Author: mbarkhau
Date: Thu Sep  6 14:47:08 2007
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 verderben können, zumindest eine Zeit lang.</para>
 
 <sect1 id="forkability">
-<title>Die Gefahr eines Forks</title>
+<title>Die Fork Gefahr</title>
 
-<para>Prinzipiell steht jedem Entwickler offen sich eine Kopie des 
-Quellcodes zu nehmen und einen 
+<para>Prinzipiell steht jedem Entwickler offen sich eine Kopie des
+Quellcodes zu nehmen und einen
 <firstterm>Fork</firstterm><footnote><para>de. Gabel im Sinne einer
-Gabelung</para></footnote> anzufangen. Diese Zutat ist für freie 
-Software Projekte unabdingbar da sie Entwickler zusammenbindet und wenn
-es nötig wird Bereit macht, Kompromisse einzugehen. Das paradoxe daran 
-ist, dass die <emphasis>Möglichkeit</emphasis> für einen Fork in einem
-freien Software Projekte meistens ein viel größerer Antrieb ist, als ein
-echter Fork, der nur sehr selten vorkommt. Da ein Fork schlecht für alle
-ist (die Gründe dafür werden in 
+Gabelung</para></footnote> anzufangen. Diese Zutat ist für freie
+Software Projekte unabdingbar da sie Entwickler zusammenbindet und
+falls es nötig wird, Bereit macht Kompromisse einzugehen. Das paradoxe
+daran ist, dass die <emphasis>Möglichkeit</emphasis> für einen Fork in
+einem freien Software Projekte meistens ein viel größerer Antrieb ist,
+als ein echter Fork, der nur sehr selten vorkommt. Da ein Fork schlecht
+für alle ist (die Gründe dafür werden in
 <xref linkend="forks"/><phrase output="printed"> im Kapitel
-<xref linkend="managing-volunteers"/></phrase> detailiert untersucht), 
-sind mehr Beteiligte bereit Kompromisse einzugehen, wenn ein Fork 
-droht.</para>
-
-<para>Forks, oder vielmehr potentielle Forks, sind der Grund, dass es
-keine wirklichen Diktatoren in freien Software Projekten gibt. Das liest
-sich nach einer Überraschenden Behauptung, wenn man bedenkt wie
-gängig es ist das jemand ein "Diktator" oder "Tyrann" in einem 
-beliebigen Open Source Projekt genannt wird. Diese Art der Tyrannei 
-ist aber besonders, recht unterschiedlich von dem gewöhnlichen 
-Verständnis des Wortes. Stellen Sie sich einen König vor, dessen
-Untergebenen sein Königreich jederzeit kopieren können und dort regieren
-könnten wie sie es für angemessen halten. Würde solch ein König nicht
-wesentlich anders regieren, als einer dessen Untergebenen an ihn
-gebunden wären, egal was er tut?</para>
-
-<para>Deshalb sind selbst Projekte die nicht formal wie Demokratien
-organisiert sind, in der Praxis, Demokratien, wenn es sich um wichtige
-Entscheidungen dreht. Nachbildbarkeit impliziert auch Forkbarkeit;
-Forkbarkeit impliziert Konsens. Es mag sein, das jeder dazu bereit ist
-auf einen Anführer zu verweisen (das bekannteste Beispiel mag Linus
-Torvalds bei der Entwicklung des Linux Kernels sein), aber nur 
-deshalb, weil sie es sich so <emphasis>ausgesucht</emphasis> haben, 
-auf eine komplett nicht zynische oder unheimliche Art. Der Diktator
-hat keinen magischen Einfluss auf das Projekt. Eine 
-Schlüsseleigenschaft aller Open Source Lizenzen ist, dass sie keiner
-einzelnen Partei, bezüglich Entscheidungen wie Code geändert oder 
-benutzt werden kann, mehr Macht geben als einer anderen. Wenn der
-Diktator plötzlich anfangen würde schlechte Entscheidungen zu treffen,
-gäbe es Unruhe, letztendlich gefolgt von einem Aufstand und einem Fork.
