PD Dr. med. Karl Christian Koch, Oberarzt
Herz- und Gefässchirurgie  
Stents  
Stents und Ballondilatation werden oft gleichzeitig durchgeführt.       

Die Ablagerungen der Arteriosklerose bilden harte Krusten. Die
Arterienände, die eigentlich flexibel, geschmeidig und
anpassungsfähig sind, werden dadurch starr und hart. Oft ist die
Gefässwand so stark beeinträchtigt, dass sie starken
Verkrustungen den einzigen Halt für die Arterie bilden. Ist der Prozess
so weit fortgeschritten, dann ist eine Ballondilatation oft nicht
ausreichend. Die Gefäßwände würden bei der Dilatation zusammenbrechen
und die Arterie vollständig verstopfen. Ein Stent muss die Arterienwand
stützen. Diese beiden Eingriffe werden häufig gleichzeitig
durchgeführt.

 
Ein spinnwebenfeines Drahtgeflecht dehnt und festigt die Wand der
Arterie.        

Ein Stent ist ein Drahtgeflecht, dass so fein wie Spinnweben aussieht.
Es wird über einen Katheter (vgl. Ballondilatation) bis zu der Stelle
vorgeschoben, wo die Gefäßwand verkrustete und die Arterie verengt ist.
Dort wird das Drahtgeflecht mit Hilfe eines Ballons von innen an die
Gefäßwand gedrückt. Die Wand wird gedehnt und gleichzeitig gefestigt,
weil sich der Stent direkt an die Wand anschmiegt. Mit der Zeit wachen
Zellen der Gefäßwand um den Stent herum, so dass er eine Stütze
innerhalb der Arterie ist. Der Stent bewirkt auch, dass sich die
Arterie nicht mehr zusammenziehen kann. So bleibt der Durchfluss offen
und das Risiko, dass sich an dieser Stelle wieder ein Engpass bildet,
verringert sich. 

 
Das Thromboserisiko wird durch gerinnungshemmende Medikamente gesenkt.  

Nicht an jeder Stelle der Herzkranzgefäße können Stents sinnvoll
eingesetzt werden. Die Stellen müssen gut erreichbar sein. An dem
feinen Drahtgeflecht bleiben außerdem sehr leicht Blutzellen hängen und
bilden eine Thrombose. Aus diesem Grund muss ein Betroffener noch
mindestens drei Monate nach einer Stent-Operation gerinnungshemmende
Medikamente einnehmen, die das Blut dünnflüssiger machen. Später sinkt
dieses Risiko ab, weil der Stent in die Arterie eingewachsen ist. In
den ersten Wochen nach dem Eingriff sollte das Blutbild kontrolliert
werden, um die medikamentöse Nachbehandlung zu überwachen.

 
Häufig muss der Eingriff wiederholt werden.        

Nicht immer ist eine Stent-Operation beim ersten mal erfolgreich. Bei
ungefähr 25 - 30 Prozent der Betroffenen tritt erneut eine
Gefäßverengung auf. In diesem Fall muss eine erneute Stent-Operation
oder Ballondilatation durchgeführt werden.

Stents in den Herzkranzgef??en  
 Dr. med. Karlheinz Zeilberger, Facharzt für Innere Medizin

Was ist ein Stent?
Ein Stent ist eine Gef??stütze. Er dient der Aufdehnung von
Gef??verengungen der Herzkranzgef??e.

Bei der therapeutischen Herzkranzgef??-Erweiterung (PTCA) oder zur
Vorbeugung von erneut auftretenden Verengungen (Restenosen) kann eine
Implantation einer Gef??stütze zur mechanischen Stabilisierung der
Gef??wand erforderlich sein.

Wie funktioniert ein Stent?

