Gemeinsame Presseinformation
von .ausgetrahlt und IPPNW
vom 27. April 2011
Live-Ticker zur Ethikkommission
Unabhängige Informationen: .ausgestrahlt und IPPNW kommentieren live die
Sitzung der "Ethikkommission für eine sichere Energieversorgung"
Mit einem Live-Ticker begleiten die atomkritischen Organisationen
.ausgestrahlt und IPPNW am morgigen Donnerstag die erste öffentliche
Sitzung der von der Bundesregierung eingesetzten "Ethikkommission für
eine sichere Energieversorgung".
Am 28. April 2011 finden Sie während der Sitzung live von 9 bis 20 Uhr
auf der Website
http://www.ausgestrahlt.de/live
kritische Analysen, Bewertungen und Kommentare von:
- Jochen Stay, Sprecher der Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt
- Armin Simon, Journalist und Autor u.a. des Buches "Das atomare Kuckucksei"
- Henrik Paulitz, Energieexperte der IPPNW
Henrik Paulitz: "Es ist wichtig, die Beratungen der Ethikkommission
kritisch zu begleiten – zu viel steht auf dem Spiel. In der
Vergangenheit, gerade in den letzten Wochen, haben wir erlebt, dass die
Bundesregierung mehr auf Wahlergebnisse schielt, statt eine
verantwortungsvolle Energiepolitik zu machen. Die Ethikkommission ist
ein zentraler Baustein der Kommunikationsstrategie von Bundeskanzlerin
Angela Merkel. Wir werden über den Live-Ticker die Aussagen der
Kommissionsteilnehmer bewerten, offene Fragen klären, Probleme benennen
und vertiefende Antworten geben."
Jochen Stay: "Wir werden in unseren Ticker-Kommentaren den Finger in die
Wunde legen, immer dann, wenn die Risiken der Atomenergie relativiert
werden. Es macht keinen Sinn, die notwendige Stilllegung von
Atomkraftwerken gegen die Fragen von Strompreisentwicklung und
Versorgungssicherheit aufzurechnen."
Hintergrund:
Am 22. März 2011 hat Bundeskanzlerin Angela Merkel eine Ethikkommission
eingesetzt, "um über die Zukunft der Kernenergie zu beraten". Es gehe
darum, Risiken zu bewerten und einzuordnen. Der Auftrag an die
Kommission ist ambivalent: Einerseits soll es um den "schnellen Übergang
in das Zeitalter der erneuerbaren Energien" gehen, andererseits betont
Kanzlerin Merkel, es gehe um einen "Ausstieg mit Augenmaß", der Übergang
in das Zeitalter der erneuerbaren Energien solle ein "praktikabler" sein.
Das bedeutet nichts anderes, als dass beim Umbau der Energiewirtschaft
erwartungsgemäß wieder einmal auf die Bremse gedrückt wird. IPPNW und
.ausgestrahlt befürchten zudem, dass es in erster Linie weiterhin darum
gehen wird, die Gewinne der großen Energiekonzerne zu sichern und den
dezentralen Ausbau der Erneuerbaren Energien zu behindern.
Kontakt:
Jochen Stay, .ausgestrahlt, Tel. 0170-93 58 759, www.ausgestrahlt.de
Henrik Paulitz, IPPNW, Tel. 0171-53 888 22, www.ippnw.de
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