.ausgestrahlt – Gemeinsam gegen Atomenergie
Pressemitteilung

Hamburg, 31. März 2010


„Die Überprüfung der AKW kann man sich sparen“

Schwachstellen aller 17 Reaktoren sind bekannt / Sicherheitskriterien
werden Politik angepasst


Zum Anforderungskatalog der Reaktorsicherheitskommission für die
Sicherheitsüberprüfung der deutschen Atomkraftwerke erklärt Jochen Stay,
Sprecher der Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt:

„Die erneute Überprüfung der AKW kann man sich sparen. Denn es ist in
der Fachwelt Konsens, dass in keinem der 17 Reaktoren eine Kernschmelze
ausgeschlossen werden kann. Das lässt sich auch nicht durch
Nachrüstungen ändern. Die Schwachstellen sind seit Jahrzehnten bekannt.

Wenn nun die gleichen Institutionen die Überprüfung vornehmen sollen,
die in der Vergangenheit immer behauptet haben, die AKW seien sicher,
dann sind die Ergebnisse mit Vorsicht zu genießen.

Wie viele Atomkraftwerke stillgelegt werden, ist am Ende eine politische
Machtfrage. Die Wissenschaftler werden nur dazu gebraucht, Kriterien zu
finden, die die politischen Entscheidungen flankieren. Die
Sicherheitskriterien werden also der Politik angepasst und nicht die
politischen Entscheidungen der Sicherheit.

Wenn Ereignisse wie in Japan hierzulande verhindert werden sollen, dann
müssen alle 17 Atomkraftwerke sofort stillgelegt werden.“


Rückfragen an Jochen Stay, Tel. 0170-9358759
http://www.ausgestrahlt.de

.ausgestrahlt ist eine bundesweite Anti-Atom-Organisation, die
AtomkraftgegnerInnen darin unterstützt, aus ihrer Haltung öffentlichen
Protest zu machen.
-- 
Pressedienst von ausgestrahlt.de
Für Rückfragen mailto:[email protected]
oder im Internet unter:
http://www.ausgestrahlt.de

Antwort per Email an