Ein Stent wird w?hrend einer Herzkatheter-Untersuchung eingesetzt. Er
fixiert Kalk-Fragmente in den Gef??en und verbessert die
Flie?eigenschaften des Blutes im Gef??, indem er die Oberfl?che des
Gef??innenraums gl?ttet. Au?erdem bewirkt ein Stent einen Widerstand
gegen elastische Rückstellkr?fte des aufgedehnten Gef??abschnittes.
Elastische Rückstellkr?fte k?nnen folgenderma?en erkl?rt werden: Die
Elastizit?t eines Gef??es, die dessen Aufdehnung erm?glicht, bewirkt
auch, dass sich das Gef?? nachtr?glich wieder etwas zusammenzieht.

Stents sind durch folgende Eigenschaften gekennzeichnet:
Biokompatibilit?t: Dieser Begriff besagt, dass auf der Stentoberfl?che
eine ausgepr?gte Blutgerinnselneigung herrscht.
Flexibilit?t: Sie ist besonders wichtig zur Passage des
Führungskatheters und bei geschl?ngelten Gef??en.
Sichtbarkeit: Diese h?ngt vom R?ntgenger?t, dem Stentmaterial und vom
Design des Stents ab. Eine optimale Stentplatzierung ist nur bei guter
Darstellbarkeit m?glich.
Stentoberfl?che: Sie bestimmt die Sichtbarkeit und die F?higkeit, eine
Unregelm??igkeit des Gef??es vollst?ndig abzudecken, führt aber
zugleich auch das Risiko der Blutgerinnselneigung mit sich. 

Es gibt verschiedene Stentarten:
Selbst entfaltender Stent: Dieser besteht aus einem feinen Stahlgitter.
Das Stahlgitter wird im nicht entfalteten Zustand durch den
Herzkatheter in die Gef??verengung eingebracht. Eine den Stent
umgebende Plastikhülle wird zurückgezogen, daraufhin entfaltet er sich.
Seine L?nge betr?gt etwa 15 bis 20 Millimeter, der Stentdurchmesser ist
ungef?hr zehn bis 15 Prozent gr??er als der Durchmesser des
Herzkranzgef??es.

Ballon expandierender Stent: Dieser Stent ist ein Metalldrahtnetz, das
sich im nicht entfalteten Zustand auf einem Ballon-Katheter befindet.
Dieser Katheter dient zur Platzierung und Ausweitung des Stents. Durch
die Ballonentfaltung wird der Stent über seine elastischen Grenzen
hinaus plastisch verformt, also überdehnt, sodass seine Form nach der
Ballondehnung erhalten bleibt.

Medikamenten beschichtete Stents: Die Oberfl?che dieses Stents ist mit
einem bestimmten Medikament (Paclitaxel oder Sirolimus) beschichtet.
Eine definierte Menge des Medikamtes wird über einige Zeit freigesetzt,
sobald der Stent in das Gef?? plaziert wurde. Dadurch kann eine
unkontrollierte Zellteilung der Gef??wand verhindert werden und die
Restenoserate sinkt deutlich von etwa 25 Prozent auf drei Prozent. 

Wann wird ein Stent in Herzkranzgef??e implantiert?
Stents werden bei Gef??verengungen oder zur Vorbeugung einer erneut
auftretenden Verengung (Restenose) in das Herzkranzgef?? implantiert.

Weitere Gründe zur Implantation eines Stents sind:
Ein akuter Gef??verschluss nach einer Herzkranzgef??-Erweiterung (PTCA)
Verengungen oder Wiederverengungen im Verlauf eines Venenbypasses
Eine Abspaltung der Gef??innenwand w?hrend der PTCA, der so genannten
Dissektion
Die Beherrschung von unüberwindbaren elastischen Rückstellkr?ften
w?hrend der PTCA

In folgenden F?llen werden Stents nicht eingesetzt:
Bei Verengungen mit Blutgerinnseln (Thrombosen) in der N?he des
Hauptstammes der Herzkranzgef??e: Der Hauptstamm ist ein kleiner
Gef??abschnitt, der sich in Seitenwandgef?? und Vorderwandgef??
aufteilt.
Bei Verengungen am Gef??anfang (Ostiumstenosen)
Bei einer Verengung im Bereich einer Aufteilung in zwei Gef??e
(Bifurkations-Stenosen).

