On Monday, June 15, 2015 1:11 PM, Andreas Exner
([email protected]) wrote:

PR Aussendung zum Abschluss des KLIEN-Projekts „Resilienz Österreich“

Resilienz gegenüber Energiekrisen: Österreich im Mittelfeld - Suffizienz und
Subsistenz sind wichtig

Klagenfurt und Wien, 15.6. 2015 - Das vom Österreichischen Klima- und
Energiefonds (KLIEN) der Österreichischen Bundesregierung geförderte
Forschungsprojekt „Resilienz Österreich“ untersuchte, wie krisenfest die
österreichischen Regionen angesichts mittelfristig weltweit rückläufiger
Erdölförderung (Stichwort „Peak Oil“) sind. Die Projektergebnisse sind nun
verfügbar auf 
http://www.umweltbuero-klagenfurt.at/resilienz/ 

Beteiligt waren EB&P Umweltbüro GmbH, energieautark consulting gmbH, Energy
Economics Group (TU Wien), Universität für Bodenkultur Wien, Institut für
Raumplanung und Ländliche Neuordnung (BOKU-IRUB), DI Dr. Rosemarie Stangl,
ÖGUT GmbH, Institut für Multilevel Governance and Development (WU),
Bundesanstalt Statistik Österreich (Statistik Austria).

Sowohl der Klimaschutz als auch die Erdölknappheit nach dem Gipfelpunkt der
Erdölförderung machen die Energiewende hin zu erneuerbaren Energieträgern
[1] unausweichlich. Erdölknappheit kann diese jedoch zugleich erschweren, da
Erdöl ein wichtiger Input jener Infrastruktur ist, die zur Produktion
erneuerbarer Energieträger erforderlich ist. Zudem hängen
Wirtschaftswachstum und daran gebundene Investitionen bislang von Erdöl ab.

Die Ergebnisse zeigen: Die Resilienz als flexible Krisenfestigkeit der
österreichischen Regionen liegt im Mittelfeld. Zwar ist der Unterschied in
der Resilienz zwischen den urbanen bis ländlichen Regionstypen in Österreich
eher gering, dennoch lassen sich spezifische Stärken und Schwächen
ausmachen. Während Städte Vorteile bezüglich energiesparender Lebensstile
und Wirtschaftsweisen haben, können ländliche Räume durch ein großes Angebot
an erneuerbaren Energien und die lokale bzw. regionale
Nahrungsmittelproduktion punkten.

Bei einer unterschiedlichen Ausgangsbasis für Resilienzstrategien haben die
Regionen Österreichs deutliches Potenzial zur Verbesserung: Eine geringe
Resilienz weist erwartungsgemäß der Verkehrssektor auf. Verkehrssparende
Siedlungsentwicklung, die das zu Fuß gehen und Radfahren erleichtert, und
ein leistungsfähiger öffentlicher Verkehr würden die Resilienz erhöhen. In
urbanen Räumen ist die Abhängigkeit von fossiler Wärmeversorgung derzeit
problematisch. Die Dichte und Qualität menschlicher Beziehungen
(Sozialkapital) dürfte in ländlichen Räumen besser ausgeprägt sein und
Resilienz erhöhen. Die massive Abhängigkeit der Nahrungsmittelproduktion von
fossilen Energiequellen ist sehr problematisch. Resilienzstrategien sollten
die Lebensqualität anstelle quantitativen Wachstums ins Zentrum rücken.
Lebensqualität hängt nicht nur von der Wirtschaftsleistung ab.

Besonders problematisch ist ein alleiniger oder hauptsächlicher Fokus auf
ökonomische Effizienz. Diese führt zu einer übertriebenen Spezialisierung,
die eine Grundversorgung mit überwiegend regionseigenen Mitteln im
Krisenfall erschweren kann. Redundante und daher weniger effiziente Systeme
sind resilienter, d.h. krisenfester. Subsistenzmöglichkeiten und eine
Orientierung am rechten Maß (Suffizienz) sollten gestärkt werden.

PR-Rückfragen: Mag. Andreas Exner -+43-0699 12 72 38 87,
[email protected], [email protected]

[1] Brennbare Abfälle, Brennholz, Biogene Brenn- und Treibstoffe,
Umgebungswärme, Wasserkraft, Wind, Photovoltaik.

View article...
http://www.umweltbuero.at/resilienz/?p=128




° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° °  

Ende der weitergeleiteten Nachricht ° Alle Rechte bei den Autor*innen  
Unverlangte und doppelte Zusendungen bitten wir zu entschuldigen  
Abbestellen: mailto:[email protected]?subject=unsubscribe  

° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° °  

Greenhouse Infopool Berlin  
http://twitter.com/greenhouse_info  

... oder via Facebook (Beta), RSS-Feed, Mailingliste:  
http://www.facebook.com/mika.latuschek  
http://tinyurl.com/greenhouse-feed  
https://listen.jpberlin.de/mailman/listinfo/greenhouse-info  




_______________________________________________
Pressemeldungen mailing list
[email protected]
https://lists.wikimedia.org/mailman/listinfo/pressemeldungen

Antwort per Email an