.ausgestrahlt – gemeinsam gegen Atomenergie
Pressemitteilung

Hamburg, 9. August 2013


Atommüll-Kommission: Müller ist eine schlechte Wahl

Designierter Vorsitzender tief in der Energiewirtschaft verwurzelt /
Kein neutraler Mittler / Stimmberechtigte Mitglieder der Kommission
werden an der Frage des Vorsitzes nicht beteiligt


Zur Nachricht, der Energie-Manager und ehemalige
Bundeswirtschaftsminister Werner Müller solle Vorsitzender der
Atommüll-Kommission werden, erklärt Jochen Stay, Sprecher der
Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt:

„Jetzt soll also ein ehemaliger Manager von RWE und der Eon-Vorgängerin
VEBA die Kommission zur Atommüll-Frage leiten. Der tief in der
Energiewirtschaft verwurzelte Werner Müller ist alles andere als ein
neutraler Mittler zwischen den unterschiedlichen Interessen in Sachen
Endlagerung. Damit bekommt die Kommission schon vor ihrem Start eine
ungute Schieflage.

Müller ist eine schlechte Wahl. Die Personalie zeigt, dass es der
Bundesregierung nicht um einen wirklichen Neuanfang in der Debatte um
die Lagerung hochradioaktiver Abfällen geht, sondern dass die Interessen
der Stromkonzerne weiter im Mittelpunkt stehen. Dass der ebenfalls
vorgeschlagene ehemalige Umweltminister Klaus Töpfer am Veto der FDP
gescheitert sein soll, spricht Bände.

Noch ein anderer Aspekt lässt Zweifel an der Unabhängigkeit der
Kommission aufkommen: Obwohl nur die acht Wissenschaftler und acht
Vertreter der Zivilgesellschaft Stimmrecht in der Kommission haben
sollen, handeln die ohne Stimmrecht beteiligten Parteipolitiker die
Personalie des Vorsitzenden alleine aus.“


Rückfragen an
Jochen Stay, Tel.: 0170-9358759
http://www.ausgestrahlt.de

.ausgestrahlt ist eine bundesweite Anti-Atom-Organisation, die
AtomkraftgegnerInnen darin unterstützt, aus ihrer Haltung öffentlichen
Protest zu machen.

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