-So weit kommt es aber meißtens nicht, da der Diktator vorher 
-Kompromisse eingeht.</para>
-
-<para>Nur weil die Forkbarkeit eine obere Grenze vorgibt, wieviel
-Macht jeder einzelne ausüben kann, bedeutet es aber nicht, dass es
-nicht wesentliche Unterschiede gibt, wie Projekte regiert werden.
-Sie wollen nicht, dass jede Entscheidung auf die Frage hinausläuft,
-wer bereit ist einen Fork zu machen. Das würde sehr schnell ermüdend
-werden, und Energie von echter Arbeit wegreißen. Die nächsten beiden
-Abschnitte untersuchen, die verschiedenen Wege Projekte so zu 
-organisieren, dass die meisten Entscheidungen reibungslos verlaufen.
-Diese beiden Beispiele sind etwas idealisierte Grenzfälle; viele
-Projekte fallen irgendwo zwischen ihnen.</para>
+<xref linkend="managing-volunteers"/></phrase> detailiert untersucht),
+sind mehr Beteiligte bereit Kompromisse einzugehen, wenn die Gefahr
+für ein Fork besteht.</para>
+
+<para>Forks, oder vielmehr potentielle Forks, sind der Grund, dass 
+freie Software Projekte keine wirklichen Diktatoren haben. Das klingt
+wie eine Überraschende Behauptung, wenn man bedenkt wieviele
+"Diktatoren" oder "Tyrannen" es bei verschiedenen Open Source Projekte
+gibt. Diese Art der Tyrannei ist aber etwas besonderes, recht
+unterschiedlich zu dem gewöhnlichen Verständnis des Wortes. Stellen
+Sie sich einen König vor, dessen Untertanen jederzeit eine Kopie
+seines Königreichs machen und selber nach eingenem Ermessen regieren
+könnten. Würde dieser König sich nicht wesentlich anders verhalten, als
+einer dessen Untergebenen, unabhänging von seinem Verhalten, an ihn 
+gebunden wären?</para>
+
+<para>Deshalb sind selbst Projekte ohnen eine formale demokratische
+organisierung, in der Praxis trotzdem Demokratien, zumindest bei
+wichtigen Entscheidungen. Die Möglichkeit das Projekt zu Kopieren 
+impliziert die Möglichkeit für einen Fork; das wiederum impliziert 
+Konsens. Es mag sein, dass alle auf einen Anführer verweisen (das
+bekannteste Beispiel mag Linus Torvalds bei der Entwicklung des Linux
+Kernels sein), aber nur deshalb, weil sie es sich so 
+<emphasis>ausgesucht</emphasis> haben, was ganz und garnicht ironisch
+zynisch oder gemeint ist. Der Diktator hat keinen magischen Einfluss
+auf das Projekt. Eine wesentliche Eigenschaft aller Open Source 
+Lizenzen ist, dass keine einzelnen Partei die Entscheidungsgewalt über
+Änderungen am Code oder seine Nutzung hat. Wenn der Diktator plötzlich
+anfangen würde schlechte Entscheidungen zu treffen gäbe es Unruhe, die 
+irgendwann von einem Aufstand gefolgt wird und letztendlich zu einem
+Fork führt. So weit kommt es aber meißtens nicht, da der Diktator
+vorher Kompromisse eingeht.</para>
+
+<para>Nur weil Möglichkeit eines Forks der Macht jedes Einzelnen eine 
+obere Grenze setzt bedeutet es aber nicht, dass es nicht wesentliche 
+Unterschiede gibt, wie Projekte regiert werden. Sie wollen nicht jede
+Entscheidung auf die Frage hinauslaufen lassen, ob jemand einen Fork in
+Betracht zieht. Das würde sehr schnell ermüdend werden und Energie von
+echter Arbeit abziehen. Die nächsten beiden Abschnitte untersuchen die
+verschiedenen Wege Projekte so zu organisieren, dass die meisten 
+Entscheidungen reibungslos verlaufen. Diese beiden Beispiele sind
+einwenig idealisierte Grenzfälle; viele Projekte fallen irgendwo 
+zwischen beide.</para>
 
