Pressemitteilung des Trägerkreises der Demonstration „Energiewende retten“
.ausgestrahlt – gemeinsam gegen Atomenergie, Attac, Bundesverband
Bürgerinitiativen Umweltschutz BBU, Campact – Demokratie in Aktion,
NaturFreunde Deutschlands

Berlin, 30. November 2013

16.000 bei Energiewende-Demonstration im Berliner Regierungsviertel
Empörung über Große Koalition: "Frontalangriff auf Energiewende" /
Forderung: Sonne und Wind statt Fracking, Kohle und Atom


Am heutigen Samstag forderten mehr als 16.000 Menschen von der künftigen
Bundesregierung, die Energiewende mit Sonne und Wind zu gestalten und
Fracking, Kohle und Atom aufs Abstellgleis zu stellen. Der
Koalitionsvertrag von CDU, CSU und SPD nutze nicht die riesige Chance, mit
der Energiewende beim Klimaschutz ernst zu machen, Atomkraft abzuschalten,
den Stromkonzernen den Stecker zu ziehen und für eine Energieversorgung in
Bürgerhand zu sorgen. Die 16.000 Demonstranten starteten am Berliner
Hauptbahnhof und umzingelten das Kanzleramt. Gleichzeitig ließen
Teilnehmer zig Drachen vor dem Reichstag steigen, die vor einer Woche
landauf landab mit Energiewende-Forderungen bemalt wurden.

Aufgerufen zu der Energiewende-Demo hatten zusammen mit mehr 60 anderen
Organisationen und Gruppen unter anderem die Anti-Atom-Organisation
.ausgestrahlt, das Kampagnennetzwerk Campact, die NaturFreunde
Deutschland, Attac und der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz.

Jochen Stay, Sprecher der Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt:
"Trotz kurzer Vorbereitungszeit und trotz Novemberwetter sind heute
Tausende auf die Straße gegangen, um die Energiewende gegen die große
Koalition und die alten Stromkonzerne zu verteidigen. Die Empörung über
die geplante Energiepolitik ist groß. Alle Umfragen zeigen: Die
Bevölkerung will deutlich schneller raus aus der Atomkraft und nicht
länger auf Kohle setzen. Gehen Union und SPD einen anderen Weg, dann wird
der heutige Tag der Auftakt für weitaus größere Proteste sein."

Christoph Bautz, Geschäftsführer des Kampagnennetzwerks Campact, ergänzt
zu den Hintergründen der Demonstration:
"Schwarz-Rot plant einen Frontalangriff auf die Energiewende und will mit
einem Ausbaudeckel die Erneuerbaren ausbremsen. Nach der Photovoltaik geht
es jetzt der Windkraft an den Kragen – und damit ausgerechnet der
kostengünstigsten Stütze der Energiewende. Stattdessen setzt Schwarz-Rot
auf Kohlekraft und will mit neuen Subventionen verhindern, dass alte
Kohlemeiler endlich eingemottet werden. Der Klientelpolitik für RWE, Eon
und Vattenfall stellen sich viele Bürger in den Weg. Zu Tausenden gehen
wir für eine konsequente Energiewende und einen raschen Ausstieg aus der
Kohlekraft auf die Straße.“

Jens-Martin Rode vo der AG Energie, Klima Umwelt des
globalisierungskritischen Netzwerkes Attac erklrte:
"Diese Demonstration macht deutlich: Es gibt in unserem Land eine starke
und vielschichtige Zivilgesellschaft, die sich einem Ausbremsen der
Energiewende entgegenstellet. Dabei zeigt sich, dass die
gesellschaftlichen Kämpfe um eine demokratische ökologische und soziale
Energieversorgung in der Mitte der Gesellschaft angekommen sind und von
einem breiten Spektrum getragen werden.“

Michael Müller, Bundesvorsitzender NaturFreunde Deutschlands, sagte:
"Seit 1982 kämpfen die Umweltverbände für eine Energiewende. Bis heute kam
sie nicht zustande, noch keine Regierung hatte ein Konzept, das
Energiesparen, Effizienzrevolution und Erneuerbare Energien
zusammenbringt. Jetzt wurde erneut die Handbremse gezogen. Der Krieg des
fossilen Zeitalters gegen die Menschheit geht weiter."

http://www.energiewende-demo.de

Die Demonstration wird gegen 16:15 Uhr enden.
Für Rückfragen und O-Tönes tehe vor Ort und telefonisch zur Verfügung:

Jochen Stay, Sprecher von .ausgestrahlt
0170 – 935 87 59, [email protected]

Jens-Martin Rode, Attac AG Energie-Klima-Umwelt
0176 – 217 58 355, [email protected]

Christoph Bautz, Geschäftsführender Vorstand von Campact
0163 – 595 75 93, [email protected]:

Uwe Hiksch, NaturFreunde Deutschlands
0176 – 620 15 902, [email protected]


-- 
Pressedienst von ausgestrahlt.de
Für Rückfragen mailto:[email protected]
oder im Internet unter:
http://www.ausgestrahlt.de

Antwort per Email an