.ausgestrahlt – Gemeinsam gegen Atomenergie
Pressemitteilung

Stuttgart, 12. März 2010


Anti-Atom-Menschenkette überschattet von drohender Kernschmelze in Japan

Atomkraftgegner hoffen, dass sich Lage in japanischen AKW stabilisiert /
Forderung nach Konsequenzen an Bundesregierung und Stromkonzerne


Überschattet von der drohenden Kernschmelze in gleich mehreren
japanischen Atomkraftwerken werden heute Zehntausende Atomkraftgegner
eine 45 Kilometer lange Menschenkette zwischen dem AKW Neckarwestheim
und der Staatskanzlei in Stuttgart bilden. Die Aktion steht unter dem
Motto „Atomausstieg in die Hand nehmen“ und wird von einem Bündnis aus
Umweltverbänden und Anti-Atom-Organisationen veranstaltet.

Aus 159 Städten sind Busse zur Ketten-Strecke unterwegs. Drei Sonderzüge
aus Hamburg, Bremen und Berlin fahren nach Stuttgart.

Jochen Stay, Sprecher der Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt, die die
Menschenkette mit veranstaltet, erklärt zur aktuellen Situation:

„Selten hat eine Anti-Atom-Demonstration unter solch schwierigen
Voraussetzungen stattgefunden. Unsere Gedanken sind bei den Menschen in
Japan und wir alle hoffen, dass die Betriebsmannschaften in den
Atomkraftwerken von Fukushima die Lage in den Griff bekommen, bevor noch
Schlimmeres passiert.

Selten hat aber auch eine Anti-Atom-Demonstration zu einem richtigeren
Zeitpunkt stattgefunden. Die Ereignisse in Japan sind der deutliche
Beweis, dass selbst in einem Hochtechnologie-Land mit besonderer
Sicherheitskultur nicht alle Risiken der Atomenergie beherrscht werden
können. Voller Bitterkeit stellen wir fest, dass wir Recht behalten
haben: Sicher ist bei der Atomkraft nur das Risiko.

Wir fordern von der Bundesregierung die Stilllegung der Atomkraftwerke
in Deutschland. Noch haben wir die Wahl, ob wir vor oder nach dem
Super-GAU in einem hiesigen AKW aus dieser unverantwortbaren Technologie
aussteigen. Keiner der 17 deutschen Reaktoren wäre heute noch
genehmigungsfähig. Überall gibt es eklatante Sicherheitsmängel.

Wir fordern von den Stromkonzernen, dass sie aufhören, aus alten
Pannenreaktoren Milliardengewinne zu pressen und damit ein ganzes Land
in Geiselhaft nehmen. Seht endlich ein, dass auch Ihr keine
hundertprozentige Sicherheit garantieren könnt!

Die bereits im letzten Jahr erstarkte neue Anti-AKW-Bewegung wird über
den heutigen Tag hinaus Druck machen, damit die Bundesregierung endlich
die Sicherheitsinteressen der Bevölkerung vertritt und nicht länger die
Gewinninteressen von Eon, RWE, EnBW und Vattenfall.“


Rückfragen an Jochen Stay, Tel. 0170-9358759
http://www.ausgestrahlt.de

.ausgestrahlt ist eine bundesweite Anti-Atom-Organisation, die
AtomkraftgegnerInnen darin unterstützt, aus ihrer Haltung öffentlichen
Protest zu machen.
-- 
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