Was ist im Vorfeld einer Stentimplantation zu beachten?
Vor einer Stentimplantation müssen einige Voruntersuchungen vom
Hausarzt durchgeführt werden.
Dazu geh?ren:
EKG 
Belastungs-EKG 
Eventuell ein Myokard-Szintigramm 
Blutuntersuchung mit unter anderem Bestimmung von Blutbild,
Nierenwerten, Blutgerinnungswerten und Schilddrüsenwerten 
R?ntgenbild der Lunge und des Herzens
Au?erdem muss stets eine Schilddrüsen-Uberfunktion ausgeschlossen
werden, da diese durch die Gabe von jodhaltigen Kontrastmitteln
verschlimmert wird. Auch die Frage, ob eine Kontrastmittelallergie oder
Allergie auf Bet?ubungsmittel besteht, muss gekl?rt werden. Das
Kontrastmittel wird überwiegend über die Nieren ausgeschieden, sodass
diese ausreichend funktionieren müssen. Dialysepflichtige Menschen
werden daher nach der Untersuchung immer dialysiert.

Am Tag der Untersuchung darf der Patient nichts essen.
Die Behaarung in der Leistenregion wird wegen der Infektionsgefahr
abrasiert.
Der Arzt verabreicht die Medikamente meist alle mit einem Schluck
Wasser. Bei Diabetikern wird entsprechend dem Diabetes-Typ und seiner
Behandlung individuell über die Insulindosis und/ oder Tablettendosis
entschieden.

Wie wird eine Stentimplantation durchgeführt?
Die Engstelle im Gef?? wird zun?chst mit einem PTCA-Ballon vorgedehnt.
Der PTCA-Ballon wird anschlie?end gegen einen Ballon-Katheter mit
aufmontiertem, nicht entfalteten Stent ausgetauscht. Dann erfolgt die
Platzierung des Stent-Ballons an der Engstelle. Die Position des
Stent-Ballons kontrolliert der Arzt mit Hilfe einer Kontrastmittelgabe
am R?ntgenmonitor. Danach zieht der Arzt die Schutzhülle, die den Stent
umgibt, zurück. Anschlie?end kontrolliert er nochmals seine richtige
Platzierung, da der Stent durch dieses Man?ver aus der richtigen Lage
gekommen sein kann. Nun weitet der Arzt den Ballon durch Druck aus. Am
Schluss erfolgt wieder eine Kontrolle mit Hilfe eines Kontrastmittels
auf dem R?ntgenbildschirm.
        
Mit Hilfe von Kontrastmitteln überprüft der Arzt am Monitor, ob der
Stent die Gef??verengung aufgedehnt hat.        
Anstelle der R?ntgenkontrolle wird das Ergebnis heute in gr??eren
Behandlungszentren durch Ultraschall im Herzkranzgef?? kontrolliert.
W?hrend der Stentimplatation erh?lt der Patient mehrmals intraven?s ein
blutgerinnungshemmendes Medikament. Bis zum Tag nach der
Stentimplatation sind kontinuierliche Infusionen mit diesem Medikament
notwendig.
Die Schleuse an der Einstichstelle in das Blutgef?? für die
Herzkatheteruntersuchung, meist in der Leiste, wird erst gezogen, wenn
ein bestimmter Blutgerinnungswert gegeben ist. Da das Ziehen der
Schleuse zu Blutungen führt, müssen diese erst gestillt und danach ein
sicherer Druckverband angelegt werden. Der Druckverband verbleibt je
nach Behandlungszentrum zwischen zw?lf und 24 Stunden.

Nach der Stentimplatation muss der Patient wegen des sehr hohen
Thrombose-Risikos, das im Stent herrscht, Medikamente zur Verdünnung
des Blutes einnehmen, wie z.B. Arzneimittel zur Hemmung der
Blutpl?ttchenzusammenlagerung. Dabei ist für die ersten vier bis sechs
Wochen eine h?here Dosis notwendig, die sp?ter herabgesetzt wird. Der
Arzt, der die Stentimplantation durchgeführt hat, entscheidet jeweils
über die L?nge der Therapie.

