---------------------------------------------------------------------------
NABU-Pressestelle, Telefon: 0 30.28 49 84-1510, -1500, 
Telefax: 0 30.28 49 84-2500, E-Mail: [email protected] 
Redaktion: Kathrin Klinkusch, Britta Hennigs, Annika Natus
---------------------------------------------------------------------------
P R E S S E D I E N S T  ----  NR. 22/10 ---- 1.3.2010 
---------------------------------------------------------------------------

Umwelt/Siedlungsentwicklung
NABU und acht Partnerkommunen wollen Flächenverbrauch reduzieren
Startschuss für Kooperationsprojekt „Nachhaltige
Siedlungsentwicklung“

Berlin - Der NABU und acht Partnerkommunen wollen in einem
Gemeinschaftsprojekt ihren Beitrag dazu leisten, um den alarmierenden
Flächenverbrauch in Deutschland zu reduzieren. Kaiserslautern,
Neustadt an der Weinstraße und die Verbandsgemeinde Wallmerod in
Rheinland-Pfalz, die Städte Hüfingen und Tübingen in Baden-Württemberg,
die Gemeinden Barnstorf und Oberharz in Niedersachsen sowie die
Initiative Rodachtal e.V. in Bayern/Thüringen haben sich vorgenommen,
den Status Quo zu hinterfragen und Alternativen zur Neuausweisung von
Bauland auf der grünen Wiese zu definieren. Im Rahmen einer offiziellen
Partnerschaft entwickeln sie gemeinsam mit dem NABU bis zum Herbst 2012
Kommunikationsstrategien und konkrete Maßnahmen, die innerörtliche
Flächen aktivieren und Wachstum im Bestand fördern sollen. Zu den
Maßnahmen zählen beispielsweise die Bewusstseinsbildung für
Folgekosten von Baulandausweisung, die Veröffentlichung von
Baupotenzialen im Innenbereich, sowie Beratungsangebote für
innerörtlichen Um- und Neubau. 

„Mit rund 100 Hektar am Tag ist der Flächenverbrauch in Deutschland
nach wie vor viel zu hoch. Der NABU und seine Partner wollen zeigen,
dass hier mit einer nachhaltigen Siedlungsentwicklung gegengesteuert
werden kann. Eine Reduzierung des Flächenverbrauchs erfordert jedoch ein
grundsätzliches Umdenken, und eine breite Unterstützung durch Politik,
Verwaltung und Bürgerschaft“, sagte NABU Präsident Olaf Tschimpke
anlässlich der Übergabe der offiziellen NABU- Partnerschaftsurkunden.


Das Ziel der Partnerschaft sei es, zunächst Kommunikationsstrategien zu
entwickeln, die anschließend Planer, Bauherren und Kommunalpolitiker
überzeugen und aktivieren. Im Rahmen des Forschungsvorhabens sollen
neue Wege der Kommunikation erprobt werden, die helfen,
„Flächenakteure“ zusammenzubringen, um gemeinsam
innerörtliches Wachstum zu stimulieren, Zentren zu revitalisieren und
letztendlich Siedlungsentwicklung umweltverträglich und nachhaltig zu
gestalten. 
 
Die „Partnerschaften für eine nachhaltige Siedlungsentwicklung“
werden gefördert und finanziert vom Bundesforschungsministerium im
Rahmen des Forschungsprogramms REFINA, den Ländern Baden-Württemberg,
Niedersachsen und Rheinland-Pfalz, den beteiligten Kommunen sowie dem
NABU. 

Für Rückfragen: 
Manuel Dillinger, NABU-Referent Nachhaltige Siedlungsentwicklung, Tel.
030-284984-1630. 

Nicola Kretteck, NABU-Referentin Nachhaltige Siedlungsentwicklung, Tel.
030-284984-1629. 

Im Internet zu finden unter www.NABU.de 






_______________________________________________
Pressemeldungen mailing list
[email protected]
https://lists.wikimedia.org/mailman/listinfo/pressemeldungen

Antwort per Email an