 </sect1>
 
@@ -110,94 +110,92 @@
 <sect1 id="benevolent-dictator">
 <title>Gütige Diktatoren</title>
 
-<para>Das Modell des <firstterm>gütigen Diktators</firstterm> ist genau
-das, wonach es sich anhört: Die letztendliche Entscheidungsgewalt liegt 
-bei einer Person, welcher, von dem, aufgrund seiner Persönlichkeit und 
-Erfahrung, erwartet wird, dass er es weise benutzt.</para>
-
-<para>Auch wenn der Begriff "gütige Diktator" im Englischen bekannt als
-"benevolent dictator" und dort der standardmäßige Begriff für diese 
-Rolle ist, wäre es besser ihn als einen von der Gemeinschaft 
-anerkannten Vermittler oder Richter zu betrachten. Im Allgemeinen,
-treffen gütige Diktatoren nicht alle Entscheidungen oder auch nur die
-meisten Entscheidungen. Es ist sowieso unwahrscheinlich, dass eine
-Person genug Kenntnisse haben könnte, um in einem gesamten Projekt
-durchweg gute Entscheidungen treffen zu können. Hochwertige Entwickler
-werden sich nicht lange am Projekt beteiligen, wenn sie nicht zumindest
-einen Stück weit, Einfluß auf die Richtung des Projekts haben. 
-Deshalb diktieren gütige Diktatoren nicht besonders viel. Statt dessen,
-lassen sie wann immer Möglich die Sachen sich von alleine durch 
-Diskussionen oder Erprobung erledigen. Sie nehmen selber an diesen 
-Diskussionen teil, aber als gewöhnliche Entwickler, oftmals verweisen
-sie auf einen Zuständigen für bestimmte Bereiche die mehr Kenntnisse
-haben. Nur wenn es klar ist, dass es kein Konsens erreicht werden kann,
-und das der größte Teil der Gruppe von jemandem <emphasis>will
-</emphasis>, dass die Entscheidung Geleitet wird, damit die Entwicklung
-weiter gehen kann, sprechen sie ein Machtwort und sagen "So wird das
-jetzt gemacht". Der Widerwille Entscheidungen durch Gebote zu treffen
-ist eine Wesenszug welche praktisch alle erfolgreichen gütigen 
-Diktatoren teilen; es ist eines der Gründe, warum sie es schaffen diese
-Rolle zu behalten.</para>
+<para>Das Modell des <firstterm>gütigen Diktators</firstterm>
+entspricht genau dem, wonach es sich anhört: Die letztendliche 
+Entscheidungsgewalt liegt bei einer Person, von der man aufgrund ihrer
+Persönlichkeit und Erfahrung erwartet, dass sie weise damit 
+umgeht.</para>
+
+<para>Auch wenn der Begriff "gütiger Diktator" im Englischen bekannt 
+als "benevolent dictator" und dort der übliche Begriff für diese Rolle
+ist, wäre es besser ihn als einen von der Gemeinschaft anerkannten 
+Vermittler oder Richter zu betrachten. Im Allgemeinen treffen gütige 
+Diktatoren nicht alle oder auch nur die meisten Entscheidungen. Es ist
+ohnehin unwahrscheinlich für eine Person genügend Kenntnisse zu haben,
+um in einem größeren Projekt durchweg gute Entscheidungen treffen zu 
+können. Hochwertige Entwickler werden sich nicht lange am Projekt 
+beteiligen, wenn sie nicht zumindest einen Stück weit, Einfluß auf
+seine Richtung haben. Deshalb diktieren gütige Diktatoren nicht 
+besonders viel. Statt dessen lassen sie möglichst viel ohne ihr Zutun
+durch Diskussionen oder Experimente erledigen. Sie nehmen zwar auch
+selber an diesen Diskussionen teil, jedoch nur als gewöhnliche 
+Entwickler, oftmals verweisen sie auf einen Zuständigen mit mehr
+Kenntnissen über einen bestimmten Bereich. Nur wenn es klar ist, dass 
+kein Konsens erreicht werden kann und dass der größte Teil der Gruppe 
+eine Entscheidung haben <emphasis>will</emphasis>, damit die 
+Entwicklung fortgesetzt werden kann, sprechen sie ein Machtwort. Der 
+Widerwille Entscheidungen durch Gebote zu treffen ist ein Wesenszug den
+praktisch alle erfolgreichen gütigen Diktatoren teilen; es ist eines 
+der Gründe, warum sie es schaffen diese Rolle zu behalten.</para>
 
