.ausgestrahlt – gemeinsam gegen Atomenergie
Pressemitteilung
Hamburg, 18.01.2020
Atommüll-Zwischenlager Brunsbüttel unbefristet illegal
Umweltminister Albrecht (S-H) will Anordnung zur Castor-Lagerung im
ungenehmigten Zwischenlager Brunsbüttel unbefristet verlängern /
Atomgesetz ausgehebelt / Vattenfall hat wesentliche Fragen zur
Sicherheit der Halle bis heute nicht nachgewiesen
Zum Bericht des NDR vom 17.01.2020
(https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/schleswig-holstein_magazin/Atommuell-Lager-weiterhin-ohne-Genehmigung,shmag69448.html),
wonach der schleswig-holsteinische Umweltminister Jan Philipp Albrecht
(Grüne) die Atommüll-Lagerung im nicht genehmigten Zwischenlager
Brunsbüttel jetzt sogar unbefristet zulassen will, erklärt Armin Simon
von der Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt:
„Anzuordnen, hochradioaktiven Atommüll einfach weiter in der Halle
stehen zu lassen, deren Genehmigung die Gerichte wegen mangelnder
Sicherheitsnachweise just kassiert hatten, war schon vor fünf Jahren
dreist. Albrechts Vorgänger und Parteifreund Robert Habeck hat damals
öffentlich erklärt, dass dieser Zustand ‚maximal‘ drei Jahre anhalten
solle – Zeit für Vattenfall, um eine gültige Genehmigung für die
Atommüll-Lagerung zu erwirken.
Nun stellt sich heraus, dass Vattenfall Unterlagen, die nach
Behördenangaben ‚wesentliche Fragen zum Nachweis der Sicherheit‘ der
Brunsbütteler Castor-Halle betreffen, bis heute nicht eingereicht hat.
Entweder will Vattenfall also die angebliche Sicherheit des
Atommüll-Zwischenlagers gar nicht nachweisen – oder die nötigen
Sicherheitsnachweise sind schlicht nicht zu erbringen, weil die
Castor-Halle zu unsicher ist. In beiden Fällen müsste die Atomaufsicht
dringend intervenieren und endlich für eine zumindest den gesetzlichen
Mindestanforderungen entsprechende Unterbringung des Atommülls sorgen.
Stattdessen setzt das schleswig-holsteinische Ministerium mit seiner
Anordnung seit fünf Jahren die geltenden Sicherheitsregeln für
Atommüll-Zwischenlager außer Kraft. Dass Umweltminister Albrecht diesen
Zustand nun auch noch unbefristet verlängern will, ist ein Schlag ins
Gesicht nicht nur der Anwohnerinnen und Anwohner, die dem Risiko der 20
Castoren in der Halle tagtäglich ausgesetzt sind. Er brüskiert auch
alle, die darauf vertraut haben, dass sich zumindest der Staat an die
von ihm selbst aufgestellten Regeln zum Schutz vor Atomgefahren hält und
diese durchsetzt. Ein vertrauenswürdiger und verantwortungsvoller Umgang
mit Atommüll sieht anders aus.“
Hinweis:
Fragen und Antworten zum Brunsbüttel-Urteil von 2013/2015, zur Reaktion
des schleswig-holsteinischen Umweltministeriums darauf und zur Bedeutung
für die anderen Zwischenlager bundesweit finden Sie unter:
https://www.ausgestrahlt.de/informieren/atommuell/hochradioaktiv/zwischenlagerung/?tab=4#panel4
Rückfragen an:
- Armin Simon, Tel. 0163 8832446
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.ausgestrahlt ist eine bundesweite Anti-Atom-Organisation, die
Atomkraftgegner*innen darin unterstützt, aus ihrer Haltung öffentlichen
Protest zu machen.
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