On Wednesday, October 12, 2016 10:22 AM, Roland Schnell
[mailto:redakt...@agrokarbo.info] wrote:

Am 12.10.2016 um 09:00 schrieb Greenhouse Infopool:
> Schweizer Bauer
> http://www.schweizerbauer.ch/--31339.html
>
> «Häufig glauben die Leute, dass die Elektronik am meisten Energie
> verbraucht, dabei sind es Reisen und Freizeitbeschäftigungen, die
> Energiefresser sind.» Die Bevölkerung zu einem nachhaltigeren
> Energieverbrauch in der Freizeit zu bewegen, sei hingegen nicht einfach,
> gibt der Forscher zu.

Ach, das merken die jetzt? Jahrelang wurde vor allem für Energiesparlampen
geworben, so dass der Eindruck entstehen musste, die Beleuchtung sei der
bedeutendste Anteil am heimischen Energieverbrauch. Gleichzeitig wurde für
Elektroautos geworben, weniger für Radfahren oder Fusswege.

Der Beitrag zeigt nur die Hilflosigkeit der offiziellen Umweltpropaganda
auf. Kompensation kann nur materiell gedacht werden. Die Idee, dass man
freiwerdende Finanzen auch in teure immaterielle Dinge (Kunst, Literatur)
stecken könnte, kommt den Propagandisten nicht in den Sinn. Es müssen immer
Stoff und Energie sein, die bezahlt werden.

Warum können nicht persönliche Reiseführer oder Stadtbilderläuterer zu
hochbezahlten Stars werden, weil sie ihrer Aufgabe mit umfassendem Wissen
und mit grosser Kunstfertigkeit nachkommen? Sie wissen, wo man zu Fuss oder
mit den Öffentlichen hinkommt.

Die Umweltbewegung würde gut daran tun, wenn Sie gezielt teure Angebote mit
geringem Material- und Energieeinsatz propagiert.

-- 
Redaktion der Internetplattform agrokarbo.info
Biokohle - Pflanzenkohle - Terra preta - Pyrolyse - Vergasung
Köhlerei - Teerschwelerei und alles was dazu gehört.
Roland Schnell
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-----Original Message-----
From: Greenhouse Infopool [mailto:greenho...@jpberlin.de] 
Sent: Wednesday, October 12, 2016 9:01 AM
To: Greenhouse Infopool (greenho...@jpberlin.de) <greenho...@jpberlin.de>
Subject: [sda] Forscher: Energieverbrauch für Reisen und Freizeit wird
unterschätzt 

Schweizer Bauer
http://www.schweizerbauer.ch/--31339.html

11.10.2016 

Energiesparen: Jojo-Effekt vermeiden

Wer zuhause Energie spart, leistet sich dafür oft an anderer Stelle Luxus,
der wieder mehr Energie verbraucht. EPFL-Forschende untersuchen diesen
sogenannten «Rebound-Effekt» und stellen fest: Vielen ist nicht bewusst,
dass Reisen und Freizeit mehr Energie fressen als Elektronik

LAUSANNE (sda) - Das ganze Haus wird mit sparsamen LED-Lampen und
energieeffizienten Geräten ausgestattet. Wer auf diese Weise Geld spart,
investiert es oft, um zusätzliche Geräte anzuschaffen oder auf Reisen zu
gehen. Damit verpufft ein Teil der Energiesparmassnahmen wieder, oder der
Energieverbrauch steigt sogar im Vergleich zu vorher.

Einsparung wieder "investiert"

Forschende um Vincent Moreau [1] von der ETH Lausanne (EPFL) erforschen
solche «Rebound-Effekte» [2] und versuchen sie im Zusammenhang mit der
Energiestrategie 2050 vorherzusagen. Ihre Arbeit wurde unlängst im Magazin
des Bundesamts für Energie BFE «Energeia» vorgestellt [3].

Moreaus Fokus liegt dabei insbesondere darauf, wie Einsparungen im
Energiebereich in zusätzliche Reisen und Freizeit investiert werden. «Wir
beobachten, dass im Freizeitbereich der Anstieg des Energieverbrauchs
manchmal noch höher ist als die Einsparungen im Alltag», sagte Moreau gemäss
Energeia-Artikel.

Mehr Sensibilisierung

Steht ihnen dank der Einsparungen mehr Geld zur Verfügung, leisten sich
Privatpersonen mehr Luxus, wodurch mehr Energie für die Herstellung von
Luxusgütern verbraucht werde. Das gelte zudem nicht nur für die Schweiz,
sondern auch für die Nachbarländer, so Moreau. Um diesem Rebound-Effekt
entgegenzuwirken, schlägt der EPFL-Forscher vor, die für die Produktion
solcher Güter verbrauchte Energie direkt beim Kauf zu belasten.

Insbesondere aber brauche es mehr Sensibilisierung der Bevölkerung für das
Problem: «Häufig glauben die Leute, dass die Elektronik am meisten Energie
verbraucht, dabei sind es Reisen und Freizeitbeschäftigungen, die
Energiefresser sind.» Die Bevölkerung zu einem nachhaltigeren
Energieverbrauch in der Freizeit zu bewegen, sei hingegen nicht einfach,
gibt der Forscher zu.

--------------------------------------------------------------------------

[1] http://people.epfl.ch/vincent.moreau
[2] http://de.wikipedia.org/wiki/Rebound_(Ökonomie)
[3] http://energeiaplus.com/2016/09/06/rebound-effekt-erforschen/




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