 <sect2 id="benevolent-dictator-qualifications">
 <title>Wer kann ein gütiger Diktator sein?</title>
 
-<para>Ein gütiger Diktator erfordert eine Reihe von Wesenszügen. Es
-bedarf erstens eine fein sinniges Gespür für den eigenen Einfluss im
-Projekt, welche wiederum Zurückhaltung mit sich bringt. In den frühen
-Phasen einer Diskussion, sollte man nicht seine Meinungen und 
-Folgerungen mit einer solchen Sicherheit ausdrücken, dass andere das
-Gefühl bekommen, dass es sinnlos ist zu widersprechen. Menschen 
+<para>Die Rolle des gütigen Diktators erfordert eine Kombination von 
+Wesenszügen. Erstens bedarf es eines feinsinniges Gespürs für den 
+eigenen Einfluss im Projekt, die wiederum Zurückhaltung mit sich 
+bringt. In den frühen Phasen einer Diskussion, sollte man nicht seine 
+Meinungen und Folgerungen mit einer solchen Sicherheit ausdrücken, dass
+andere das Gefühl bekommen, es wäre sinnlos zu widersprechen. Menschen
 sollten die Freiheit haben ihre Ideen auszudrücken, selbst blöde Ideen.
-Es ist natürlich unvermeidlich, dass der gütige Diktator von Zeit zu 
-Zeit eine blöde Idee abgeben wird, und die Rolle erfordert deshalb
-auch die Fähigkeit zu erkennen und zu würdigen, dass man eine falsche
-Entscheidung getroffen hat&mdash;wobei das ein Wesenszug ist welches
-<emphasis>alle</emphasis> gut Entwickler aufweisen sollten, 
+Es lässt sich natürlich nicht vermeiden, dass der gütige Diktator ab
+und zu selber eine blöde Idee vorschlagen wird, desshalb erfordert die
+Rolle auch die Fähigkeit die eigenen schlechten Entscheidungen zu 
+erkennen und sie als solche zu würdigen&mdash;wobei das ein Wesenszug 
+ist die <emphasis>alle</emphasis> gut Entwickler aufweisen sollten,
 insbesondere wenn sie lange beim Projekt bleiben. Der Unterschied ist
-aber, dass der gütige Diktator ohne sich über die Langzeitschäden an
-ihrem Ruf all zu viele Sorgen machen zu müssen. Entwickler die nicht
-so lang beteiligt sind, können sich weniger sicher fühlen, also sollte
-der gütige Diktator seine Kritiken oder entgegengesetzten 
-Entscheidungen mit etwas Gespür für das Gewicht seiner Worte, sowohl
-technisch als auch psychologisch.</para>
+aber, dass der gütige Diktator sich solche Patzer leisten kann, ohne 
+sich über die Langzeitschäden an seinem Ruf all zu viele Sorgen machen
+zu müssen. Entwickler die nicht so lang beteiligt sind, können sich 
+weniger selbstsicher fühlen, also sollte der gütige Diktator seine 
+Kritik oder Abweisungen mit etwas Gespür, sowohl für das technische als
+auch das psychologische Gewicht seiner Worte formulieren.</para>
 
