Die Benutzung des Internet ist für entwickelte Stabilitätsgarantieren einer 
funktional-differenzierten Gesellschaft eine regelrechte Katastrophe, weil sie 
die Empirieform sprengt, an welcher die Funkionssysteme nach Maßgabe ihrer 
jeweils eigentümlichen Funktionslogik partizipieren. Interessanterweise macht 
aber das Internet auf das Funktionsprinzip der modernen Gesellschaft im Moment 
ihres Abschieds aufmerksam, in dem es durch ein verändertes Beobachtungsschema 
zeigt, was vorher nicht oder eben nur sehr mühsam argumentierbar war. Denn die 
Strukturen vernetzter Computer erzeugen eine Unbestimmtheitsstelle, an der 
etwas geschieht, wovon man noch nicht weiß, wie es weiter gehen wird. Das 
Internet ist nicht nur eine technische Apparatur, die zum Aufbau und zur 
Bewältigung komplizierter Datenmengen eingesetzt wird, sondern der Computer 
wird selbst zum Beteiligten der Kommunikation. Während das Bewusstsein beim 
Surfen Bildschirmsimulationen fortwährend interpretiert, muss
  man sich auf die Arbeit der Computer verlasssen können und bekommt es mit 
einer Datenkomplexität zu tun, deren Herkunft man nicht kennt, deren 
Zustandekommen man nicht durchschaut und deren dokumentarischen Wahrheitswert 
man nicht überprüfen kann.
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