.ausgestrahlt - gemeinsam gegen atomenergie
Umweltinstitut München
Gemeinsame Pressemitteilung
Hamburg/München, 15. Februar 2016
Atommüll-Fonds: Neue atomare Milliardenrisiken drohen
Kommission muss unbegrenzte Nachschusspflicht der AKW-Betreiber
festschreiben!
Die Atom-Finanz-Kommission hat dem von den Energieunternehmen
vorgeschlagenen Stiftungsmodell eine Absage erteilt. Stattdessen sollen
die Atom-Rückstellungen in einen Fonds überführt werden – allerdings nur
teilweise.
„Die bekannt gewordenen Pläne der Atom-Finanz-Kommission bedeuten neue
atomare Milliardenrisiken für die SteuerzahlerInnen. Denn die Lagerung
des Atommülls wird am Ende sicher deutlich teurer, als von den Konzernen
kalkuliert“, kritisiert Matthias Weyland von .ausgestrahlt. Nötig sei
daher, eine unbegrenzte Nachschusspflicht der Konzerne für den Fonds
festzuschreiben, andernfalls blieben alle Kostensteigerungen an der
Allgemeinheit hängen. „Mit dem versprochenen ‚Verursacherprinzip‘ hat
das nichts zu tun“, so Weyland.
Franziska Buch, Referentin für Energie und Klima im Umweltinstitut
München, ergänzt: „Die Kommission muss auch das Geld für den Abriss der
Atomanlagen sichern. Nach ihren bisherigen Vorstellungen soll dieser
Teil der Rückstellungen bei den Konzernen verbleiben. Die Rückstellungen
sind jedoch nur bilanziell vorhanden. Damit kann nicht garantiert
werden, dass das Geld auch tatsächlich zur Verfügung steht, wenn es
benötigt wird.“
135.000 Menschen fordern auf Initiative von .ausgestrahlt und
Umweltinstitut München bereits, die AKW-Betreiber nicht aus der
finanziellen Verantwortung für ihre atomaren Altlasten zu entlassen.
Rückfragen an:
- Matthias Weyland, .ausgestrahlt, Tel. 0163-7758838
- Franziska Buch, Umweltinstitut, Tel. 089-30774917
Mehr Infos:
- www.ausgestrahlt.de/badbank
--
Pressedienst von ausgestrahlt.de
Für Rückfragen mailto:[email protected]
oder im Internet unter:
https://www.ausgestrahlt.de