.ausgestrahlt – Gemeinsam gegen Atomenergie
Pressemitteilung

Hamburg, 21. März 2010


141.612 Menschen demonstrieren in 726 Orten für die Stilllegung der AKW

Botschaft an Merkel: Es reicht nicht aus, sieben AKW für drei Monate
runterzufahren


Am heutigen Abend haben sich unter dem Motto „Fukushima ist überall -
Atomausstieg jetzt!“ bundesweit 141.612 Menschen in 726 Orten an
Mahnwachen zum Gedenken an die Opfer der japanischen Katastrophen und
gegen den Weiterbetrieb der Atomkraftwerke beteiligt. Dazu erklärt
Jochen Stay, Sprecher der Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt, die zu
den Mahnwachen aufgerufen hat:

„Die Botschaft des heutigen Abends an die Kanzlerin, die sich morgen mit
den Ministerpräsidenten trifft, um über ihre zukünftige Energiepolitik
zu beraten: Es reicht nicht aus, sieben AKW für drei Monate
runterzufahren. Die Bevölkerung verlangt die tatsächliche Stilllegung
der Atomkraftwerke. Angela Merkel muss Politik für die Interessen der
Menschen machen, nicht für vier Stromkonzerne, die mit der
Risikotechnologie Atomkraft Milliardengewinne machen wollen.

Jede Trickserei und Abschwächung von Sicherheitskriterien wird von uns
genau wahrgenommen. Es kann nur darum gehen, ob es in einem Kraftwerk zu
einer Kernschmelze kommen kann, ja oder nein. Und wenn dies möglich ist,
dann müssen alle diese Reaktoren endgültig abgeschaltet werden.“

Vor einer Woche – vor Ausrufung des Moratoriums – hatten bei ähnlichen
Mahnwachen 110.000 Menschen in 450 Orten demonstriert. „Das Moratorium
hat noch mehr Menschen auf die Straße gebracht, weil es nicht die
Erwartungen der Bevölkerung erfüllt“, so Jochen Stay.

Die nächsten Proteste sind bereits in Vorbereitung: Am Samstag werden in
den vier größten Städten des Landes, Berlin, Hamburg, Köln und München,
Großdemonstrationen für einen sofortigen Atomausstieg stattfinden.


Rückfragen an Jochen Stay, Tel. 0170-9358759

-- 
Pressedienst von ausgestrahlt.de
Für Rückfragen mailto:[email protected]
oder im Internet unter:
http://www.ausgestrahlt.de

Antwort per Email an