.ausgestrahlt – Gemeinsam gegen Atomenergie
Pressemitteilung

Hamburg, 13. März 2010


„Bundesregierung soll nicht reden, sondern handeln“

Kein Vertrauen in Ankündigung von Sicherheitsüberprüfungen. Restrisiko
erscheint in neuem Licht.


Zu den Ankündigungen der Bundesregierung, die Sicherheit der deutschen
Atomkraftwerke angesichts der Katastrophe im japanischen Fukushima zu
überprüfen, erklärt Jochen Stay, Sprecher der Anti-Atom-Organisation
.ausgestrahlt:

„Röttgen und Merkel holen die Segel ein, um dem wachsenden
atomkritischen Wind aus der Gesellschaft zu entgehen. Dabei wollen sie
weiter auf Atom-Kurs bleiben und die Stilllegung der AKW verhindern.

So lange mit Gerald Hennenhöfer ein Atomlobbyist Chefaufseher für die
AKW ist, haben wir Null Vertrauen, dass der Regierung die Sicherheit der
Bevölkerung wichtiger ist, als die Gewinninteressen der Stromkonzerne.

Wenn in einem Hochtechnologie-Land wie Japan die Sicherheit der
Reaktoren nicht gewährleistet werden kann, dann gilt Gleiches für
Deutschland. Das bisher schon von den AKW-Betreibern eingeräumte
Restrisiko erscheint in einem völlig neuen Licht. Keines der deutschen
Kraftwerke wäre heute noch genehmigungsfähig. Deshalb fordern wir von
der Bundesregierung, die Atomkraftwerke jetzt stillzulegen.

Es reicht nicht, wenn der Bundesumweltminister in salbungsvollen Worten
mitteilt, er habe gelernt, dass es keine absolute Sicherheit gibt. Dann
muss er auch die Konsequenzen daraus ziehen.

Tauchen bei Autos Produktionsfehler auf, machen die Hersteller eine
Rückrufaktion und ziehen alle Wagen aus dem Verkehr, bis die Fehler
behoben sind. Wir erwarten von der Bundeskanzlerin keine hohlen Worte,
sondern Handeln: Ziehen sie die gefährlichen Meiler aus dem Verkehr!“


Rückfragen an Jochen Stay, Tel. 0170-9358759
http://www.ausgestrahlt.de

.ausgestrahlt ist eine bundesweite Anti-Atom-Organisation, die
AtomkraftgegnerInnen darin unterstützt, aus ihrer Haltung öffentlichen
Protest zu machen.
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