.ausgestrahlt - gemeinsam gegen Atomenergie
Pressemitteilung

Obrigheim/Hamburg, 16. Mai 2017


Castor auf dem Neckar: Problem wird verschoben – nicht behoben

Atomkraftgegner fordern Stopp der Transporte


Zur heute erteilten Transportgenehmigung für die Castor-Transporte auf
dem Neckar erklärt Jochen Stay, Sprecher der Anti-Atom-Organisation
.ausgestrahlt:

„Das alte Spiel in Sachen Atomkraft soll auch am Neckar fortgesetzt
werden: Damit die EnBW Geld sparen kann, werden die Anwohnerinnen und
Anwohner der Transportstrecke immensen Risiken ausgesetzt. Die geplanten
fünf Atommüll-Transporte auf dem Neckar führen mitten durch den Großraum
Heilbronn, in dem einige Hunderttausend Menschen leben.

Statt am Standort Obrigheim eine robuste Lagerhalle für Atommüll zu
errichten, will die EnBW hochradioaktive abgebrannte Brennelemente ins
50 Kilometer neckaraufwärts gelegene AKW Neckarwestheim bringen. Das
dortige Castor-Lager steht auf einsturzgefährdetem Untergrund – ein
denkbar schlechter Platz für die Aufbewahrung solch gefährlicher Stoffe.
Das Atommüll-Problem wird mit diesen Transporten nicht gelöst, sondern
nur unter großen Gefahren verlagert.

Wir fordern von der EnBW, auf die Transporte zu verzichten und
stattdessen zügig den Neubau einer robusten Lagerhalle in Obrigheim
anzugehen.“

Anti-Atom-Gruppen aus ganz Deutschland bereiten sich auf Proteste gegen
die Castor-Transporte auf dem Neckar vor. Schon am kommenden Sonntag
(21.5.) wird es eine bunte Boots-Demonstration auf dem Neckar von
Kirchheim bis Lauffen geben, direkt vorbei am AKW Neckarwestheim. Nähere
Informationen auf https://www.neckar-castorfrei.de/


Rückfragen an
Jochen Stay, Tel.: 0170-9358759
http://www.ausgestrahlt.de

.ausgestrahlt ist eine bundesweite Anti-Atom-Organisation, die
AtomkraftgegnerInnen darin unterstützt, aus ihrer Haltung öffentlichen
Protest zu machen.

-- 
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