RADIO GESCHICHTE: DT64
DDR JUGENDRADIO 1964 - 1993


Mittwoch 21.10.09
20.00 Uhr


ENTDECKUNGSREISE
BEETZENDORF IN DER ALTMARK
Sendung vom 04.06.1989


DT64 Hörer Lothar Wilmerstedt hat die Reporter Gisela Zimmer und Karsten Möbius nach Beetzendorf an der Jeetze eingeladen. Dort gibt es 2500 Einwohner, mehrere Schulen und somit zahlreiche Jugendliche mit ebenso vielen Problemen. Das Schwimmbad ist kaputt, im Jugendklub läuft auch nichts und den FDJ-Sekretär kennen sie nicht mal. Es bleibt den Jugendlichen kaum etwas anderes übrig, als rumzuhängen und Mofa zu fahren. Die Reporter fragen nach und hören zu: Das Mikrofon wird zum Brennglas, das Radio zum Forum. Auch wenn keine Lösungen für die Probleme geboten werden können, wird deutlich, dass das gemeinsame Gespräch am Anfang jedes Fortschritts stehen muss. Denn die Bewohner haben klar erkannt: Irgendwie fühlt man sich veranwortlich, irgendwie gehören wir zusammen und irgendwie ist das schön. Die DT64- Entdeckungsreise ist eine Sendereihe, die 1979 zum 30. Jahrestag der Gründung der DDR entwickelt wurde.

DIALOG MIT GISELA ZIMMER UND MARCO SEIFFERT

Nach der Präsentation der Sendung treten Gisela Zimmer und Marco Seiffert in einen Dialog über die Frage, was Radio für sein Publikum sein kann und wie nah es an seine Hörer herankommen kann. GISELA ZIMMER fing nach einem Journalismus-Studium an der Universität Leipzig 1977 bei Radio DDR an, bevor sie von 1983 bis 1989 als Redakteurin, Moderatorin und Autorin in die Kulturredaktion von DT64 wechselte und von 1989 bis 1990 Stellvertretende Redaktionsleiterin Kultur wurde. Seitdem ist sie in unterschiedlichen ARD-Radio- und Fernsehredaktionen tätig. MARCO SEIFFERT kam 1998 als Redakteur und Reporter zum RBB- Jugendradiosender Fritz und wechselte 2006 zu radioeins. Außerdem war er für den Hörfunk der ARD 2004 bei den Olympischen Spielen in Athen und moderierte 2008 und 2009 den Karneval der Kulturen für das RBB- Fernsehen.


RADIO GESCHICHTE: DT64
DDR JUGENDRADIO 1964 - 1993


20 Jahre nach dem Mauerfall bietet eine vierzehnteilige, von Moritz von Rappard und Dunja Funke kuratierte Reihe Gelegenheit zur ausführlichen Auseinandersetzung mit dem Jugendprogramm des Rundfunks der DDR. Ehemalige Redakteure stellen Sendungen vor, an denen sie damals beteiligt waren. Sie treffen im Dialog auf Gesprächspartner aus dem Westen. Das Spektrum reicht von Verantwortlichen aus Kultur oder Politik bis zu Journalisten und Radiomachern, denen es in ihrer Arbeit um die Entwicklung eines engagierten Jugendprogramms ging oder geht. Somit werden nicht nur rare Zeitdokumente aus dem Deutschen Rundfunkarchiv zugänglich gemacht, es besteht auch die Möglichkeit, sich in einer öffentlichen Diskussion zwischen Ost und West mit der jüngeren Mediengeschichte auseinanderzusetzen. Unter den ehemaligen Mitarbeitern des Senders, die im Zeughauskino erwartet werden, sind beispielsweise Marion Brasch, Lutz Schramm, Dietmar Ringel, Tanja Braumann, Roland Schneider, Michael Schiewack, sowie Siegmar Krause, der Leiter des Gründungskollektivs. Als Gesprächspartner aus dem ehemaligen Westen haben sich unter anderem Friedrich Küppersbusch, Helmut Lehnert, Olaf Leitner, Klaus Walter und Marco Seiffert angekündigt. Darüber hinaus wird am 1.11. die letzte Intendanz des Rundfunks der DDR erwartet. Christoph Singelnstein, Hannelore Steer und Jörg Hildebrandt treffen auf den ehemaligen RIAS- Intendanten Helmut Drück.


Weitere Informationen finden Sie unter www.radio-geschichte-dt64.de


Veranstaltungsort
Zeughauskino
Deutsches Historisches Museum
Unter den Linden 2
Eingang Spreeseite
10117 Berlin
Kartentelefon 030. 20 30 47 70


RADIO GESCHICHTE: DT64
ist ein Projekt von Moritz von Rappard.
Gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds.
In Zusammenarbeit mit der Stiftung Deutsches Rundfunkarchiv Potsdam und dem Zeughauskino / Deutsches Historisches Museum. Medienpartner: Deutschlandfunk / Deutschlandradio Kultur / Freitag / die tageszeitung / zitty. --
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