Hallo Liste Geht eigentlich irgendjemand vom “Kreativen Prekariat” zu dieser Eliteveranstaltung? Es ist ja gar nicht so einfach dort mitzumachen! Erzählt dort jemand z.B. von den Künstler- und Praktikantenbedingungen bei derTransmediale?
Warum werden hier keine Stipendien ausgeschrieben die zumindest die Reisekosten ins idyllische, entlegen Loccum und den Konferenzbeitrag von 195,-Euro abdecken, damit zumindest ein paar wirklich betroffene mitdiskutieren können und den älteren Herren (im Kuratorium der Kulturpolitischen Gesellschaft sitzen mal wieder nur 3 Frauen von 16 Mitgliedern) dort mal die Augen öffnen und echte Alternativen vorschlagen können! Es gibt ja zwar schon für “Schüler/innen, Auszubildende, Studierende, Freiwilligendienstler sowie Arbeitslose Ermäßigung gegen Bescheinigung! auf 97,50 €.” Aber was ist mit den Prekären die versuchen, nicht von Harz4 zu leben? Warum stehen die nicht auf dieser Liste? Die Frage ist dann allerdings wie Bescheinigt man, dass man zu den prekären Kreativen gehört, müsste man da seinen Kontoauszug oder seine Jahresabrechnung vorzeigen und zusätzlich Material, mit dem man bescheinigt welchen kulturellen Beitrag man im letzten Jahr für die Gesellschaft geleistet hat? Oder warum wird die Veranstaltung nicht zumindest online gestreamt mit lokaler Twitter-Feed-Projektion? Aber solche Ideen kommen ja wahrscheinlich wieder nur von kreative Prekären, die im Vorfeld sicher nicht involviert sind. LG Mirjam ------ Forwarded Message Evangelische Akademie Loccum <[email protected]> schrieb am 10:49 Dienstag, 7.Januar 2014: Sehr geehrte Damen und Herren, die Evangelische Akademie Loccum und die Kulturpolitische Gesellschaft e.V. laden Sie herzlich ein zum 59. Kulturpolitischen Kolloquium vom 21.-23. Februar 2014 zum Thema: "Kreatives Prekariat. Wie lebt es sich von und mit der Kunst?" Das Programm als pdf finden Sie hier: http://www.loccum.de/programm/p1408.pdf Online anmelden können Sie sich u.a. auch hier: http://www.loccum.de/programm/anmeldung.html Zum Thema: Die „Kreative Szene“, das sind die dynamischen, kosmopolitischen jungen Menschen, die das Image der Städte prägen und im Stadtmarketing gerne als Aushängeschild benutzt werden. Und es scheint ja auch für eine wachsende Anzahl von Personen attraktiv zu sein, einen kreativen, oft stark individualisierten Lebensstil zu pflegen. Der Preis dafür: ein permanentes Hangeln von Projekt zu Projekt in Selbständigkeit oder befristeter Beschäftigung, bei zumeist geringem und/oder unregelmäßigem Einkommen. Handelt es sich dabei um selbst gewählte Prekarisierung? Dass Künstlerinnen und Künstler tendenziell arm sind, ist nichts Neues. Aber warum ist das so? Zu den Künstlerinnen und Künstlern im engeren Sinne gesellen sich zudem immer mehr Personen, die zu den „Kreativen“ im weiteren Sinne zu zählen sind. Welcher Zusammenhang besteht zwischen dem Wachstum der Branche Kulturwirtschaft und der immer größeren Zahl von prekären Arbeitsverhältnissen im kreativen Bereich? Auf der Tagung werden die derzeitigen Lebensbedingungen von Künstlerinnen und Künstlern und Kreativen in der Verbindung von ökonomischen Grundlagen und individueller Lebensgestaltung diskutiert. Dabei wird nach Wegen gesucht, wie die kreative Szene in der (Stadt-)gesellschaft zeitgemäß verankert werden kann, um kreative Freiheit zu gewährleisten, das ökonomische Auskommen der Künstler zu sichern und den Wert von Kultur in der Gesellschaft anzuerkennen. In der Diskussion mit Künstlerinnen und Künstlern sowie Verbandsvertretern und Wissenschaftlern werden soziale Problemlagen identifiziert, nach alternativen Einkommensmodellen gefragt und Entwicklungs- und Fördermöglichkeiten erörtert. Welche kulturpolitischen Anstrengungen müssen unternommen werden? Wir würden uns sehr freuen, Sie in Loccum begrüßen zu dürfen! ------ End of Forwarded Message ___________________________ Mirjam Struppek Interactionfield Urban Media Research and Curating, Turin http://www.interactionfield.de
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