Die medikament?se Therapie wird in Zukunft aufgrund weiterhin
durchgeführter Studien zunehmend optimiert werden. Ein einheitliches
Schema gibt es derzeit in Deutschland nicht.

Hat der Patient keine Beschwerden, ist eine
Kontroll-Katheter-Untersuchung nach sechs Monaten erforderlich, bei
Herzschmerzen (Angina pectoris) oder auff?lligem Belastungs-EKG auch
schon früher.

Die Wiederverengungsrate (Restenoserate) nach einer Stentimplantation
liegt bei etwa 25 Prozent. Werden Stents eingesetzt, die mit
Medikamenten beschichtete sind, liegt die Restenoserate bei nur drei
Prozent. 

Welche Komplikationen k?nnen bei einer Stentimplantation auftreten?
Eine Stentimplantation kann zu folgenden Komplikationen führen:
Stentthrombose: Diese kann in weniger als einem Prozent der F?lle noch
im Herzkatheterlabor als frühe Thrombose oder in zwei bis fünf Prozent
der F?lle w?hrend des Krankenhausaufenthaltes auftreten. Eine Thrombose
ist die Bildung eines Blutgerinnsels.
Gef??verletzungen werden in etwa fünf Prozent der F?lle aufgrund der
arteriellen Schleusen verursacht. Es kann dabei zur Ausbuchtung von
Gef??en (Pseudo-Aneurysmen) kommen.
Blutungen: Das Blutungsrisiko steigt wegen der kontinuierlichen Gabe
von Heparin.
Uberempfindlichkeits-Reaktionen auf R?ntgen-Kontrastmittel und
Bet?ubungsmittel
Verletzungen von Nerven, Haut und Weichteilen
Herzrhythmus-St?rungen 

Infektionen
Thrombose
Embolie (Schlaganfall, Lungenembolie)

Welche alternativen M?glichkeiten gibt es?
Alternativen zur Stentimplantation k?nnen manchmal eine
Rotationsangioplastie oder eine Laserangioplastie sein.

Schlaganfall allgemein (Apoplexie, Hirnschlag)  

Was ist ein Schlaganfall? 
Ein Schlaganfall ist Folge einer pl?tzlichen Durchblutungsst?rung des
Gehirns. Durch diese Vorg?nge erhalten die Nervenzellen im Gehirn zu
wenig Sauerstoff und N?hrstoffe und gehen zugrunde. Folgende Ursachen
gibt es: 

Schlaganfall durch Gef??verschluss (isch?mischer Infarkt) (80 Prozent)
Schlaganfall durch Hirnblutung (20 Prozent)


Schlaganf?lle stehen in der Todesursachenstatistik an dritter Stelle
und geh?ren zu den h?ufigsten Ursachen von Invalidit?t im h?heren
Lebensalter. Das Schlaganfall-Risiko steigt mit zunehmendem Lebensalter
deutlich an. Etwa 50 Prozent aller Schlaganf?lle ereignen sich in der
Altersgruppe der über 75-j?hrigen. Aber auch jüngere Menschen k?nnen
einen Schlaganfall erleiden. Man sch?tzt, dass etwa fünf Prozent aller
Schlaganfall-Patienten jünger als 40 Jahre sind. 

Wie kommt es zu einem Schlaganfall? 
Der unblutige Schlaganfall (isch?mischer Infarkt) ist zu etwa 80
Prozent die Ursache für Schlaganf?lle. Er wird durch den Verschluss
oder die starke Verengung (Arteriosklerose) von Blutgef??en, die das
Gehirn versorgen, ausgel?st. Dadurch k?nnen die Gehirnzellen nicht
ausreichend mit N?hrstoffen versorgt werden und sterben ab. Die
wichtigsten Risikofaktoren sind: 

Arteriosklerose 
Ein hoher Blutdruck 
Sowie Vorhofflimmern, eine h?ufige Herzrhythmusst?rung 


Das nicht mehr versorgte Gewebe stirbt ab, dadurch k?nnen auch die
darin enthaltenen Blutgef??e undicht werden. Dies kann im weiteren
Verlauf zu einer zus?tzlichen Einblutung in das abgestorbene Hirngewebe
führen. In diesem Fall bemerkt man manchmal einige Tage nach dem
Schlaganfall eine Zunahme der Symptome.

