.ausgestrahlt, Anti-Atom Berlin, Bund für Umwelt und Naturschutz
Deutschland (BUND), Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg, Campact und
Naturfreunde Deutschlands
Gemeinsame Pressemitteilung
Berlin, 9. April 2013
"Erst Grundlagen für Endlagersuche schaffen, dann Gesetz beschließen -
ohne Gorleben"
Vor dem entscheidenden Treffen von Bund und Ländern zur Verabschiedung
eines Gesetzes zur Suche nach einem Atomendlager haben
Atomkraftgegnerinnen und Atomkraftgegner vor der niedersächsischen
Landesvertretung in Berlin für den Ausschluss von Gorleben als
Endlagerstandort demonstriert. Außerdem forderten sie, die Arbeit der
geplanten Enquete-Kommission zur Endlagersuche nicht durch ein überhastet
beschlossenes Suchgesetz zu beschränken.
Die Installierung einer Enquete-Kommission, die zwei Jahre lang die
Grundlagen der Endlagersuche erarbeite, sei zwar richtig. Dringend
erforderlich sei jedoch eine Umkehrung des Verfahrens, forderten die
Umweltverbände und Anti-Atom-Initiativen. Die Kommission müsse zuerst die
grundsätzlichen Fragen zur Endlagersuche klären, bevor ein Gesetz erlassen
werde und nicht anders herum.
Der Standort Gorleben dürfe bei der weiteren Suche nach einem Endlager
keine Rolle mehr spielen. Gorleben genüge keinen wissenschaftlichen
Kriterien für ein Atomendlager und sei allein aus politischen Motiven
ausgewählt worden. Ein Verfahren, das Gorleben als einzigen bisher
genannten Standort beinhalte, mache einen breiten gesellschaftlichen
Konsens bei der Endlagersuche unmöglich. Welche Gefahren von ungeeigneten
Standorten für Atommülllager ausgingen, lasse sich am absaufenden
Salzbergwerk Asse nicht weit von Gorleben sehr genau ablesen.
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* Thorben Becker, BUND, mobil: 0173-6071603
* Martin Donat, Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg, mobil:
0160-99586652
* Susanne Jacoby, Campact, mobil: 0151-50524684
* Uwe Hiksch, Naturfreunde Deutschlands, mobil: 0176-62015902
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Stefan Diefenbach-Trommer
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