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Redaktion: Kathrin Klinkusch, Britta Hennigs, Annika Natus
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P R E S S E D I E N S T  ---- Nr. 115/09 ---- 30. September 2009
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Vogelschutz/European Birdwatch 2009
NABU: Am 3. und 4. Oktober die Faszination Vogelzug hautnah erleben
Änderungen im Vogelzug durch Klimawandel möglich

Berlin - Es ist wieder so weit: Mehr als 50 Millionen Zugvögel
verlassen derzeit ihre Brutgebiete in Deutschland, um in wärmere Gefilde
zu ziehen. Viele Vogelarten haben sich bereits versammelt oder sind
schon auf dem Weg in den Süden. Anlässlich dieses Naturschauspiels
organisiert der NABU auch in diesem Jahr wieder das „Wochenende des
Vogelzugs“: den Birdwatch. Am 3. und 4. Oktober werden Vogelfreunde in
mehr als 30 Ländern Europas zu den Ferngläsern greifen, ihre
Beobachtungen notieren und den Veranstaltern melden. „Das faszinierende
Schauspiel des Vogelzugs soll auch in diesem Herbst möglichst viele
Naturfreunde begeistern“, sagte NABU-Vogelschutzexperte Markus Nipkow.
Dazu bietet der NABU bundesweit rund 100 Exkursionen zum Thema Vogelzug
an. Eine der größten Birdwatch-Veranstaltungen ist auch in diesem Jahr
der „Westküsten-Vogelkiek“ in Schleswig-Holstein.

Wer lieber auf eigene Faust beobachten möchte, kann sich dem Birdwatch
ebenfalls anschließen und seine Zugvogeldaten übermitteln. Der NABU
bietet dazu im Internet unter www.birdwatch.de die Möglichkeit zur
schnellen und bequemen Online-Eingabe. Neben aktuellen Infos rund um den
Birdwatch gibt es dort auch eine Terminübersicht der angebotenen
Exkursionen. Am Sonntagabend um 18 Uhr soll eine erste Bilanz gezogen
werden.

Auch wenn nur ein Bruchteil aller Zugvögel erfasst wird, ergibt sich
durch den Birdwatch doch immer wieder ein interessantes Bild des
Zugverhaltens vieler Vogelarten. „Der Vogelzug verändert sich, nicht
zuletzt durch den Klimawandel“, erläuterte Nipkow. „Beispielsweise
bekommen wir immer öfter Arten wie Ohrenlerchen oder Zwergschnepfen zu
Gesicht, die bislang nur in Ausnahmefällen in Deutschland zu Gast
waren.“ Die europaweite Zählung bietet damit auch eine Chance,
Hinweise auf solche aktuellen Veränderungen zu erhalten.

Das internationale Zugvogel-Beobachtungswochenende wurde von BirdLife
International ins Leben gerufen. In diesem Jahr ist es gleichzeitig Teil
der Kampagne „Born to Travel“, die auf die zunehmenden Gefahren
aufmerksam macht, denen Zugvögel auf ihren Wanderungen ausgesetzt sind.
Der NABU hat im Rahmen dessen drei Störche besendert, deren Reise in das
Winterquartier live im Internet verfolgt werden kann. 


Für Rückfragen:
Dr. Markus Nipkow, NABU-Vogelschutzexperte, Tel. 030-284984-1620.
Im Internet zu finden unter www.NABU.de und www. Birdwatch.de



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