Ursache der Hirnmassenblutung (intracerebrales H?matom) und
Subarachnoidalblutung ist das Zerplatzen eines kleinen Blutgef??es im
Gehirngewebe. Risikofaktoren sind: 
Ein erh?hter Blutdruck (Hypertonie)
St?rungen der Blutgerinnung 
Gef??missbildungen (Aneurysma)

Wie sehen die Symptome aus?
Je nachdem, welcher Gehirnanteil betroffen ist, bilden sich
unterschiedliche Symptome aus.

In 40 Prozent der F?lle gehen dem eigentlichen Schlaganfall kürzere
Episoden mit ?hnlicher Symptomatik voraus. So kann es zu kurzzeitigen
Sprachst?rungen, Ged?chtnisverlusten, Missempfindungen bis hin zu
kurzen L?hmungserscheinungen kommen. Diese so genannten TIA
(transitorische, das hei?t vorrübergehende, isch?mische Attacken)
sollten als Warnhinweise gedeutet werden und einen sofortigen Besuch
beim Arzt nach sich ziehen. Studien (Lancet) zufolge kann eine
Operation, die Verengungen in der Halsschlagader beseitigt
(Karotisthrombendarterektomie), das Risiko schwerer Schlaganf?lle bei
bestimmten Patientengruppen reduzieren, wenn sie innerhalb von zwei
Wochen nach einer TIA erfolgt. 

Meist entstehen halbseitige L?hmungen, bei denen der Mundwinkel der
betroffenen Seite herabh?ngt und Sprach- und Gefühlsst?rungen
auftreten. Beide Schlaganfalltypen k?nnen Kopfschmerzen verursachen.
H?ufig treten auch Ubelkeit und Erbrechen auf. 

Ein schwerer Schlaganfall führt zu Bewusstseinstrübung bis zur
Bewusstlosigkeit und kann lebensbedrohlich sein. 

Wie stellt der Arzt die Diagnose? 
Der Arzt wird im Rahmen der Anamnese (Erhebung der
Krankenvorgeschichte) die Entwicklung der Symptome und die
Risikofaktoren erfragen.
Anschlie?end folgt eine neurologische Untersuchung.
Bei Verdacht auf einen Schlaganfall wird eine Computer-Tomographie
durchgeführt.
Weitere Untersuchungen k?nnen folgen, z.B. Angiographie,
Blutuntersuchungen, Kernspin-Tomographie usw. 
Momentan wird untersucht, ob ein Schlaganfall auch frühzeitig mittels
Bluttest erkannt werden kann (New Scientist). 

Wie wird ein Schlaganfall behandelt? 
Jeder Schlaganfall ist ein medizinischer Notfall und muss sofort
?rztlich versorgt werden! Da die Uberwachung sehr aufwendig ist und die
oben genannten Untersuchung in kurzer Zeit erfolgen sollten, wurden in
den letzten Jahren vermehrt spezielle Schlaganfalleinheiten (stroke
units) in den Kliniken eingerichtet.

Bei einer Hirnblutung kann die Behandlung je nach Blutungsst?rke von
einer neurologischen Uberwachung in der Klinik bis hin zu einem
operativen Eingriff reichen. Bei einem Schlaganfall durch
Gef??verschluss ist neben der Uberwachung wichtiger Parameter, z.B. des
Blutdruckes, in einigen F?llen auch eine so genannte Lysetherapie
sinnvoll. Dabei wird das Blutgerinnsel, das den Gef??verschluss und
damit die Minderdurchblutung verursacht, medikament?s aufgel?st. 

Ein Patient, der einen Schlaganfall erlitten hat, hat ein erh?htes
Risiko erneut einen Schlaganfall zu erleiden. Deshalb empfiehlt der
behandelnde Arzt manchmal ein Medikament, das blutverdünnend wirkt, um
einem weiteren Schlaganfall vorzubeugen. 

