Aleppo: Rotes Kreuz hilft Flüchtlingen

Hilfe auch aus Österreich - Lebensmittel für 40.000 Menschen

Wien/Aleppo (Rotes Kreuz) - Die stärker werdenden Kämpfe in der syrischen Stadt 
Aleppo zwingen immer mehr Menschen zur Flucht. Allein in den vergangenen drei 
Tagen verließen 20.000 Menschen die Stadt. Seit August sind es Schätzungen 
zufolge zwischen 50.000 und 60.000.

Mitarbeiter des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) und Freiwillige 
des Syrisch Arabischen Roten Halbmonds haben in den vergangenen Tagen Essen, 
Trinkwasser, Decken, Matratzen und Kinderkleidung verteilt. Drei mobile 
Gesundheitsteams des Roten Halbmonds kümmern sich um die medizinische 
Versorgung der Flüchtlinge.

"Die Familien fliehen im Chaos der Kämpfe - viele müssen ihr gesamtes Hab und 
Gut zurücklassen. Ihnen müssen wir jetzt dringend helfen", sagt Gerald 
Schöpfer, Präsident des Österreichischen Roten Kreuzes.
Das Österreichische Rote Kreuz beschafft derzeit im Libanon Lebensmittel für 
40.000 Menschen. Die Güter werden auf dem Landweg Richtung Aleppo transportiert 
und vom Roten Halbmond verteilt. Finanziert werden sie aus Mitteln des 
Auslandskatastrophenfonds.

Das IKRK hat indessen erneut bekräftigt, für medizinische Notevakuierung aus 
Ost-Aleppo bereit zu seien. Dafür brauche es allerdings noch die 
Sicherheitsgarantien aller an den Kämpfen beteiligten Gruppen.

Weiters fordert das IKRK Zivilisten zu schützen und ihnen eine sichere Flucht 
zu ermöglichen. "Alle am Konfliktparteien müssen Zivilisten schützen", sagt 
Marianne Gasser, Leiterin der IKRK-Delegation in Syrien. "Außerdem dürfen 
Gesundheitseinrichtungen nicht angegriffen werden." Gasser betont, dass das 
IKRK auch jenen mehr helfen wolle, die nach wie vor in Aleppo sind. "Dazu 
brauchen wir aber sicheren Zugang", sagt Gasser. "Derzeit ist kein Ende der 
Kämpfe in Sicht und täglich müssen mehr Zivilisten ums Überleben kämpfen."


Rückfragehinweis:
Mag. Thomas Marecek
Österreichisches Rotes Kreuz
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