On 27.02.2012 15:52, Florian Lohoff wrote:
Das mit dem PD ist gar nicht so eindeutig. Ich meine gelesen zu
haben, dass man in Deutschland keine Werke so einfach als PD
lizenzieren kann. Das ist wohl nicht möglich, weil man in D sein
Urheberrecht nicht übertragen und auch nicht darauf verzichten kann.
Das kann man schon aber nicht fuer zukunftige Nutzungsarten. D.h. du kannst
deine Verwertungsrechte fuer ein Musikstueck auf Casette abtreten. Wenn dann
aber die CD kommt kannst du neu entscheiden.
Lies mal <http://de.wikipedia.org/wiki/Gemeinfreiheit#Rechteinhaber>.
Nutzungsrecht ja, aber Urheberrecht nein. Deswegen raumt man auch immer
Nutzungsrechte ein. Bei Lizenzen / Vereinbarungen in denen Verstöße
durch eine zentrale Stelle verfolgt werden sollen muss man auch das
kommerzielle Nutzungsrecht einräumen, denn wenn ich das richtig
verstanden habe kann nur so ein Schaden geltend gemacht werden, auf den
man dann verklagen könnte. Firmen lassen sich das natürlich einräumen um
die Sachen auch verkaufen zu können. Arbeitgeber wiederum lassen sich
meist ein ausschließliches Nutzungsrecht einräumen, man könnte ja sonst
selber verkaufen.
Alternativ koennen wir PD auf CC0 nennen.
Die CC0 wurde genau deswegen "erfunden", daher bin ich glaube ich darauf
gestoßen. Weil man nicht einfach PD machen kann haben die von CC eine
möglich rechtssichere Lizenz dafür gemacht. Daher auch meine Zweifel an
Deiner Lizenzierung der OSM-Daten als PD. Es könnte sein, dass due deine
Rechte nicht wirksam aufgegeben hast.
Ich finde das Thema ODbL/CT sehr missglueckt. Und ich finde auch Share Alike
einfach doof. Fuer Software ist die GPL durchaus in Ordnung und auch meine
Preferierte Lizenz, aber fuer so komplexe Nutzung wie bei OSM ist einfach eine
Share-Alike Nummer totaler quatsch. Aber darueber ist nie mit der Community
beraten worden. Es war einfach von der OSMF vorgegeben das die CC-BY-SA nicht
auf die OSM Daten anwendbar ist, das es eine neue Lizenz geben MUSS, und das die
neue Lizenz zwangsweise Share Alike sein muss.
Ich haette fuer CC0 plaediert und einen Code-of-Conduct oder Social Contract
wie bei Debian bevorzugt. Gute Nutzung heisst man nennt das Projekt haette
da drin stehen koennen. Man kann und will das eh nicht Gerichtlich durchsetzen
also ist jegliche Lizenz doch eh voelliger Unsinn.
Die Arbeit steckt in der Pflege der Daten, nicht in der Weiterverarbeitung.
Daher wird es jemand der die closed-source weiterpflegen will schnell merken
das der OSM Manpower nicht zu bezahlen ist.
FULL ACK
Gruß
Patrick
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