruss

BBiwy

Referenzen:
* (angelehnt an innerparteilichen, trotzdem ein komisches Wort... und mir fiel 
kein besseres gerade ein)
[1] http://de.wikipedia.org/wiki/Bundesministerium_des_Innern#Zust.C3.A4ndigkeit
[2] http://de.wikipedia.org/wiki/Innenpolitik
[3] http://de.wikipedia.org/wiki/Bundesministerium_der_Justiz#Zust.C3.A4ndigkeit
[4] https://de.wikipedia.org/wiki/Arbeitsrecht_%28Deutschland%29
[5] https://de.wikipedia.org/wiki/Bundesnetzagentur
[6] 
http://piratenpartei-bw.de/2013/01/07/piratenpartei-stellt-forderungen-an-neuen-kultusminister/
[7] 
https://de.wikipedia.org/wiki/Ministerium_f%C3%BCr_Kultus,_Jugend_und_Sport_Baden-W%C3%BCrttemberg
[8] 
https://de.wikipedia.org/wiki/Ministerium_f%C3%BCr_Wissenschaft,_Forschung_und_Kunst_Baden-W%C3%BCrttemberg
[9] https://de.wikipedia.org/wiki/Karlsruher_Institut_f%C3%BCr_Technologie
[10] 
http://www.landesrecht-bw.de/jportal/?quelle=jlink&query=KITG+BW&psml=bsbawueprod.psml&max=true&aiz=true#jlr-KITGBWV3P3%20jlr-KITGBWV1P3%20jlr-KITGBWV2P3
[11] 
http://www.landesrecht-bw.de/jportal/?quelle=jlink&query=KITG+BW&psml=bsbawueprod.psml&max=true&aiz=true#jlr-KITGBWV3P19%20jlr-KITGBWV1P19%20jlr-KITGBWV2P19
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