 <para>Der gütige Diktator muss <emphasis>nicht</emphasis> die besten
-technischen Fähigkeiten von allen im Projekt haben. Er muss lediglich
-gut genug sein, am Code selber zu arbeiten, und einen Kommentar zu
-einer Änderung welches unter Betrachtung steht, verstehen zu können,
-das ist aber auch schon alles. Die Position des gütigen Diktators kann
-man sich weder aneignen, noch behalten mittels Einschüchternden
-Programmierfähigkeiten. <emphasis>Wirklich</emphasis> wichtig ist
-Erfahrung und einen übergreifendes Gefühl für Design&mdash;nicht
-unbedingt die Fähigkeit gutes Design auf Kommando zu produzieren,
-sondern die Fähigkeit sie zu erkennen, unabhängig von der Quelle.</para>
-
-<para>Es ist verbreitet, dass der gütige Diktator auch der Gründer des
-Projekts ist, was aber eher ein Zusammenhang als eine Ursache ist. Die
-Qualitäten die einen ermöglichen ein Projekt erfolgreich anzufangen
-&mdash;technische Kompetenz, die Fähigkeit andere überzeugen zu können
-mit zu machen, usw.&mdash;sind genau die gleichen Qualitäten welche
-jeder gütiger Diktator besitzen müsste. Natürlich haben die Gründer
-sozusagen automatisch ein gewisses Betriebsalter, was genug sein kann
-um eine gütige Diktatur, für alle Beteiligten, als den Weg des 
-geringsten Widerstands erscheinen zu lassen.</para>
-
-<para>Denken Sie daran, dass das Potential eines Forks in beiden
-Richtungen geht. Ein gütiger Diktator kann genau so gut wie jeder 
-andere einen Fork machen kann, und gelegentlich ist das auch passiert,
-als sie das Gefühl bekamen, dass die Richtung in der sie das Projekt
-führen wollten eine andere war, als die Mehrheit der anderen 
-Entwickler. Aufgrund der Forkbarkeit, macht es keinen Unterschied,
-ob der gütige Diktator root (de. Administrator) Zugriff auf die 
-Hauptserver des Projekts hat oder nicht. Leute reden manchmal vom
-Zugriff auf die Server als ob es die ultimative Quelle von Macht in
-einem Projekt wäre, tatsächlich ist es aber bedeutungslos. Die 
-Fähigkeit die commit Passwörter von Beteiligten hinzuzufügen oder zu
-entfernen, beeinflusst nur die Kopie des Projekts welches auf dem 
-Server liegt. Anhaltender Missbrauch dieser Macht, ob von dem gütigen
-Diktator oder jemand anderem, würde einfach zum Umzug der Entwicklung
-auf einen anderen Server führen.</para>
+technischen Fähigkeiten im Projekt haben. Er muss lediglich gut genug 
+sein um selber am Code zu arbeiten und einen Kommentar zu einer in
+Frage stehenden Änderung verstehen zu können. Das ist aber auch schon 
+alles. Die Position des gütigen Diktators kann man sich weder aneignen,
+noch mittels einschüchternd guten Programmierfähigkeiten behalten. 
+<emphasis>Wichtig</emphasis> ist vor Allem Erfahrung und einen 
+übergreifendes Gefühl für Code Architechtur&mdash;nicht unbedingt die 
+Fähigkeit auf Befehl guten Code zu produzieren, sondern die Fähigkeit 
+selber guten Code, unabhängig von der Quelle zu erkennen.</para>
+
+<para>Der gütige Diktator ist auch häufig der Gründer des Projekts, was
+aber eher damit im Zusammenhang steht als dass es eine Ursache wäre.
+Die Qualitäten die ermöglichen ein Projekt erfolgreich 
+anzufangen&mdash;technische Kompetenz, die Fähigkeit andere zur
+Beteiligung überzeugen zu können, usw.&mdash;sind genau die gleichen 
+Qualitäten die jeder gütiger Diktator besitzen müsste. Natürlich haben
+die Gründer quasi automatisch auch ein gewisses Betriebsalter, was 
+ausreichen kann um eine gütige Diktatur, für alle Beteiligte als den 
+Weg des geringsten Widerstands erscheint.</para>
+
+<para>Bedenken Sie, dass ein Fork aus beiden Richtungen droht. Ein
+gütiger Diktator kann genau so wie jeder andere einen Fork anfangen
+und das haben gelegentlich auch welche gemacht, sobald sie das Gefühl
+bekamen, dass sie das Projekt in eine andere Richtung führen wollten,
+als die Mehrheit der übrigen Entwickler. Aufgrund der Möglichkeit für 
+einen Fork, macht es keinen Unterschied ob der gütige Diktator vollen
+Zugriff auf die Server des Projekts hat oder nicht. Leute reden 
+manchmal vom Zugriff auf die Server als ob es die ultimative 
+Machtquelle Macht in einem Projekt wäre, tatsächlich ist es aber 
+bedeutungslos. Die Fähigkeit die Benutzer zu der Versionsverwaltung
+hinzuzufügen oder zu entfernen, beeinflusst nur die Kopie des Projekts
+die auf dem Server liegt. Anhaltender Missbrauch dieser Macht, ob vom 
+gütigen Diktator oder jemand anderem, würde einfach zum Umzug der 
+Entwicklung auf einem anderen Server führen.</para>
 
 </sect2>
 

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