Wenn die kritische Phase der ersten Tage vorüber ist, beginnt sofort
die Frührehabilitation. Die Patienten lernen mit Hilfe von
Krankengymnasten, Sprachtherapeuten, Ergotherapeuten sowie unter
Anleitung von Pflegern und Schwestern, die verlorengegangenen
Funktionen wieder zurückzufinden. Je früher die Rehabilitation beginnt,
um so besser. Ob eine Langzeitrehabilitation erforderlich ist, h?ngt
vom Ausma? der erlittenen Nervensch?den ab. Einige Patienten erholen
sich rasch wieder vollst?ndig, andere ben?tigen zum Teil Monate und
Jahre, bis sie ihre Alltagsaktivit?ten wieder selbst in den Griff
bekommen

Prognose
Die Prognose ist abh?ngig von der Gr??e des Schlaganfalls und dem
betroffenen Gebiet. Ist nur ein kleines Gebiet betroffen, hat der
Patient h?ufig keinerlei Beschwerden und kann ein ganz normales Leben
führen. Treten L?hmungen, Sprachst?rungen oder andere Beschwerden auf,
ist es sehr wichtig, rechtzeitig mit der neurologischen Rehabilitation
zu beginnen. So k?nnen diese Beschwerden h?ufig deutlich verbessert
werden


Belastungs-EKG  

Was ist ein Belastungs-EKG?
Beim Belastungs-EKG wird ein Elektrokardiogramm unter k?rperlicher
Belastung geschrieben. Ein Elektrokardiogramm zeichnet die elektrischen
Herzaktionen auf und gibt sie als Kurven wieder. Das EKG ist somit
Ausdruck der Herzerregung. 

Wie funktioniert ein Belastungs-EKG?
Das Belastungs-EKG wird nach dem gleichen Prinzip wie das Ruhe-EKG
erstellt. Im Unterschied zum Ruhe-EKG wird das Belastungs-EKG aber
unter k?rperlicher Aktivit?t erstellt. Dazu wird z.B. ein station?res
Fahrrad oder ein Laufband verwendet. Die Arbeitsleistung wird in Watt
gemessen. Dabei entsprechen:
25 bis 50 Watt normalem Gehen
75 bis 100 Watt zügigem Gehen, Treppensteigen, langsamem Radfahren und
Schwimmen
150 Watt Joggen und schnellem Radfahren 

Wozu dient das Belastungs-EKG?
Beim Belastungs-EKG werden Arbeitsleistung und dabei auftretende
Ver?nderungen der Herz- und Kreislauffunktion gemessen (Ergometrie).
Deshalb wird es zur Diagnose und zur Beurteilung folgender Krankheiten
erstellt:

Koronare Herzkrankheit (KHK: Erkrankung der Herzkranzgef??e)
Belastungshypertonie (Bluthochdruck unter k?rperlicher Belastung)
Herzrhythmusst?rungen unter k?rperlicher Belastung
Beurteilung der medikament?sen Therapie bei koronarer Herzerkrankung
und Bluthochdruck
Beurteilung der Belastbarkeit nach Herzinfarkt und Herzoperationen 

Was ist im Vorfeld eines Belastungs-EKG zu beachten?
In einigen F?llen darf ein Belastungs-EKG nicht durchgeführt werden.
Dazu z?hlen
Akuter Herzinfarkt: Hier darf in der Regel innerhalb der ersten zwei
Wochen nach dem Infarkt kein Belastungs-EKG durchgeführt werden.
Instabile Angina pectoris (AP): Angina pectoris ist das Leitsymptom bei
einer koronaren Herzerkrankung. Eine Angina pectoris ist oftmals
gekennzeichnet durch ein Druckgefühl hinter dem Brustbein mit
Ausstrahlung in die linke Schulter und den linken Arm. Für eine
instabile Angina pectoris ist symptomatisch: jede erstmalig auftretende
Angina pectoris, Ruhe-Angina und eine zunehmende H?ufigkeit, Dauer und
Intensit?t der Schmerzanf?lle.

