.ausgestrahlt – gemeinsam gegen Atomenergie
Pressemitteilung
Essen/Hamburg, 8. Juni 2016
Keine Dividende für Zechpreller!
Ausgliederung von Uniper erhöht das Risiko der SteuerzahlerInnen, auch
für den Abriss der Eon-AKW drauflegen zu müssen. Protest vor der
Eon-Hauptversammlung in Essen
Zur heutigen Eon-Hauptversammlung und der Eon/Uniper-Aufspaltung erklärt
Armin Simon, Sprecher der Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt:
„Für die Lagerung seines Atommülls hat Eon angeblich kein Geld – da
sollen die SteuerzahlerInnen einspringen. Selbst den von der
Atom-Finanz-Kommission geforderten niedrigen Einmalbeitrag für den
geplanten Atommüll-Fonds weigert sich der Konzern zu bezahlen. An seine
Aktionäre aber schüttet er allein in diesem Jahr 1 Milliarde Euro
Dividende aus. Das ist nichts anderes als Zechprellerei zu Lasten der
Allgemeinheit.
Die Bundesregierung muss dem einen Riegel vorschieben und – anders als
von der Atom-Finanz-Kommission (KFK) empfohlen – auf einer unbegrenzten
Haftung der AKW-Betreiber für den von ihnen verursachten Atommüll
bestehen. Sie muss zudem eine Regelung schaffen, wie sie bei Bedarf auf
künftige Gewinne von Eon, RWE, EnBW und Vattenfall zugreifen kann. Denn
schon heute ist abzusehen, dass die Mittel des geplanten Atommüll-Fonds
nicht ausreichen werden, die tatsächlichen Atommüll-Kosten zu decken.
Dies gilt erst recht, wenn sich Suche, Bau und Inbetriebnahme eines
Atommülllagers bis ins 22. Jahrhundert verschieben, wie es inzwischen
auch die Atommüll-Kommission prognostiziert.
Auch bei den Kosten für den Abriss der AKW und die Verpackung des
Atommülls versucht sich Eon aus der Verantwortung zu ziehen. Mit der
Eon/Uniper-Aufspaltung soll ein großer Teil des Konzernvermögens in die
neue Gesellschaft Uniper fließen. Bei einem Konkurs von Eon könnte
dieses Geld dann nicht mehr herangezogen werden, um den AKW-Abriss zu
bezahlen. Damit steigt das Risiko, dass die SteuerzahlerInnen am Ende
auch dafür noch bezahlen müssen. Die von der Bundesregierung
angekündigte Ergänzung des geplanten Nachhaftungsgesetzes ändert daran
nichts: Die Kosten für den Abriss der AKW werden davon weiterhin nicht
erfasst, wie das Bundeswirtschaftsministerium .ausgestrahlt gegenüber
bestätigt hat.
AtomkraftgegnerInnen und die Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt
protestieren heute vor der Hauptversammlung von Eon gegen diese doppelte
Bereicherung der Aktionäre auf Kosten der Allgemeinheit. Auf
Transparenten fordern sie: ‚Wer Atommüll produziert, muss auch dafür
bezahlen – Keine Dividende für Zechpreller!‘“
Rückfragen an
Armin Simon, Tel.: 0163-8832446
http://www.ausgestrahlt.de
.ausgestrahlt ist eine bundesweite Anti-Atom-Organisation, die
AtomkraftgegnerInnen darin unterstützt, aus ihrer Haltung öffentlichen
Protest zu machen.
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