NABU-PRESSEMITTEILUNG | NR 121/16 | 13. OKTOBER 2016
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Naturschutz/Internationales
NABU startet Naturschutzprojekt mit osteuropäischen religiösen
Organisationen
Mehr als 50 Organisationen schließen sich neuer Plattform zum
internationalen Austausch an
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Ushgorod - Zusammen mit osteuropäischen kirchlichen Organisationen hat
der NABU ein internationales Naturschutzprojekt gestartet. Ziel ist es,
christliche Kirchen sowie moslemische, jüdische und andere religiöse
Organisationen für gemeinsame Naturschutzaktivitäten mit NGOs
zusammenzuführen und mit ihrer Hilfe die Öffentlichkeit für das Thema zu
sensibilisieren. Zum Projektstart fand vom 7. bis zum 9. Oktober im
westukrainischen Ushgorod eine vom NABU initiierte und gemeinsam mit dem
Institut für ökologische und religiöse Studien organisierte
internationale Konferenz statt. Zahlreiche Vertreter 17 religiöser
Organisationen und NGOs aus sechs Ländern verabschiedeten im Anschluss
die "Ushgoroder Deklaration", in der es unter anderem um die Gründung
des interreligiösen Naturschutzforums in Osteuropa geht - ein
Meilenstein in der internationalen Naturschutzarbeit.


 
Auf der Konferenz mit dem Titel "Zusammenarbeit von ziviler
Gesellschaft und Kirche für den Erhalt der Natur in Osteuropa -
gemeinsame Bewahrung der Schöpfung" erörterten Vertreter
unterschiedlicher Naturschutzverbände, Organisationen und Institutionen,
Wissenschaftler sowie hochrangige Würdenträger christlicher Kirchen,
ukrainischer Moslems und der jüdischen Gemeinde gemeinsam die
Möglichkeiten und Perspektiven einer erfolgreichen Zusammenarbeit im
Naturschutz. Geprägt war diese internationale, interreligiöse Konferenz
vom gemeinsamen Bestreben, die Fähigkeiten und Potenzen aller für den
Erhalt der Natur und zur Bewahrung der Schöpfung zu bündeln. Damit ist
es zum ersten Mal gelungen, die bislang sporadischen
Naturschutzaktivitäten christlicher und anderer Kirchen sowie
kirchlicher Organisationen mit den NGOs zu koordinieren.


 
Im Ergebnis verabschiedeten die Teilnehmer einhellig die "Ushgoroder
Deklaration", der sich noch vor der offiziellen Veröffentlichung bereits
50 weitere Organisationen angeschlossen. Peter Pavlovic, der Sekretär
des in Brüssel ansässigen European Christian Environmental Network
(ECEN), wird auch den Vatikan über diese neue NABU-Initiative, ihre
Ergebnisse und die weiteren Schritte informieren.


 
"Wir freuen uns sehr über den erfolgreichen Ausgang der Konferenz.
Durch diesen vom Auswärtigen Amt der Bundesrepublik Deutschland
unterstützten Projektstart ist es möglich, das große Potenzial aller
Kirchen und religiöser Organisationen mit den NGOs in Osteuropa zu
bündeln und bestmöglich im Sinne des Naturschutz zu nutzen", sagte
NABU-Vizepräsident Thomas Tennhardt.


 
In Deutschland sind die christlichen Kirchen schon seit Jahren in
verschiedenen Bereichen des Natur- und Umweltschutzes aktiv. Ein
Beispielprojekt ist die Aktion "Lebensraum Kirchturm", die der NABU
zusammen mit Kirchen durchführt. Kirchen, die sich besonders für die
Sicherung von Nistplätzen bedrohter Arten wie Schleiereulen und
Fledermäuse einsetzen, werden mit einer Urkunde ausgezeichnet und
erhalten eine Plakette, die sie an ihrer Kirche anbringen können. 

       
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