Rotes Kreuz ehrt Corinna Milborn und Wolfgang Benedek

Das Rote Kreuz verleiht den 22. Treichl-Preis

Wien (Rotes Kreuz) – Am 21. September hat das Österreichische Rote Kreuz den 
Humanitätspreis aus der Heinrich-Treichl-Stiftung verliehen. Alljährlich werden 
damit seit 1993 Personen geehrt, die sich durch herausragendes humanitäres 
Engagement auszeichnen.

2016 erhalten die Journalistin Corinna Milborn und der Völkerrechtler Wolfgang 
Benedek den Humanitätspreis. Beiden sind die Menschenrechte auf ihre jeweils 
eigene Art ein großes Anliegen.

Corinna Milborn ist in ihrer journalistischen Arbeit immer bemüht den Menschen 
in den Mittelpunkt zu stellen. „Besonders aufgefallen ist uns bei Corinna 
Milborn, dass sie über Menschen berichtet, die oft dem üblichen 
journalistischen Blick entgehen“, sagte Rotkreuz-Präsident Gerald Schöpfer in 
seiner Laudatio. „Frau Milborn zeigt, wie sich die großen politischen und 
gesellschaftlichen Verwerfungen auf das Leben und den Alltag Einzelner 
auswirken. Sie personalisiert und macht so von politischen Entwicklungen 
betroffene Personen wieder zu Menschen. Oft genug sind es bedrückende 
Einzelschicksale.“
„Diese Auszeichnung durch das Rote Kreuz ist mir eine besondere Freude, weil 
humanitäre Grundsätze immer schon ein Leitstern meiner Arbeit waren“, bedankte 
sich die Informationsdirektorin der Sendergruppe ProSieben.Sat1.PULS4.

Der universellen Durchsetzung der Menschenrechte nimmt sich der zweite 
Preisträger, Wolfgang Benedek auf wissenschaftlicher und auf praktischer Ebene 
an. „Auch sein Lebensthema sind die Menschenrechte: ihre Erforschung, ihre 
Weiterentwicklung, ihre Verbreitung, ihre Durchsetzung. Er ist ein 
Völkerrechtler aus Überzeugung, für ihn sind Menschenrechte nicht bloß 
akademischer Gegenstand, sondern eine Alltagsangelegenheit“, porträtierte der 
ÖRK-Präsident den Grazer Universitätsprofessor.

Auf Initiative des Menschenrechtsexperten ist eine Reihe von 
Menschenrechtszentren auf der ganzen Welt entstanden. In Graz hat er das 
Europäische Trainings- und Forschungszentrum für Menschenrechte aufgebaut und 
es zehn Jahre lang geleitet. Weiters begründete er vor 15 Jahren die „Refugee 
Law Clinic“, die Studierende mit dem Asylrecht vertraut macht.
„Mir geht es um Menschen, darum den humanitären Ansatz in den Mittelpunkt 
meiner wissenschaftlichen Arbeit und meines sonstigen Tuns zu stellen“, so 
Wolfgang Benedek in seiner Dankesrede.

Fotolink: http://images.roteskreuz.at/?c=4596&k=d05beb82d1



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