.ausgestrahlt - gemeinsam gegen Atomenergie
Pressemitteilung

Hamburg, 19. November 2014


Atommüll: Haben Betreiber und Behörden gegen Vorschriften verstoßen?

Verantwortliche müssen zur Rechenschaft gezogen werden


Zu den Ursachen der undichten Atommüll-Fässer erklärt Jochen Stay,
Sprecher der Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt:

„Es reicht nicht aus, die Schäden an Atommüll-Fässern einfach
festzustellen, sondern jetzt muss ermittelt werden, wer die
Verantwortung für dieses Desaster trägt. Und die Verantwortlichen müssen
zur Rechenschaft gezogen werden.

An 17 Standorten in Deutschland sind etwa 2.000 Atommüll-Fässer
beschädigt oder undicht. Als Begründung weisen die Eigentümer des Mülls
und die Behörden unisono darauf hin, dass ursprünglich eine frühere
Einlagerung in Schacht Konrad geplant gewesen sei und niemand damit
gerechnet habe, dass diese Fässer so lange oberirdisch aufbewahrt werden
müssen.

Dabei ist seit langem bekannt, dass sich die Einlagerung in Schacht
Konrad verzögert. Das ist keine neue Erkenntnis. Und normalerweise wird
die Zwischenlagerung von Atommüll nur für befristete Zeiträume von den
Behörden genehmigt.

Wir fragen also: War die Lagerung in diesen Fässern gar nicht so lange
genehmigt und haben sich die Betreiber der Zwischenlager darüber
hinweggesetzt? Oder haben die Behörden der jahrzehntelange Aufbewahrung
in vor sich hin rottenden Fässern zugestimmt? Haben die Müll-Eigentümer
den Behörden vorgegaukelt, es sei alles sicher? Gab es keine
regelmäßigen Kontrollen? Wer trägt die Verantwortung dafür, dass alles
so schief gelaufen ist?

Es ist empörend, dass alle Beteiligten so tun, als seien beschädigte und
undichte Fässer ein ganz normaler Vorgang und als gäbe es niemand, der
die undichten Fässer zu verantworten hat.“


Rückfragen an
Jochen Stay, Tel.: 0170-9358759
http://www.ausgestrahlt.de

.ausgestrahlt ist eine bundesweite Anti-Atom-Organisation, die
AtomkraftgegnerInnen darin unterstützt, aus ihrer Haltung öffentlichen
Protest zu machen.
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