Ruhe-Blutdruck von 220 zu 110 Millimeter Quecksilber (mm Hg)
"Frische" Thrombose (Blutpfropfbildung) oder Embolie (Verschluss eines
Gef??es durch ein in die Blutbahn verschlepptes Gebilde)
Klinisch manifester Herzfehler, wie z. B. Aortenklappenstenose 

Unter Umst?nden müssen bestimmte Herzmedikamente vor einem
Belastungs-EKG abgesetzt werden. Fragen Sie Ihren Arzt, ob und ab wann
Sie welches Ihrer Medikamente nicht mehr einnehmen sollen. Setzen Sie
keinesfalls eigenm?chtig Medikamente ab! 

Wie wird ein Belastungs-EKG durchgeführt?
Vor dem Belastungs-EKG erstellt der Arzt erst ein Ruhe-EKG. Je nach
Verfügbarkeit w?hlt er nun eine Methode zur Durchführung des
Belastungs-EKG aus. Oft wird die Fahrradergometrie, also ein
station?res Fahrrad, eingesetzt. Der Patient kann dabei sitzen oder
liegen. Die Belastungsintensit?t wird meist alle zwei Minuten um 25 bis
50 Watt gesteigert. Dabei registriert der Arzt das EKG und den
Blutdruck mindestens am Ende jeder Belastungsstufe. Sechs bis zehn
Minuten nach Belastungsende, in der Erholungsphase, werden EKG und
Blutdruck alle zwei Minuten erfasst.

Die Untersuchung wird vorzeitig beendet, sobald eine der im Folgenden
genannten Situationen eintritt
Angina pectoris
Neu auftretende EKG-Ver?nderungen und Rhythmusst?rungen
Blutdruckerh?hung auf mehr als 240 mm Hg (systolisch) oder h?her als
120 mm Hg (diastolisch) 
Fehlender Blutdruckanstieg unter Belastung
Blutdruckabfall
Atemnot, Bl?sse, Schwindel
Muskul?re Ersch?pfung
Erreichen der maximalen Herzfrequenz: Das entspricht 220 minus
Lebensalter. 
Ziel des Belastungs-EKG ist es, die maximale Herzfrequenz des Patienten
zu erreichen. In diesem Fall ist die Untersuchung aussagekr?ftig.
Welche Komplikationen k?nnen bei einem Belastungs-EKG auftreten?

In sehr seltenen F?llen entsteht beim Belastungs-EKG ein Lungen?dem,
eine Flüssigkeitsansammlung in der Lunge. Auch Kammerflimmern oder
Herzinfarkt ist m?glich. Daher sollte bei einem Belastungs-EKG immer
ein Arzt anwesend sein.

Welche Alternativen gibt es zum Belastungs-EKG?
Eine Alternative zum Belastungs-EKG ist die
Belastungs-Echokardiographie, auch Stress-Echokardiographie genannt.
Dabei handelt es sich um eine Ultraschall-Untersuchung des Herzens,
w?hrend gleichzeitig die Herzarbeit gesteigert wird. Diese Steigerung
der Herzt?tigkeit wird entweder durch Ergometerbelastung (auf einem
station?ren Fahrrad) oder durch Medikamente bewirkt. Beobachtet wird
die belastungsabh?ngige Kontraktion (Zusammenziehung) des Herzmuskels.
Der Arzt kann dabei vor allem Kontraktionsst?rungen bei verengten
Herzkranzgef??en feststellen.

Durchblutungsst?rungen des Herzens k?nnen auch mit Hilfe einer
Szintigrapie oder in einer Herzkatheter-Untersuchung diagnostoziert
werden. 
Auch beim Langzeit-EKG, bei dem das EKG meist über die Dauer von 24
Stunden registriert wird, k?nnen Herzrhythmusst?rungen unter
k?rperlicher Belastung erfasst werden. Nur ist diese k?rperliche
Aktivit?t im Unterschied zum Belastungs-EKG in ihrer Intensit?t nicht
genau messbar und daher weniger nachvollziehbar.


Leo Imanov 

Abdu-lLah
AllahsSlave






                
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